»Vite Talin«: Wein aus mutiertem Rebstock

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Vite Talin

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http://www.falstaff.de/nd/vite-talin-wein-aus-mutiertem-rebstock-1/ »Vite Talin«: Wein aus mutiertem Rebstock Nach einem Vierteljahrhundert des Experimentierens präsentiert »Sandrone« seinen dritten Barolo »Vite Talin«. Dahinter steht die Geschichte eines ungewöhnlichen Rebstocks. http://www.falstaff.de/fileadmin/_processed_/3/b/csm_vite-talin-c-pr_-shutterstock-2640_d11c6c77b5.jpg

25 Jahre voller Experimente, Tests und Bewertungen hat es gebraucht, um den Wein nach den Vorstellungen Lucianos zu entwickeln. Nach sechs Jahren Reifung wird 2019 nun die erste Flasche des »2013 Barolo Vite Talin« auf den Markt gebracht. Der Wein ist limitiert und hat seinen Preis – auf der Website eines deutschen Weinhändlers wird er für € 400,– angeboten.

Ein »kranker« Rebstock

Die Geschichte des »Vite Talin« reicht bis 1987 zurück, als der junge Weinmacher Luciano Sandrone eine sonderbare Rebe im Weingarten entdeckte. Die Pflanze hatte ungewöhnlich kleine Trauben mit tiefblauer Farbe, dicke Blätter und versprach wenig Ertrag. Doch anstatt sie zu entfernen, begann Luciano mit der Rebe zu experimentieren – mit Erfolg. Der entstandene Wein zeichnete sich durch gute Farbe, exzellente Tannine und ausgewogenen Alkoholgehalt aus.

Eine DNA-Analyse ergab 2017, dass es sich bei dem Wein um eine Mutation der anspruchsvollen Rebsorte Nebbiolo handelt. »Dieser Wein drückt das Ergebnis eines Weges aus, der beschützt und schätzt, was Mutter Natur uns gegeben hat«, sagt Ampelographin Anna Schneider, mit der Luciano eine Kooperation startete. Zu Ehren des alten Farmers, der Luciano damals den Weinberg anvertraute, trägt der Wein heute seinen Spitznamen »Talin«.

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    12060 Barolo (CN), Piemont, Italien
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