Top 10 französische Restaurants in Hamburg

Die französische Küche kennt nicht nur Austern, wie hier vom Restaurant »Marseille«.

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Die französische Küche kennt nicht nur Austern, wie hier vom Restaurant »Marseille«.

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In Hamburg gibt es unzählige Französische Restaurants – das wirklich überraschend dabei ist aber die kulinarische Bandbreite: Von der klassischen Brasserie-Küche über lässige Bistros bis hin zum Sterne-Restaurant in dem die französische Küche Basis für neue kreative Kreationen ist. Neben beständigen Adressen mit Geschichte und Tradition ist auch eine neue Generation von Gastronomen und Köchen zu finden, die den Glanz der französischen Küche weitertragen, weiter entwickeln und teils ganz neu definieren. Zehn der derzeit besten »Franzosen« der Hansestadt haben wir für Sie besucht!


Petit Amour

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Boris Kasprik und sein junges Team kochen seit zwei Jahren in Hamburg Ottensen groß auf, modernes Fine-Dining auf Basis der klassischen Französischen Küche – im Herbst 2016 gab es dafür einen Michelin-Stern. Die beiden Menüs wechseln mit den Jahreszeiten, es kann aber auch à la carte bestellt werden. Bei unseren letzten Besuchen genossen wir u.a. Foie Gras-Terrine mit Kalbsbries, Karottenpüree und jungem Essiggemüse und cremige Velouté von jungen Erbsen, mit Krustentier-Nage und Bretonischer Kaisergranat oder Seezunge à la dieppoise mit Schwertmuscheln und Lauchcreme. Gastgeberin ist Friederike Neyer mit Team und auch ihr Kollege, Sommelier Mathias Mercier, weiß, dass er sich auf die Küche verlassen kann: Mit seiner trefflichen Weinbegleitung gehen Kaspriks Kompositionen, Aromen und Geschmäcker in die Verlängerung. Auch ein Blick in die Weinkarte lohnt und der Käsewagen mit gereiften Käsen von Maître Antony ist sehr zu empfehlen.

Spritzenplatz 11
22765 Hamburg
www.petitamour-hh.com

Le Plat du Jour

Wer von der Alster aus mal schnell nach Paris will, betritt einfach das kleine Restaurant in der Hamburger Innenstadt, am besten jedoch nicht ohne Reservierung. Insbesondere Mittags ist es proppenvoll, Tisch an Tisch, diskrete Geschäfte machen Sie woanders. Hier wird gegessen und zwar echt französisch und ziemlich gut: Gillardeau-Austern, Saucisson Lyonnaise, Entenkeulen-Konfit und Lachstatar mit Linsen, Crépes und Profiteroles, Mousse au chocolat. Gastgeber seit nun schon über 20 Jahren ist Jaques Lemercier, der seine Gäste ab April dieses Jahres auch auf einer großräumigen Terrasse empfangen kann.

Dornbusch 4
20095 Hamburg
www.le-plat-du-jour.de

Marseille

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Unweit von Fischmarkt und Elbe liegt das »Marseille«, gegründet in 2008, zum 50. Jubiläum der Städtepartnerschaft Hamburg-Marseille, darum stehen bis heute zwei Bouillabaisse-Suppen auf, eine »Marseille« und eine »Altona« – zum weglöffeln gut sind beide. Serviert werden neben Artischocken-Velouté, gegrillter Dorade mit eingelegtem Gemüse oder geschmortem Ochsenschwanz auch mal Falafel mit Hummus und Tabouleh oder Sashimi von hausgebeiztem Lachs, Cevapcic mit Ajvar und Krautsalat – in Grenzen will man hier nicht denken. Beim »Tischlein deck dich« für 39 Euro pro Person kann man sich überraschen lassen. Die Weinauswahl erleichtert gerne der Service oder Gastgeber »Milenko« Gavrilovic selbst, er gilt auch als versierter Kenner der sogenannten Natur- und Orange Weinen.

