VDP.Events: Es ist Zeit für 2017

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http://www.falstaff.de/nd/vdpevents-es-ist-zeit-fuer-2017/ VDP.Events: Es ist Zeit für 2017 Wir verraten, wo und wann der neue Jahrgang verkostet werden kann und was VDP.Winzer und Experten über 2017 sagen. http://www.falstaff.de/fileadmin/_processed_/8/c/csm_VDP-Jahrgang-2017-Wein-einschenken-beigestellt-2640_5e189d9064.jpg

Wenn die Sprache auf den 2017er Jahrgang kommt, raunen sich Winzer bereits Vergleiche mit erstklassigen Jahrgängen zu: 2001 und 2004 kommen ins Spiel. Die »reife und durchdringende Noblesse« des Einsers in Kombination mit der »eleganten Rasse und dem Extrakt« des Vierers – so könnte sich der 2017er entwickeln, prognostiziert beispielsweise Klaus Peter Keller vom VDP.Weingut Keller in Rheinhessen. Auch der elegante 2010 wird bei den Roten als Maßstab herangezogen. Man kann heraushören: Vom 2017er kann wohl Großes erwartet werden! Fast vergessen die Strapazen des zurückliegenden Weinjahres. In den kommenden Wochen können sich Weinexperten, Weinliebhaber und Neugierige bei vielen VDP.Jahrgangspräsentationen der Regionen und Weingüter wie auch der größten Fachmesse für deutsche Spitzenweine, der VDP.Weinbörse am 29. und 30. April in Mainz, ihr eigenes Bild der Weine machen (alle Termine des VDP.Weinjahrs am Ende des Textes).

Insgesamt sind die meisten VDP.Winzer sehr zufrieden mit dem, was sie in den kommenden Wochen bei ihren Frühjahrsproben, Jahrgangspräsentationen und der VDP.Weinbörse den heimischen und internationalen Weinliebhabern und -experten zeigen dürfen. »Es liegen ausgezeichnete Weine in unseren Kellern mit feiner Säure und guter Struktur«, sagt Steffen Christmann, Präsident des Verbandes Deutscher Prädikatsweingüter und Winzer im Pfälzer VDP.Weingut A. Christmann. »An der Nahe brachte der Jahrgang 2017 feine, charmante Weine. Deutlich zugänglicher und feinfruchtiger als die 2016er. Frischer und animierender als die 2015er. Wir sind hoch zufrieden«, beschreibt Winzer und VDP.Nahe-Vorsitzender Frank Schönleber vom VDP.Weingut Emrich-Schönleber die Weine in seiner Region. Richard Grosche vom VDP.Weingut Reichsrat von Buhl ergänzt: »Ich bin super glücklich mit der Qualität, die Säure ist fantastisch, ich liebe solche Jahrgänge. Nicht während der Weinlese, aber danach.« »Unser Beruf lebt ja von Herausforderungen«, fasst VDP.Winzer Rudolf May vom gleichnamigen Weingut in Franken zusammen. »Es war ein kompliziertes Jahr.« Die Menge der Trauben sei am Schluss sehr klein gewesen, jedoch mit enormer Intensität. »Wir sind sehr zufrieden mit dem Jahrgang 2017«, so May.

Turbulentes Weinjahr

Das Weinjahr 2017 hat viele Winzernerven gekostet: Der frühe Austrieb in einem warmen, frühen Frühjahr wurde vielerorts durch starke Spätfröste bestraft. Blüte und Reifephase gestalteten sich zunächst trocken, später dann aber auch mancherorts eher nass – alles bei hohen Durchschnittstemperaturen. Hagel und Starkregen machten den Winzern im August besonders im Rheingau und in Rheinhessen zu Schaffen. In allen Regionen wurde früh und schnell gelesen, zumal die Reifegrade in unterschiedlichen Weinbergen in diesem Jahr sehr einheitlich waren. Es mussten also Trauben aus vielen Lagen gleichzeitig geerntet werden. Manche Weingüter beendeten ihre Lese bereits Ende September – ein historisch früher Zeitpunkt.

Das Positive vom Negativen

Wie zwischen all diesen Extremen ein voraussichtlich erstklassiger Jahrgang entstanden ist? Das hat viele Faktoren. Hier einige Beispiele, welche – fast schon positiven – Auswirkung die Wetterlaunen auf den Jahrgang hatten.

  • Turboreife
    Durchschnittlich liegen zwischen Blüte und Traubenlese hundert Tage. 2017 waren es nur 81 bis 88. »Die anhaltenden Niederschläge während des Sommers verbunden mit hochsommerlichen Temperaturen waren die Triebkraft dieser Turboreife«, sagt Robert Haller, Vorsitzender des VDP.Franken und Betriebsleiter im VDP.Weingut Bürgerspital zum hl. Geist in Würzburg.

