Willkommen, Brunello! 2013 und 2014 im Test.

Das mittelalterliche Städtchen Montalcino.

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Das mittelalterliche Städtchen Montalcino.

Das mittelalterliche Städtchen Montalcino.

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Zwei ungleiche Brüder

Für ein paar Tage wird das sonst eher verschlafene Städtchen Montalcino in der südlichen Toskana zur Weinhochburg Italiens. Dieses Jahr gab es mit dem schwierigen Jahrgang 2014 und den Riserva Weinen aus 2013 zwei sehr gegensätzliche Jahrgänge zu verkosten. Der Respekt gebührt allen Produzenten, die entschieden hatten den 2014er in die Flasche zu bringen. Der Jahrgang war äußerst herausfordernd: viel Niederschlag, sehr verregnet, oftmals Fäule. Drei von fünf Sternen gab es dafür vom Konsortium, so wenige wie seit 2002 nicht mehr. Was aber überraschte war nicht die Schwierigkeit des Jahrgangs, sondern die trotzdem gleichbleibenden hohen Weinpreise. Ob den der Brunello 2014 wert ist? Montalcinos Winzer sind davon überzeugt.

Langsam blickt man nun auch auf das Modell der Lagenklassifizierung, sucht erste Vergleiche im Barolo oder Burgund. Doch der Weg ist länger als gedacht, da Montalcino als Weinbaugebiet noch nicht so lange etabliert ist. Man denke, dass bevor Castello Banfi 1978 nach Montalcino kam es hier außer Biondi Santi sonst nicht viele Produzenten gab. Von da an ging es zahlenmäßig nur mehr bergauf – Brunello Skandal ausgenommen. Wohin die Reise geht und ob auch die Preise weiter steigen wird sich zeigen. Dies ist anzunehmen, da mit den kommenden Jahrgängen 2015 und 2016 wieder zwei fünf Sterne Jahrgänge in die Flasche gefüllt werden. Einige Produzenten haben 2014 gänzlich auf die Brunello-Produktion verzichtet wie Poggio Antico, Salvioni, Le Ragnaie, Pieve Santa Restituta oder Col di Lamo. Herausgekommen sind (mehr als) anständige Rosso di Montalcino. Beim Brunello ist die Situation nicht allzu rosig. Welche Brunello-Produzenten 2014 trotzdem die Kurve gekratzt haben, lesen Sie in unserem großen Brunello Tasting.

Zum TASTING

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