Was Sie beim Einkauf von Rioja wissen sollten

Am Fuße der Pyrenäen liegt die Provinz Rioja 

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Weinbau in der Rioja

Am Fuße der Pyrenäen liegt die Provinz Rioja 

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Nur 5.000 Quadratkilometer groß ist die Provinz „La Rioja am Fuße der Pyrenäen, doch nichtsdestotrotz wird hier Wein von Weltgeltung produziert. Der Boden ist karg – der Wein muss diesem Boden gewissermaßen abgerungen werden –, das Klima ist kontinental: Im Winter kalt, im Sommer spürt man den Einfluss des nahen Atlantiks. Die Tradition des Weinmachens geht auf Weinmacher als Bordeaux zurück, die einst in der Rioja von der Reblaus noch unberührte Weinstöcke vorfanden. Wir haben uns in das Wesen des Tempranillos vertieft und vier Fakten zutage gefördert, die wir Ihnen nicht vorenthalten wollen.

  • Hauptrebsorte für die meisten Rioja-Weine
  • Hervorragend sortierter Handel
  • Profunde Expertise
  • Entscheidende Lagerungszeit

Hauptrebsorte für Rioja

Tempranillo ist zweifellos die Hauptrebsorte für den berühmten Rioja. Beigegeben werden meist kleine Teile Mazuelo, Garnacha oder Graziano. In Summe sind es sieben Rebsorten, die für die Erzeugung von Rioja-Weinen zugelassen sind. Vier Sorten für Rotwein und drei Sorten für Weißwein. Der Verschnitt der zugelassenen Sorten verleiht den Weinen ihre Komplexität, Kraft, Substanz und Farbe.

Handel gut sortiert

Etwa 19.000 Winzer bewirtschaften in der Rioja eine Rebfläche von ca. 63.000 Hektar. Viele dieser Winzer sind jedoch reine Produzenten, die ihre Trauben an die großen Bodegas der Region abgeben. Diese wiederum finden im DACH-Raum einen guten Absatzmarkt vor – die komplexen, dichten Riojas sind bei Weinliebhabern äußerst beliebt, weshalb die Bodegas mit den großen Handelshäusern beste Beziehungen pflegen. Eines davon ist Carl Tesdorpf.

Profunde Expertise

Hier hat man sich über Jahrhunderte eine profude Expertise im Einkauf der besten Rioja-Weine aufgebaut. Als einer der letzten Weingroßhändler Europas kauft man immer noch große Mengen direkt vom Erzeuger ein, was Vorteile hinsichtlich des Preisleistungsverhältnisses bringt, die Tesdorpf gerne an den Konsumenten weitergibt. Ein gutes Beispiel dafür ist etwa der Tondonia Rioja Reserva: Der mit 95 Tesdorpf-Punkten und ebenfalls 95 Parker-Punkten bestens bewertete Tempranillo ist ein Reserva aus dem Hause Lopez de Heredia – und damit einer der bemerkenswertesten Weine der Welt. Bemerkenswert deshalb, weil die Weine von Lopez de Hereida als so klassisch gelten, dass sie schon wieder zeitlos sind.

Entscheidende Lagerungszeit

Wenngleich „Tempranillo“ in der Übersetzung etwa „die kleine Frühe“ bedeutet – weil die Sorte früh reift –, verleihen erst der Ausbau und die Lagerung des Weines im Holzfass dem Rioja seine charakteristischen Noten. Die Rebsorte besitzt von Haus aus nicht allzuviel Säure, in der Jugend sind jedoch die Tannine mitunter sehr präsent, weshalb sie erst durch die Fasslagerung ihre weiche Samtigkeit erlangen. So ist denn auch die Lagerung das Besondere an den Rioja-Weinen; je nach Qualitätsstufe (von der Crianza bis zur Gran Reserva) lassen die Bodegas ihre Weine entweder in kleinen Eichenfässern oder in der Flasche unterschiedlich lang reifen