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6 Fragen an Ulli Ehrlich

6 Fragen an Ulli Ehrlich

Die Geschäftsführerin und Kreativchefin von Sportalm Kitzbühel über Kitz-Hotspots und Discofeeling auf der Piste

Text: Nina Kaltenböck

Das Skivergnügen sieht in diesem Jahr etwas anders aus. Nichtsdestotrotz können wir uns mit trendiger neuer Mode gedanklich direkt nach Kitzbühel zum Hahnenkammrennen wünschen.

Ulli Ehrlich, Geschäftsführerin und Kreativchefin von Sportalm Kitzbühel, kennt die Kitz-Hotspots und weiß, wie man Discofeeling auf die Piste zaubert. 

Wofür steht Kitzbühel für Sie?

Das ist eine einzigartige Mischung aus Bergen, Seen und ebenen Flächen, plus einer gewachsenen Stadt – kein künstliches Satellitendorf – mit einer tollen, gelebten Infrastruktur aus Geschäften und Restaurants, getoppt vom berühmt-berüchtigten Hahnenkammrennen. Kitzbühel hat ein spezielles Flair aus sportlich, glamourös und naturverbunden mit dem nötigen Chic.
 
Wo kann man gut essen und shoppen?

Zum Essen empfehle ich den neu übernommenen „Auwirt“. Da gehe ich gerne hin. Da gibt es nicht nur Jodeldodel-Hausmannskost, sondern auch Moderneres. Von den Hütten gefällt es mir auf der „Bärenbadalm“  in Jochberg oder auf der „Hornköpflhütte“ am Kitz- büheler Horn, die ist klein, überschaubar und nie überlaufen. Shoppen kann man gut bei Helmut Eder,  bei Frauenschuh, bei Michael Meyer, der die klingenden Namen wie Dior, Valentino, Celine und Bottega Veneta nach Kitzbühel gebracht hat. Sonst gibt es noch einen Aigner-Store und viele Trachtengeschäfte. Für das kleine Städtchen sind das wirklich viele Möglichkeiten. 

Was tragen Sie diesen Winter auf der Piste und  abseits davon?

Einen funktionellen Skianzug, der über das gewisse Etwas verfügt. Auf einer Hütte die Sonne anzubeten  ist ja Teil des Vergnügens. Die modische Daunenjacke hat dem Pelzmantel den Rang abgelaufen: Sie existiert nun in allen Variationen und Längen und ist das absolute Must-have. Die Skimode ist an den 80ern  und 90ern angelehnt: metallische Stoffe, große Drucke. Wir bringen das Discofeeling zurück auf die Piste. 


Pure Authentizität: Sportalm-Chefin Ulli Ehrlich verkörpert mit ihrem positiven Mindset und ihrem schneidigen Familienunternehmen das, was auch Kitzbühel charakterisiert.

 

Was ist das Geheimnis Ihres Erfolgs?

Wir verkörpern genau das, was Kitzbühel ausmacht, nämlich Authentizität. Wir sind ein österreichisches Familienunternehmen, das in Europa hochwertige, sportive Bekleidung herstellt: glamourös, heimat- verbunden, sportlich. Was Kitzbühel beschreibt, trifft auch auf unsere Marke zu. Wir sind lebensfroh, wollen Frauen noch schöner machen und ein gutes Gefühl vermitteln, mit einem Skianzug oder einem Dirndl.  Das sind beides positive Assoziationen, das heißt  wir dürfen Frauen bei ihren schönen Momenten im Leben begleiten.
 

Muss sich die Modebranche immer noch alle sechs Monate neu erfinden?

Ich wünsche mir eine Beruhigung der Fast Fashion, dass die Leute zum Qualitätsbewusstsein und zu alten Werten zurückfinden und Mode kein Wegwerfartikel ist. Mode ist auch Verführung und Ausdruck, ein kreativer Schöpfungsakt. Wenn sich die Zeiten verändern, muss die Mode darauf reagieren. 


Was sind aktuell die Herausforderungen für eine Unternehmerin?

Familienunternehmen haben es da etwas leichter,  weil wir nachhaltig agieren und nicht an kurzfristigen Erfolgen interessiert sind. Wir wachsen in kleinen Schritten. Man kann leichter Krisen bewältigen, weil man sich flexibler bewegen kann. Natürlich muss  man auch durchleuchten, wo man etwas einsparen kann, aber in erster Linie muss man ausloten, wo  sich Chancen auftun


Die Sportalm-Geschäftsführerin will mit ihrer Mode das Discofeeling zurück auf die Piste bringen. 

 

 

Picture Credits: Wilfried Wulff/BW, Getty Images