Falstaff WeinTrophy 2018: Das sind die Gewinner

Zum achten Mal verlieh Falstaff Deutschland Preise an herausragende Weinpersönlichkeiten: Für sein Lebenswerk wurde Helmut Dönnhoff geehrt, Sebastian Fürst ist Winzer des Jahres.

Die Gewinner 2018. Oben (v.l.n.r.): Helmut Dönnhoff (Lebenswerk), Kilian und Angelina Franzen (Newcomer), Michel Fouquet (Sommelier). Unten (v.l.n.r.): Falstaff Herausgeberin Ursula Haslauer mit den Gewinnern Rainer Schnaitmann (Lieblingswein), Sebastain Fürst (Winzer), Wilhelm Weil (Weinbotschafter) und Herausgeber und Wein-Chefredakteur Ulrich Sautter.

© Falstaff/Alois Müller

Essen, 23. Februar 2018 Essens Schlosshotel Hugenpoet hatte sich wie schon in den Jahren zuvor herausgeputzt, um einen glänzenden Rahmen für Falstaffs »Wein-Oscar« zu schaffen. Gegen 19 Uhr stieg die Spannung unter den 150 geladenen Gästen, als es zur Siegerehrung ging. Begleitet von Bravo-Rufen brandete Applaus für die Namen der Sieger auf – doch auch die Nominierten, die ohne Auszeichnung blieben, wurden – zu Recht – frenetisch gefeiert.

Die Publikums-Trophy

Wie in den Vorjahren hatte eine hochkarätige Jury in geheimer, notariell beaufsichtigter Wahl über den Sommelier, den Newcomer und den Winzer des Jahres abgestimmt. Doch auch die Falstaff-Leser das Wort: Sie wählten den 2016er Weißburgunder »Steinwiege« aus dem Keller von Rainer Schnaitmann (Fellbach) zum »Lieblingswein« des Jahres. Damit ging der Preis zum zweiten Mal in Folge an ein Weingut aus Württemberg.

Als Newcomer des Jahres wurden Angelina und Kilian Franzen vom Weingut Franzen aus Bremm an der Mosel ausgezeichnet. Den Titel »Sommelier des Jahres« durfte Michel Fouquet entgegennehmen, der in Johannisberg im Rheingau im Restaurant der Burg Schwarzenstein an der Seite von Nils Henkel tätig ist. Der Titel »Winzer des Jahres« ging nach Franken: Mit Sebastian Fürst wurde ein Winzer geehrt, der das extrem hohe Qualitätsniveau seines Vaters Paul nicht nur halten, sondern sogar mit eigenen Akzenten steigern konnte. Als »Weinbotschafter« – ein Titel übrigens, den Falstaff nur in unregelmäßigen Abständen verleiht – wurde Wilhelm Weil aus Kiedrich im Rheingau geehrt: nicht zuletzt, weil Weil unaufhörlich für den Rheingauer und den deutschen Wein wirbt – und das im In- und Ausland.

Höhepunkt des Reigens an Auszeichnungen schließlich war die WeinTrophy für ein Lebenswerk: Helmut Dönnhoff aus Oberhausen an der Nahe war sichtlich gerührt, als er der Laudatio seines badischen
Kollegen und Freundes Joachim Heger lauschte.

Nominees Dinner

Beim anschließenden »Nominees Dinner« durfte, neben einer Auswahl von feinen Weinen der nominierten Weingüter, freilich auch das passende Wasser nicht fehlen. »Gerolsteiner engagiert sich bereits seit vielen Jahren für die Weinkultur und die Information zum Zusammenspiel von Mineralwasser und Wein. Daher sind wir Mitinitiator der Falstaff Wein Trophy und unterstützen diese Initiative zur Förderung höchster deutscher Weinkultur bereits seit ihren Anfängen«, so Markus Macioszek, Marketingleiter der Gerolsteiner Brunnen GmbH & Co. KG.

