Beschreibung

Der kurios anmutende Name Len de L’El geht auf die alte okzidentalische Übersetzung der Redewendung „weit weg vom Auge“ zurück, womit jedoch nicht das menschliche Auge gemeint war. Vielmehr werden die Triebe so lang, dass die Traube weit weg vom Ausgangspunkt des Triebs, dem Auge, reift. Die Sorte ist in Südwestfrankreich weitverbreitet und zählt in der Region Gaillac zu den Hauptrebsorten. Für trockene Weine wird sie mit anderen Sorten verschnitten, etwa mit dem ebenfalls in Südwestfrankreich verbreiteten Mauzac oder sogar mit dem Sauvignon Blanc. Die dünne Beerenhaut lässt aber auch den Befall des Edelschimmels Botrytis cinerea zu, sodass aus dem Lan de L’El auch gute edelsüße Weine entstehen können, in diesem Fall dann meist reinsortig. Die dünne Schale macht die Sorte aber auch anfällig für Fäulnis und für den Befall von Milben. Bei hohen Erträgen leidet sie unter Kaliummangel, was zu einer Austrocknung und Braunfärbung der Blätter führt. Außerhalb ihrer angestammten Regionen in Südwestfrankreich kommt der Len de L’El nicht vor.

Geschmack

reifer roter Apfel, Pfirsich, Aprikose/Marille, Limette, mittelgewichtig, lebhaft frisch

FACTS

Reife
kurze bis mittellange Reifeperiode
Reifepotential
jung trinken 1–3 Jahre
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