  • Hagel
    Hagel ist zerstörerisch, beschädigt Reben und Trauben oder lässt sie sogar platzen und bietet damit eine Angriffsfläche für Pilzinfektionen. Wenn das angegriffene Rebgut entfernt ist, um Krankheiten zu verhindern, kommt das einer – natürlichen – Ertragsreduzierung gleich. »Von der schweren Last befreit sind die Reben so richtig durchgestartet und haben umso mehr wertvolle Inhalts- und Aromastoffe in den verbliebenen, gesunden Trauben eingelagert«, berichtet VDP.Winzer Klaus Peter Keller.

  • Frost
    Durch den Spätfrost am 20. April 2017, der Triebe und Knospen teilweise erfrieren lies, verlief die Entwicklung der Trauben mancherorts nicht einheitlich. »Die Trauben waren unglaublich unterschiedlich. Teils gab es innerhalb einer Traube drei verschiedene Reifezustände von 75 bis über 89° Oechsle. Durch die unterschiedliche Reifestruktur innerhalb der Traube erfüllt sich ein attraktives Paradoxon: Viel Säure bei hohen Mostgewichten. Es wird im gehobenen Segment eine breite Palette geben. Von mineralisch-trockenen Grand Crus bis zu hochgradigen Botrytis-Auslesen«, sagt Florian Lauer vom VDP.Weingut Peter Lauer an der Saar.

Startschuss für den neuen Jahrgang

Niedrige Erträge waren allenorts ein Seiteneffekt des Wankelwetters. In manchen Weingärten lagen die gelesenen Mengen um die 20 Hektoliter je Hektar oder noch darunter. Manche Winzer berichten von Durchschnittsmengen im Betrieb von 50 bis 60 Hektolitern je Hektar und noch darunter – im Vergleich: Die Erntemenge für die VDP.Topqualitäten – den Weinen aus VDP.GROSSEN LAGEN® liegt bei 50 Hektolitern je Hektar.

Für Weinliebhaber und -experten beginnt nun die spannende Zeit der Entdeckungen: Manche der 2017er Weine – vor allem die VDP.GUTSWEINE aber auch viele VDP.ORTSWEINE – sind bereits auf der Flasche und können bei vielen VDP.Weingütern bereits probiert werden. Andere, etwa die Weine aus VDP.ERSTEN LAGEN® und VDP.GROSSEN LAGEN®, dürfen noch etwas (oder auch noch etwas länger) im Keller reifen. Ab Ende April werden sie von den Weingütern gezeigt, ab 1. Mai sind sie im Handel.

Dies ist auch der Startschuss für viele Events und Verkostungen, bei denen Weine verschiedener VDP.Winzer – meist aus einer Region – probiert werden können. Eine Reihe von VDP.Weingütern lädt Weininteressierte auch direkt zu sich auf den Hof ein und macht aus dem Kick-Off für den neuen Jahrgang ein Fest.

Hier einige Termine zur Übersicht

Übrigens: Auf die trockenausgebaute Spitze des Jahrgangs – die VDP.GROSSEN GEWÄCHSE® – müssen sich Weinliebhaber noch gedulden – sie  werden ohnehin erst ab dem 1. September verkauft,  die roten 2017er GGs sogar erst ab 1. September 2019.

www.vdp.de

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  • Weingut
    Weingut Keller
    67592 Flörsheim-Dalsheim, Rheinland-Pfalz, Deutschland
  • Weingut
    Weingut A. Christmann
    67435 Neustadt-Gimmeldingen, Rheinland-Pfalz, Deutschland
    5 Sterne
  • Weingut
    Weingut Emrich-Schönleber
    55569 Monzingen, Rheinland-Pfalz, Deutschland
  • Weingut
    Weingut Reichsrat von Buhl
    67146 Deidesheim, Rheinland-Pfalz, Deutschland
    5 Sterne
  • Weingut
    Weingut Rudolf May
    97282 Retzstadt, Bayern, Deutschland
    4 Sterne
  • Weingut
    Bürgerspital zum Hl. Geist
    97070 Würzburg, Bayern, Deutschland
    4 Sterne
  • Weingut
    Weingut Ökonomierat Rebholz
    76833 Siebeldingen, Rheinland-Pfalz, Deutschland
  • Weingut
    Weingut Bernhart
    76889 Schweigen-Rechtenbach, Rheinland-Pfalz, Deutschland
    4 Sterne
  • Weingut
    Weingut Prinz Salm
    55595 Wallhausen, Rheinland-Pfalz, Deutschland
    3 Sterne
  • Weingut
    Weingut von Hövel
    54329 Konz-Oberemmel, Rheinland-Pfalz, Deutschland
    4 Sterne
  • Weingut
    Weingut Dr. Bürklin-Wolf
    67591 Wachenheim, Rheinland-Pfalz, Deutschland
  • Weingut
    Weingut Dr. Wehrheim
    76831 Birkweiler, Rheinland-Pfalz, Deutschland