Beschreibung der Region

Die Entwicklung der Toskana zu einer absoluten Top-Region für Rotweine hat wohl keine Landschaft so befruchtet wie die Maremma, jener Landstrich an der Westküste Italiens, der in etwa von Livorno bis hinunter nach Grosseto reicht. Die ehemalige Sumpflandschaft mit der Gefahr von Malaria-Infektionen wurde in den 60er-Jahren zur Keimzelle der toskanischen Weinrevolution. Ausgangspunkt war sicher der Landsitz Tenuta San Guido des Marquese Mario Incisa della Rocchetta, der hier als Erster Weinreben pflanzen ließ, und zwar Cabernet Sauvignon. Als 1968 erstmals sein Sassicaia - benannt nach dem Geröllboden in Bolgheri - veröffentlich wurde, kam dies einem Paukenschlag gleich. Ein Rotwein auf diesem Top-Level, das war neu und aufregend. Seitdem herrscht ein großer Run auf die Weinberge zwischen Livorno und Grosseto. Die nächste Sensation kam mit Ludovico Antinori und seiner Tenuta dell'Ornellaia. Es war die Geburtsstunde der sogenannten "Super-Tuscans", Weine, wie man sie in dieser Qualität nur unter den klassifizierten Bordeaux oder unter den besten Kaliforniern findet. Toskanische Weingüter wie auch Top-Winzer von anderen italienischen Weingütern legten sich hier Weinberge zu, etwa die Winzer-Ikone Angelo Gaja, oder die Trentiner Star-Winzerin Elisabetta Foradori. Heute gibt es mehrere kontrollierte Herkünfte, unter denen die DOC Bolgheri und die DOCG Morellino di Scansano - der hier gebräuchliche Name für den Sangiovese - die bekanntesten sein dürften. Die Sumpflandschaft ist trocken gelegt und verschwunden, die Reben stehen auf Sand- und Geröllböden in einem warmen und trockenen, mitunter auch feuchten, mediterranen Klima. Die Maremma hat einen breiten Rebsortenspiegel, neben den exzellenten Rotweinen werden mittlerweile auch sehr gute Weiß- und Roséweine erzeugt.

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