Beschreibung

Der Nobling gehört zu den deutschen Neuzüchtungen des 20. Jahrhunderts, unter anderem mit der Zielsetzung, Rebsorten zu kreieren, die den kühlen und feuchten Bedingungen in Deutschland besser Rechnung tragen. Allerdings stellt der Nobling durchaus Ansprüche an Klima und Boden, weshalb er vor allem im Markgräflerland in Baden zu finden ist. Der Nobling ist das Ergebnis der Kreuzung aus Silvaner und Chasselas aus dem Jahr 1940 unter der Regie von Johannes Zimmermann. Ihre endgültige Registrierung erfuhr die Sorte 1971. Nobling hat eine mittellange Reifeperiode, treibt eher später aus und reift relativ früh. Daher läuft die Sorte nur selten Gefahr, in die berüchtigten Frühjahrsfröste oder in kalte, nasse Herbstwitterung zu geraten. Sie ist dabei relativ widerstandsfähig, zeigt aber eine gewisse Anfälligkeit für die Sauerfäule. Auf guten Standorten bringt sie einen sicheren Ertrag mit hohem Mostgewicht und einer bemerkenswerten Säure. Früher wurde Nobling daher auch gerne zur Erzeugung von Schaumweinen herangezogen, wegen der nur noch kleinen vorhandenen Rebflächen – gerade einmal 64 Hektar stehen noch im Ertrag – lohnt sich diese aber nicht mehr. Die Weine des Nobling fallen bei einem dezenten Aroma von Pfirsichen und Aprikosen/Marillen eher neutral aus und stellen keine langlebigen Weine mit Entwicklungs- und Reifepotenzial dar. Außerhalb von Baden gibt es noch eine ein Hektar große Parzelle in der Schweiz.

Geschmack

dezent fruchtig, Pfirsich, Aprikose/Marille, leicht bis mittelgewichtig

FACTS

Terroir
Löss, Lehm, Vulkangestein
Reife
mittellange Reifeperiode
Reifepotential
jung trinken, 1–4 Jahre
Preis
5 bis 7 €
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