Beschreibung der Region

Die kleine, gerade einmal ca. 3.100 Hektar große Region am linken Ufer der Rhone nördlich von Avignon, genießt heute einen geradezu legendären Ruf, Kritiker und Liebhaber der „Weine der Päpste“ stellen diese gleichberechtigt neben die ganz großen Weine aus Bordeaux oder Burgund. Dabei blickt die Region auf eine lange Geschichte zurück, denn lange vor den Römern haben bereits Griechen hier Wein angebaut. Eine erste Blütezeit erlebt die Region, als die Päpste im 14.Jahrhundert ihren Sitz in das Exil in Avignon verlegen mussten, dafür aber auch den Weinbau an diesem Flecken der Rhone maßgeblich förderten. Den Namen „Chatauneuf-du-Pape“ erhielt die Region aber erst im Verlauf des 19. Jahrhundert. Dafür bekam die Region als eine der ersten in den 30er Jahren den Status eines kontrollierten Ursprungs, veliehen, die AOC. Chateauneuf-du-Pape verfügt über ein einzigartiges Terroir, das sich in mancherlei Hinsicht von anderen Terroirs an der Rhone unterschiedet. Der Boden besteht aus einer dicken Schicht aus Kies, die je nach Ort und Lage in unterschiedlichen Zusammensetzungen von Kalk, Mergel oder Sand durchsetzt ist. An der Oberfläche liegen die berühmten „Galets“, große Kieselsteine, die tagsüber die Wärme speichern und diese im Verlauf der Nacht wieder an die Reben abgeben. Aber ohnehin ist das Klima mit ca. 2.800 Sonnenstunden warm und trocken, der Boden zudem so karg, dass die Reben tief wurzeln müssen um an das lebensnotwenige Wasser zu gelangen. Diese Reben weisen aber z.T. ein Alter von bis zu 100 Jahren auf. 13 Rebsorten sind für die Erzeugung von Chateauneuf-du-Pape zugelassen, neben den in Südfrankreich häufig anzutreffenden Sorten, Syrah, Grenache, Cinsaut oder Mourvèdre auch eher unbekannte, autochthone Sorten wie Counoise, Terret Noir oder Muscardin. Mit 35 Hektoliter/Hektar liegen die Erträge sehr niedrig, nicht reglementiert ist aber, in welcher Komposition dieses Rebsorten zum Einsatz kommen, So gibt es reinsortige Weine, etwa ausschließlich aus Grenache bis hin zu einer Cuvée aus sämtlichen zugelassenen Sorten. In geringem Umfang wird auch ein weißer Chateauneuf-du-Pape aus Rebsorten wie Grenache Blanc, Clairette oder Bourboulenc erzeugt, die zu den faszinierendsten Weißweinen Frankreichs zählen können. Durch hohe Bewertungen seitens namhafter Kritiker ist die Region zu Begin des 21. Jahrhunderts aus dem Dornröschenschlaf erwacht, die Weine zählen neben Bordeaux oder Burgunder Weinen zu den gesuchtesten und begehrtesten Frankreichs.

 

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