Long Weekend: Paris – Nicht nur für Verliebte

324 Meter hoch, von 1887 bis 1889 errichtet als Aussichtsturm für die Weltausstellung: Der Eiffelturm ist heute das Wahrzeichen von Paris.

© Shutterstock

324 Meter hoch, von 1887 bis 1889 errichtet als Aussichtsturm für die Weltausstellung: Der Eiffelturm ist heute das Wahrzeichen von Paris. / © Shutterstock

324 Meter hoch, von 1887 bis 1889 errichtet als Aussichtsturm für die Weltausstellung: Der Eiffelturm ist heute das Wahrzeichen von Paris.

© Shutterstock

Freitag

Zwischen edlen Delikatessenläden, deftiger Gourmetküche und schicken Weinbars: eintauchen in das besondere Flair von Paris!

Der erste Tag bietet sich dafür an, das typi­sche Flair der Stadt der Lichter in traditionellen Lokalen zu atmen, beispielsweise zu Mittag in einem Bistro wie dem winzigen »Comptoir du Relais« des Starkochs Yves Camdeborde, in dem sich Essbegeisterte aus aller Welt um die wenigen Tische reißen. Danach empfiehlt sich ein ­Spaziergang durch den nahen Jardin du Luxembourg, einem Musterbeispiel französischer Gartenbaukunst.

Ein Musterbeispiel französischer Gartenbaukunst: Der Jardin du Luxembourg. / © Shutterstock

© Shutterstock

Zu Fuß geht es ­weiter ins Künstlerviertel Montparnasse und zum gleichnamigen ­Wolkenkratzer, von ­dessen Dach aus sich ein herrlicher Blick auf die Stadt und ihre Sehenswürdigkeiten auftut.

Unweit des Turms führt die elegante Bouti­quen-Straße Rue du Cherche-Midi, in der auch die berühmte Bäckerei Poilâne liegt, ­hinunter zum exklu­siven Traditionskaufhaus Bon Marché mit seiner sehenswerten Delikatessenabteilung. 

Auf dem Weg dahin empfiehlt sich ein Abstecher auf ein Gläschen in die stimmige Weinbar »Au Sauvignon«. Danach geht es zurück nach Montparnasse, um zum Abendessen ­das einzigartige Ambiente einer echten ­Brasserie zu genießen, wie zum ­Beispiel in der »La Coupole« mit ihren Hunderten ­Sitz­plätzen und unzähligen Kellnern, ­deren ­perfekt eingespieltes Servier-Ballett ­allein schon einen Besuch wert ist. Als Vorspeise wählt man ein kunstvoll aufgetürmtes Plateau mit Austern und sonstigen Krusten- und Schalentieren und danach – als Kontrast – einen deftigen Klassiker der französischen Brasserie-Küche, wie etwa die berühmte Choucroute garnie, also eine Art Bauernschmaus, oder die gegrillte Kuttelwurst ­Andouillette mit bilderbuchhaften Pommes frites.

Eines der angesagtesten Restaurants der Stadt: Das »La Société«. / Foto: beigestellt
Eines der angesagtesten Restaurants der Stadt: Das »La Société«.

Foto: beigestellt

Samstag

Saisonale Delikatessen auf den Wochen­märkten, Kultur pur im Musée du quai Branly und Shopping im ältesten Viertel der Stadt.

Am nächsten Tag geht es zuerst auf ­einen der zahlreichen Wochenmärkte der Stadt, wo man sich einen Überblick verschafft über die große Vielfalt an saisonalen Lebensmitteln, die ein geografisch und kulturell so vielseitiges Land wie Frankreich zu bieten hat. Besonders eignet sich dafür der Marché Edgar Quinet am gleichnamigen Boulevard (mittwochs und samstags) oder der Bio-Markt am Boulevard Raspail (sonntags).