Die Falstaff-Redaktion nominierte pro Kategorie jeweils drei Kandidaten. Bundesweit wurde eine Experten-Jury eingeladen, in geheimer Wahl jeweils einen Sieger zu ermitteln. Die fachkundigen Juroren sendeten ihre Stimmzettel an einen Notar. Dieser ermittelte aus den Nominierten die Sieger der Trophy:

Newcomer des Jahres: Angelina und Kilian Franzen

Nach dem Unfalltod des Vaters mussten Kilian Franzen und seine Ehefrau Angelina abrupt die Verantwortung auf dem Bremmer Familienbetrieb übernehmen. Schon nach wenigen Jahren haben sie dabei eine stilsichere Handschrift gefunden: Aus dem atemberaubend steilen Südhang der Lage Calmont holen sie Riesling mit entsprechendem Druck und mit Wärme – doch zugleich schafft es das junge Paar, die mineralische Eleganz der Sorte Riesling zu wahren.

Sommelier des Jahres: Michel Fouquet, »Restaurant Burg Schwarzenstein«, Johannisberg

In Bordeaux geboren, kam Michel Fouquet im Lauf seiner Ausbildung zum Sommelier durch zahlreiche besternte Häuser: er arbeitete an der Côte d’Azur, in England, Irland und Österreich, ehe er schließlich vor zehn Jahren im Rheingau sesshaft wurde. Fouquet gehört nicht zu den »jungen Wilden« unter den Sommeliers. Der 42-Jährige, der sich selbst als eher introvertiert beschreibt, hat die Gabe zuzuhören – und dann mit seinen Weinempfehlungen ins Schwarze zu treffen.

Winzer des Jahres: Sebastian Fürst, Franken

Einen Familienbetrieb zu übernehmen, den der Vater bereits zu allerhöchsten Weihen geführt hat – das ist keine leichte Aufgabe. Sebastian Fürst meistert sie souverän. Während seiner Aufenthalte in Burgund holte sich Fürst Anregungen, um hier und da noch an Stellschrauben zu drehen – hin zu noch mehr Fokus und Präzision. Zugleich führt er den Stil fort, den bereits Paul Fürst gepflegt hatte: klassisch, ungekünstelt, auf Lagerfähigkeit zielend. Und das im Verbund mit höchstem Trinkgenuss.

Weinbotschafter: Wilhelm Weil, Rheingau

Würde man in USA, in Asien, in Skandinavien nach dem bekanntesten Winzer Deutschlands fragen, Wilhelm Weil würde ohne Frage die Liste anführen. Obwohl sein Weingut ohnehin einen Ruf wie Donnerhall besitzt, ist Weil rastlos unterwegs, um bei Verkostungen und Weinmenüs den Wert der Kiedricher Lagen zu veranschaulichen. Dabei wirbt Weil immer zugleich auch für den Rheingauer und deutschen Wein im Allgemeinen. Wer sich nicht zu schade ist, Abend für Abend die einfachsten Informationen zu vermitteln, obwohl er zugleich die komplexesten und anspruchsvollsten Weine erzeugt – der hat es wahrlich verdient, als Weinbotschafter ausgezeichnet zu werden.

Lebenswerk: Helmut Dönnhoff, Nahe

Helmut Dönnhoff hat während der vergangenen 30 Jahre den Umbruch im Weinbau der mittleren Nahe geprägt wie kein zweiter: Als sich die vormals großen Namen der Region nach und nach der hohen Kosten wegen aus den Steillagen zurückzogen, sprang Dönnhoff in die Bresche. Hermannshöhle, Dellchen, Felsenberg: Mit seinen Lagen- Rieslingen schuf Dönnhoff Wein-Monumente, die weltweit höchste Wertschätzung genießen. Zugleich leistete er seiner Heimatregion den größten Dienst, den man sich vorstellen kann: indem er ihre Wertschätzung gemehrt und dabei den Fortbestand historischer Weinbergslagen gesichert hat.

