Long Weekend: Sommer in Salzburg

Salzburgs Schönheit ist ein einzigartiges Gesamtkunstwerk aus Architektur und Landschaft.

© SalzburgerLand Tourismus

Salzburgs Schönheit ist ein einzigartiges Gesamtkunstwerk aus Architektur und Landschaft.

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Die Schönheit der Stadt, die Modell für die perfekte Stadt sein könnte, ist schlicht umwerfend, und weder Schlechtwetter noch Überfüllung nehmen ihr den Zauber. Heuer ist es aber sowieso anders, und man hat freien Blick auf barocke Bauten, versteckte Winkel und besondere Plätze.

Fast könnte man meinen, Salzburg sei der Prototyp einer Weltlandschaft: Gebirge, Ebenen, Fluss, Stadt und Festung verbinden sich zu einer überschaubaren Einheit.

Die Perspektiven der Stadt verweisen auf das Panorama der Landschaft, und geografische Gegebenheiten wie zum Beispiel die Stadtberge bestimmen den Stadtplan. Wasser und Stein sind die zentralen Elemente in Natur und Architektur der barocken Prunkbauten, die dem »Italiener« unter den Baumeistern zu verdanken sind. Italienisch mutet manchmal das Licht-Schatten-Spiel an, italienisch wirken aber oft auch die kleinen Gassen mit ihren alten Geschäften und den neuen Genussorten.

Südliche GenussMomente

Die zentrale Lage an der Handelsstraße zwischen Nord und Süd sowie Reichtum und Anspruch der damaligen Fürsterzbischöfe, machten Salzburg schon sehr früh auch zu einer kulinarischen Hochburg. Und wahrscheinlich ist es diese besondere Verbindung aus jahrhundertealter Kochkunst und mo­derner Kreativität, die der Salzburger Küche zu ihrem guten Ruf verholfen hat. Aber die Stadt hat neben Salzburger Küche von Weltruf und neben der Architektur italienischer Baumeister auch manch entdeckenswerte Orte für südliche Genussmomente.

Vieles in Salzburg dreht sich um einen talentierten »Knaben« namens Mozart. Dieser war nicht nur ein Italienreisender, sondern labte sich wohl auch an den Capezzoli di Venere (Venusbrüstchen), die auch sein (angeblicher) Gegenspieler Antonio Salieri besonders liebte. Sie waren eine süße Verführung, lange vor der berühmten Mozartkugel. Diese ist jedoch, wie die Tische in der Sonne vor der Café-Konditorei »Fürst« am Alten Markt, sehr begehrt und man genießt hier das Original beim Erfinder.

Der Papagenoplatz ist ein verstecktes Juwel in der Altstadt. Auch hier ist Mozart gegenwärtig, den Brunnen ziert eine Statue des Vogelfängers Papageno aus der »Zauberflöte«. Italienische Momente auch im »Fasties« mit Italo-Köstlichkeiten vom Frühstück bis zum Aperitif mit Tramezzini. Um die Ecke lädt »Jakob’s Esskultur«, ein, wo man feine Tapas und mehr genießen kann. An heißen Tagen sitzt man kühl im »Tomaselli-Kiosk« unter alten Bäumen oder schaut zum Sundowner und mehr bei »Azwanger« am Grünmarkt vorbei. Mehr Italianità als an einem frühen Sommerabend am Grünmarkt geht fast nicht mehr. Licht und Schatten bestimmen die barocke Kollegien- oder Universitätskirche, die den Platz dominiert und in den Festspielsommern zu einem Ort besonderer Musikerlebnisse wird.

»Ich habe Salzburg immer geliebt. Diese Gegend hier ist eine der schönsten Ecken Europas.« 
Karl Lagerfeld

Alles Apero!

Wer nicht beim »Sporer« in der Getreidegasse gewesen ist, der war nicht in Salzburg. Sporer Bitter mit Prosecco, Limoncello oder Wermut sind nur einige der »Italiener« im Angebot, die alle nach eigenen Rezepten in Salzburg erzeugt werden.

Salzburg liegt an beiden Ufern der Salzach. Hier sind Sommer, Sonne und Cocktails unter freiem Himmel auf der »Steinterrasse« angesagt, tolles Essen inspiriert von Sternekoch Andreas Senn inklusive. Im Sommer 2020 wird nicht nur die »Steinterrasse« zum mediterranen Hotspot, auch die vielen schönen Gastgärten überall in der Altstadt geben einen südlichen Ton vor: Genuss mit neuen Ideen auf historischen Plätzen. Hungrige finden im »Divinotinto« Tapas und spanische Weine vom Feinsten oder bei »Die Cabreras« feurige mexikanische Besonderheiten.

»Überall Musik!« hört man und den »Kuss der Muse« spürt man im Domquartier mit zwei tollen Ausstellungen, während die Landesausstellung »Großes Welttheater« ins Salzburg Museum lädt. Die Natur hat mit den Stadtbergen Mönchsberg und Kapuzinerberg für eine »Beletage« gesorgt. Man gelangt mit wenigen Schritten ins Salzburger Obergeschoß, und der Blick auf die Dächer, Kuppeln und Türme ist überwältigend. Den Weitblick kulinarisch abrunden kann man im »M32« am Berg oder wieder am Boden, in der »Osteria Cavalli« hinter dem Neutor, wo auch Opernstar Cecilia Bartoli gerne einkehrt, die jedes Jahr zu Pfingsten Italien nach Salzburg bringt.

Neben der barocken Seite hat Salzburg auch überraschende Kunst-Einblicke. Beim Creative Walk kann man vierzehn Kunstwerke des »Walk of Modern Art« und viele außergewöhnliche Sehenswürdigkeiten entdecken. Eine Entdeckung wert sind auch die besonderen Läden der Altstadt. Tischkultur vom Allerschönsten, auch aus dem Süden, findet man bei Stillsegler und bunten Bakelit­schmuck aus Frankreich und mehr bei »Deco Art«.

Illustre (Star-)Gäste, prachtvolle Feste und herrliche Musik gab es einst schon unter den Fürsterzbischöfen, ein Sommer in Salzburg ist aber auch im 21. Jahrhundert noch ein Erlebnis für alle Sinne, vor allem auch für diejenigen, die das Südliche suchen.

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