Danach geht es hinunter an die Seine, wo sich bei Schlechtwetter der Besuch eines Museums empfiehlt, wie zum Beispiel des von Stararchitekt Jean Nouvel gestalteten Musée du quai Branly, das ausschließlich nicht europäische Kunstwerke ausstellt. Weniger bekannt, obwohl absolut sehenswert, ist die Sainte-Chapelle mit ihren einzigartigen gotischen Fensterfronten auf der Ile de la Cité, der größeren der beiden Seine-Inseln.

Im Anschluss führt ein Spaziergang auf die kleinere und verschlafen wirkende Ile Saint-Louis, wo im »Le Sergent Recruteur«, einem der angesagtesten Restaurants der Stadt, ein leichtes und kreatives Mittagsmenü wartet.

Danach geht es hinüber ans andere Seine-Ufer, um im Marais, dem ältesten Viertel von Paris, zu flanieren und zu shoppen. Dort liegt auch die beeindruckende Place des Vosges, ein unvergleichliches Beispiel städtischer ­Architektur aus dem frühen 17. Jahrhundert. Etwas versteckt in einer Ecke des Platzes ­befindet sich das Drei-Sterne-Restaurant »L’Ambroisie«, das zu den klassischen Tempeln der Haute Cuisine zählt, und in dem Bernard Pacaud und sein Sohn Mathieu für den kulinarischen Höhepunkt eines Paris-Aufenthalts sorgen.

»L‘Ambroisie«: Das luxuriöse Interieur ist in klassischem Stil gehalten. / © mauritius images
»L‘Ambroisie«: Das luxuriöse Interieur ist in klassischem Stil gehalten.

© mauritius images

Sonntag

Zwischen Moderne und Geschichte: Nach einer Tour durch die hippen Viertel der Stadt geht’s in ein Spitzenrestaurant, wo bereits Napoleon seinen Stammtisch hatte.

Am dritten Tag geht es zu den trendigsten Orten von Paris, wie zum Beispiel ins 12. Arrondissement rund um den überdachten Marché d’Aligre, wo arabische Fleischer auf elsässische Feinkosthändler und bretonische Fischverkäufer treffen. Im gesamten Viertel wimmelt es nur so von Galerien und Modegeschäften, dementsprechend hipp das Publikum und angesagt die Lokale. Darunter die originelle Fleischerei »Boucherie Les Provinces«, in der man Fleisch sowohl kaufen als auch gegrillt vor Ort konsumieren kann. 

Rund um das Palais Royal eröffneten einst die weltweit ersten Lokale mit der Begriffs­bezeichnung »Restaurant«. / © Shutterstock

© Shutterstock

Oder das »Septime«, das Stammhaus von Bertrand Grébaut, der wenige Meter weiter auch das Fischrestaurant »Clamato« sowie die Weinbar »Septime La Cave« betreibt. Ein weiteres brodelndes Viertel ist jenes um die elegante Place des Victoires, wo sich Designer niedergelassen haben und mehrere Lokale angesiedelt sind, die in die Kategorie Bistronomie fallen, also gehobene Küche im einfachen Rahmen bieten, wie etwa das »Saturne«, das »Frenchie« oder das »yam’Tcha«, die zudem alle gemein haben, dass man lange im Voraus reservieren muss. Wer es klassischer mag, kann eine Runde durch die prachtvollen Gärten des Palais Royal spazieren.

Zu Zeiten der Französischen Revolution eröffneten hier die weltweit ersten Lokale, die unter die Begriffsbezeichnung Restaurant fielen. Ein einziges von ihnen ist noch übrig: das äußerst elegante »Le Grand Véfour«, wo schon Napoleon Bonaparte seinen Stammtisch hatte – und das den Besucher durch seine Lage, durch sein gut erhaltenes Interieur und durch das seit zwei Jahrhunderten gleichbleibend hohe Niveau der Küche daran erinnert, dass Paris Ursprungsort aller gastronomischer Kultur und Hauptstadt des guten Essens ist.

»Le Grand Véfour«: Schon Napoleon dinierte hier. / © mauritius images
»Le Grand Véfour«: Schon Napoleon dinierte hier.