Über den Falstaff Verlag

Genuss, Wein, Essen und Reisen: Falstaff ist DAS High-End Magazin für kulinarischen Lifestyle und Marktführer im deutschsprachigen Raum. Mit individuellen Länderausgaben für Deutschland, Österreich und die Schweiz, renommierten Wein-, Bar- und Restaurant-Guides sowie einem breit gefächerten Digital-Angebot bietet Falstaff hochwertigen Content rund um Wein- und Gourmet-Themen. In Deutschland erscheint Falstaff mit einer IVW-geprüften Auflage von mehr als 68.000 Exemplaren, die Website www.falstaff.de erzielt monatlich rund 186.000 Visits und mehr als 570.000 Page Impressions.

Für weitere Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

Kontakt bei Rückfragen:

Falstaff

Herausgeberin und Geschäftsführerin Ursula Haslauer

E-Mail: ursula.haslauer@falstaff.de

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Fotos der Sieger können HIER heruntergeladen werden. Die Fotos sind bei redaktioneller Nutzung bei Verwendung des © Falstaff/Alois Müller honorarfrei verwendbar, Downloadlink gültig bis 3. März 2018.

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Ehemalige Preisträger

Preisträger Falstaff WEIN TROPHY 2017

Lebenswerk: Domänenrat Karl-Heinz Rebitzer
Winzer des Jahres: Konrad Salwey, Baden
Newcomer des Jahres: Matthias und Hansjörg Aldinger, Württemberg
Sommelier des Jahres: Oliver Donnecker, »Restaurant Heimat«, Frankfurt

Preisträger Falstaff WEIN TROPHY 2016

Lebenswerk: Peter Jakob Kühn

Winzerin des Jahres: Theresa Breuer, Rheingau
Newcomerin des Jahres: Victoria Lergenmüller, Weingut Sankt Annaberg, Pfalz
Sommelière des Jahres: Nina Mann, »Zirbelstube« Stuttgart

Preisträger Falstaff WEIN TROPHY 2015

Lebenswerk: Dr. Heinrich Wirsching

Winzerin des Jahres: Carolin Spanier-Gillot, Rheinhessen
Newcomer des Jahres: Tobias Knewitz, Rheinhessen
Sommelier des Jahres: Michael Noack, »Restaurant Victorian«, Düsseldorf

Preisträger Falstaff WEIN TROPHY 2014

Lebenswerk: Michael Graf Adelmann

Winzer des Jahres: Markus Molitor, Mosel

Newcomer des Jahres: Josten & Klein, Ahr/Mittelrhein

Sommelier des Jahres: Peter H. Müller, »Gourmetrestaurant Lerbach – Nils Henkel«, Bergisch-Gladbach

Preisträger Falstaff WEIN TROPHY 2013


Lebenswerk: Fritz Keller, »Weingut Franz Keller - Schwarzer Adler«, Oberbergen am Kaiserstuhl

Winzer des Jahres: Hansjörg Rebholz, Weingut Ökonomierat Rebholz, Pfalz

Newcomer des Jahres: Eva Fricke, Weingut Eva Fricke in Kiedrich/Rheingau

Sommelier des Jahres: Jens Pietzonka vom Restaurant »bean & beluga«, Dresden

Preisträger Falstaff WEIN TROPHY 2012


Lebenswerk: Dr. Manfred Prüm, Weingut J.J. Prüm, Mosel

Winzer des Jahres: Roman Niewodniczanski, Weingut Van Volxem, Saar
Newcomer des Jahres: Christian Stahl, Winzerhof Stahl, Franken

Sommelier des Jahres: Sebastian Bordthäuser, Steinheuers Restaurant »Zur Alten Post«, Bad Neuenahr

Preisträger Falstaff WEIN TROPHY 2011


Lebenswerk: Werner Näkel, Weingut Meyer-Näkel, Ahr

Winzer des Jahres: Horst Sauer, Weingut Horst Sauer, Franken

Newcomer des Jahres: Stefan Attmann, Weingut von Winning, Pfalz

Sommelier des Jahres: Billy Wagner, Weinbar Rutz, Berlin

Die Falstaff Wein Trophy wird unterstützt von: