Ur-Craft-Reihe der Neuzeller Klosterbrauerei

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http://www.falstaff.de/nd/ur-craft-reihe-der-neuzeller-klosterbrauerei/ Ur-Craft-Reihe der Neuzeller Klosterbrauerei Die Familienbrauerei führt den Begriff »Craft« mit ihren Ur-Sorten Pilsner, Porter und Bock auf seine handwerklichen Ursprünge zurück. http://www.falstaff.de/fileadmin/_processed_/5/f/csm_Klosterbrauerei-Neuzelle-beigestellt-2640_a8ec1071a7.jpg

Die Klosterbrauerei Neuzelle sorgte bereits des Öfteren für Aufsehen. Am einschneidendsten sicherlich im Jahre 2005, als ein Urteil des Bundesverwaltungsgerichts in Leipzig den sogenannten »Brandenburger Bierkrieg« beendete. Der Bierkrieg begann im Jahr 1993, als die Brauerei in Neuzelle das Bier »Schwarze Abt« feilbot. Ein Vertrag zwischen dem Abt Andreas mit dem Bürgermeister von Fürstenberg im Mai 1589 begründet die Tradition des klösterlichen Gebräus, welches wieder aufleben sollte. Reinheitsgebotswächter in Brandeburg störten sich an der Tatsache, dass das historische Rezept Zucker enthält, was den Regelungen des Reinheitsgebots widerspricht. Die Aufschrift »Bier« auf den Etiketten wurde somit untersagt, was sich die wackeren Brauer aber nicht gefallen lassen wollten. Durch diverse Instanzen zog sich der Prozess, bis schließlich in letzter Instanz geurteilt wurde: Der Schwarze Abt ist sehr wohl ein Bier. Zwar ein besonderes Bier, aber ein Bier. 2013 zeigte sich dann gar Papst Franziskus mit dem Gebräu einverstanden und erteilte seinen Segen.

Seit dem Urteil von 2005 ist es Brauereien möglich, in ihrem jeweiligen Bundesland historische Rezepturen mit Kräutern oder Honig, oder kreative Neukreationen mit Gewürzen und Schokolade herzustellen und als »Besonderes Bier« von den Landesbehörden genehmigt zu bekommen. Außer in Bayern kommen mittlerweile die Dienststellen dieser Genehmigung in der Regel nach.

Biervielfalt und Frischefrist

Neuzeller Kloster-Bräu mit seinen 43 Mitarbeitern und einem Jahresausstoß von 40.000 Hektolitern blieb seither ein Ort der originellen Biervielfalt. Sei es Kartoffelbier, Anti-Aging-Bier oder Spargel-Bier, sie alle sorgen für Schmunzeln und meist auch für frohen Genuss. Eine ungewöhnliche Form der Bierkultur bietet die Ur-Craft-Reihe der Brauerei, die nur in der Brauerei vorbestellt werden kann und die dann auf dem schnellen Postewege zum Endverbraucher kommt.

Die Biere sind naturbelassen und werden von Hand abgefüllt.
Die Biere sind naturbelassen und werden von Hand abgefüllt.

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Derzeit gibt es drei Ur-Craft Versionen: Pilsner, Porter und Bockbier. Jeden Monat wird eine davon abgefüllt und spätestens fünf Tage nach dem Abfüllen versendet. Die Biere werden komplett naturbelassen. Es erfolgt keine Filtration und keine Wärmebehandlung, bevor die Biere von Hand abgefüllt werden. Alle Aromenbildenden Stoffe sollen somit weitestgehend erhalten bleiben. Die Empfehlung lautet, innerhalb der Frischefrist von vier Wochen das Bier zu trinken. Der mittlerweile weit verbreitete »Craft«-Begriff wird so auf seine handwerklichen Ursprünge zurückgeführt.

Gerade Anfang April war das Pilsner an der Reihe. Dunkles Gold mit offensichtlicher Trübung. Die Nase überrascht mit Fruchtigkeit, beinahe einem Hauch von Erdbeere inmitten vollmundiger Malzigkeit. Das Mundgefühl ist angenehm mit erfrischend eingebundener Kohlensäure. Den Nachhall begleiten frisch-fruchtige Hopfennoten, um am Ende mit dezenter Bittere auszuklingen.

Im Mai gibt es dann das Porter mit schokoladigen Röstmalznoten und Anfang Juni kommt das Bockbier an die Reihe mit seiner eleganten Süße und kraftvollen 6,2% Alkohol.

Info

Klosterbrauerei Neuzelle

www.ur-craft.com

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