© mauritius images

Aus Falstaff Magazin Nr. 07/2014

Die besten Adressen im Überblick

  • 1
    Musée du quai Branly
    Museum des Stararchitekten Jean Nouvel, Sammlung nicht europäischer Kunst.
    Rue de l'Université, 75007 Paris
    Öffnungszeiten: Di, Mi und So 11–19 Uhr, Do bis Sa 11–21 Uhr
  • 2
    Tour Montparnasse
    Vermutlich der beste Ausblick auf die Stadt der Lichter.
    33, Avenue du Maine, 75015 Paris
    Öffnungszeiten: täglich 9.30–23 Uhr
  • 3
    Sainte-Chapelle
    Die Mutter aller Kapellen, denen sie ihren Namen gab – mit den prachtvollsten Kirchenfenstern der Welt.
    8, Boulevard du Palais,
    Telefon: +33 1 53406080
  • 4
    Le Bon Marché
    Großes Traditionskaufhaus am linken Sein-Ufer mit toller Delikatessenabteilung.
    24, Rue de Sèvres, 75007 Paris
    Öffnungszeiten: Do und Fr 10–21 Uhr, Mo bis Mi und Sa 10–20 Uhr
  • 5
    Poilâne
    Die kleine Bäckerei gilt als eine der besten von Paris.
    Chemin de la Creuse Voie, 91570 Frankreich
  • 6
    Marché Edgar Quinet
    Wochenmarkt am Fuße des Montparnasse-Turms.
    19, Place Fernand Mourlot, 75014 Frankreich
  • 7
    Marché d’Aligre
    Täglich außer montags geöffnete Markthalle.
    Rue d'Aligre, 75012 Paris

Meistgelesen

News

Top 10 französische Restaurants in Hamburg

Fine-Dining mit Michelin-Stern oder authentisches Bistro: Unsere Tipps für einen kulinarischen Abstecher in der Hansestadt.

News

Gewinnspiel: Gesund genießen mit dem neuen WMF Vitalis

Der runde Vitalis ist genau der richtige Partner, wenn es um die vitaminschonende Zubereitung geht, wir verlosen ein Exemplar.

Advertorial
News

ALDI SÜD: Weine im Falstaff-Check

Auch beim Discounter lässt sich so manch guter Tropfen finden: Falstaff hat aktuelle Aldi-Weine verkostet.

News

Falstaff Top 100 - Die besten Weine der Welt

Ein Ranking, das für viel Diskussionsstoff sorgt - Finden Sie hier die Top 10 und diskutieren Sie mit!

News

»Bread&Roses«: Spaß am guten Essen

Volker Drkosch und Michael Noack haben ihr neues Projekt in Düsseldorf gestartet.

News

FOTOS von der Falstaff Big Bottle Party

Großartige Stimmung am Vorabend der ProWein 2017: Großflaschen von über 130 Winzern, coole Musik und die besten Gäste der Weinwelt.

News

»heimlich Treu«: Neuer noch-Geheimtipp in Berlin

In einem Berliner Hinterhof trifft entspannte Atmosphäre auf eine abwechslungsreiche Küche mit Cocktail-Kreationen von Arnd Heissen.

News

Magnums vom Weingut Triebaumer gewinnen!

Auf dem Spitzen-Weingut von Günter und Regina Triebaumer werden die drei Ruster Kernkompetenzen in den Mittelpunk gestellt: Furmint & Gelber...

Advertorial
News

Top Ten Fischrestaurants in Hamburg

Genuss trotz Fastenzeit: Wir haben uns in der Hansestadt nach Fischrestaurants umgesehen.

News

Bonechina – eine Bar-Inszenierung in Frankfurt

Ein Elefant statt einem Bartresen, zwei Gastgeber statt einem Bartender – ein neues Konzept hat in Frankfurt eröffnet.

Aktuelle News-News

Entdecken Sie weitere aktuelle Nachrichten aus der Welt von Falstaff.

MEHR ENTDECKEN