Beschreibung

Vor noch gut 20 bis 25 Jahren beklagten spanische Weinmacher, dass es über weite Strecken kaum möglich sei, in Spanien moderne frische Weißweine zu erzeugen. Dann betrat der Verdejo aus Rueda die Bühne, knackig frisch, zupackend in der Frucht, rassig und pikant. Dabei gibt es den Verdejo in Rueda, einer Weinbauregion auf dem Hochplateau von Kastilien und León schon lange, nur wurden aus ihm früher, bedingt durch das warme Klima, süße Weine erzeugt. Erst Marques de Riscal aus der Region Rioja bewies in den Siebzigerjahren, dass man bei entsprechendem Anbau und Rebschnitt sowie modernen Maßnahmen wie Nachternte und kühler Vergärung im Stahltank satte, fruchtige, trockene Weine erzeugen kann. Der Verdejo ist eine in Rueda alteingesessene Rebsorte und verwandt mit dem in Galicien angebauten Godello. Die Blüte erfolgt relativ früh mit einer anschließenden eher kurzen Reifezeit. Für das warme, trockene Klima ist sie wie geschaffen, hingegen ist sie anfällig für Echten Mehltau. Bei qualitativ hochwertigem Anbau sowie gewissenhaftem modernem Ausbau im Keller bringt sie neben reichlich Frucht und Frische auch eine schöne Komplexität in den Duft, die sich in einer Cuvée mit Sauvignon Blanc eventuell sogar noch steigern lässt. Vereinzelt wird mit dem Ausbau in kleinen Eichenfässern experimentiert.

Geschmack

fruchtbetont, Stachelbeere, grüne Äpfel, Pfirsich

FACTS

Terroir
Ton
Reife
kurze bis mittellange Reifeperiode
Reifepotential
jung trinken, 1–4 Jahre
Preis
6 bis 12 €
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