Beschreibung

Der Elbling gilt neben dem Räuschling und dem Silvaner als eine der ältesten Rebsorten Deutschlands. Es ist nicht ganz geklärt, woher der Name kommt: Lässt er sich nun vom lateinischen „alba“ ableiten, das wiederum gleichzeitig ein Synonym für den Fluss Elbe ist, oder vom lateinischen „helvus", das mit „gelb“ übersetzt werden würde? Kurioserweise wird die Sorte aber erstmals in der Schweiz Ende des 13. Jahrhunderts unter dem Namen „Hofrodel“ erwähnt. Urkundlich taucht der Elbling erst 1483 unter dem Namen „Aelbinen“ in Deutschland auf. Das ließe darauf schließen, dass der Elbling möglicherweise mit den Römern im 4. Jahrhundert über die Alpen nach Deutschland kam. Der Elbling reift realtiv früh bei guten Erträgen, ist aber leider für den Echten und Falschen Mehltau ebenso anfällig wie für den Befall von Sauerfäule, zudem ist er empflindlich gegen Trockenstress. Sein Wein ist relativ neutral, dabei aber pikant und rassig und von markanter Säure geprägt. Das macht ihn vor allen Dingen für die Erzeugung von Schaumweinen interessant. Nach vielen Jahren des Rückgangs findet man den Elbling vor allem wieder an der Obermosel und in Luxemburg, insbesondere dort, wo der Riesling Probleme mit der Vollreife bekommen würde. Auch in der Schweiz existieren einige Elbling-Weinberge.

Geschmack

neutral, verhalten, Zitrus, Apfel, Birne, Haselnuss, rassig, pikant

FACTS

Terroir
Schiefer, Granit
Reife
kurze bis mittellange Reifeperiode
Reifepotential
jung trinken, 1–3 Jahre
Preis
6 bis 15 €
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