Große Elbstraße 164
22767 Hamburg
www.restaurant-marseille.de

Café Paris

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Die ehemalige Schlachterei ist ein wundervoll-rummeliger Ort mitten in der Innenstadt, der den ganzen Tag, und bis spät in die Nacht, geöffnet und gut besucht ist. Ein stetes Kommen, Gehen, Sehen, sehr frankophil, die Kellner herrlich herzlich und unverbindlich, hier verkumpelt sich niemand mit dem Gast. Morgens gibt es hier starken Kaffee, Croissants und hart gekochte Eier zum selber pellen. Mittags lockt die Klassikerkarte mit Austern, Tartar in Variation, Merguez oder Steak mit Fritten, Croque Monsieur oder Madame. Zum Nachmittags-Kaffee sind dann Kuchen, Tartes und zarte Macarons im Angebot. Abends wird groß, aber immer noch lässig aufgetischt, Menü und à la carte. Schöne Weine und eine tolle Auswahl an Pastis.

Rathausstraße 4
20095 Hamburg
www.cafeparis.net

Carmagnole

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Hamburgs jüngster und auch quirligster »Franzose« liegt im Schanzenviertel, ein lässiges, stets übervolles Bistro (unbedingt reservieren!) mit Barbetrieb. Es lohnt den Abend mit einem der wirklich ausgefallenen Cocktails zu beginnen, wie beispielsweise dem Hauscocktail »Monsieur Provocateur«, mit Rote Beete-Granatapfel-Champagneressig-Rosen-Shrub, Verjsu und Gin-Schwarztee-Infusion. Das Essen ist klassisch französisch, von Jahrgangssardinen aus der Bretagne über Steak Tatar und Muscheln, bis zu Rillette und französische Zwiebelsuppe mit Cidre und Comté. Auf der marktfrisch geschriebenen Wochenkarte finden sich Frankreich-inspirierte Gerichte wie in Portwein geschmorter Bio-Schweinebraten mit Trüffelsenf-Feigen-Sauce, Steckrübenstampf, Fave-Bohnen und Liebstöckel oder Onglet mit Pommes Fondants und Schalotten-Dijonsenf-Sauce. Die Gastgeber Maria Endrich und Alvaro Rodrigo Piña Otey betreiben ein paar Straßen weiter auch die »Cantina Popular«, in der Südamerikanische Küche gekocht wird.

Juliusstraße 18
22769 Hamburg
www.carmagnole.kr

Goldene Gans

Mit dem Namen assoziiert man eher die Märchenwelten der Brüder Grimm oder erinnert sich an Goethes Faust: »Nach Golde drängt, / Am Golde hängt / Doch alles« – und doch, die »Goldene Gans« ist ein gemütlich-modernes Restaurant mit gehobener Bistro-Küche. Tagsüber locken Frühstück und Plat du Jour, Abends gibt es à la carte, sowie ein vier-Gang Menü für 39,50 Euro – Köstlichkeiten wie Gemüse-Terrine in Tomaten-Gelée mit Auberginen-Créme oder gebratene Merguez mit Reita-Sauce, Couscous und Kräutersalaten, Apfel-Calvados-Tarte mit Haselnuss-Schokolade. Aber auch Klassiker wie Provençalische Fischsuppe mit Sauce Rouille, Reibekäse und Röstbrot stehen auf. Akzente setzt die Küche immer wieder mit asiatischen Aromen und Würzungen. Schöne, handverlesene Weinauswahl, nicht nur aus Frankreich, auch Deutschland, Österreich, Italien und Spanien sind vertreten.

Rothestraße 70
2765 Hamburg
www.goldene-gans.eu

Tarterie St. Pauli

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Die »Tarterie St. Pauli« war immer schon eine gute Adresse für französische Küche in der Hansestadt, von den bescheidenen Anfängen als klassische Tarterie entwickelte sich das kleine Restaurant zur französisch geprägten Fine-Dining Adresse. Heute kochen, neben Gastgeber Fabio Haebel auch Marcel Hapke (ehemals »Lenz«), Tim John Frontzeck (ehemals »Madame X / Off Club«) und Ergül Ceylan, Restaurantleiter ist Lutz Lonchant. Nordic-French nennt Haebel den Küchenstil, eine Produktküche von regionaler Saisonalität, die ihre französischen Wurzeln nicht verleugnet. Bei unserem letzten Besuch genossen wir u.a. »Tarte Aubergine et Noisette« mit Baba Ghanoush, Haselnusspaste und Zitrus-Créme Fraîche, sowie Lamm auf geröstetem Wildkohl mit Selleriepüree und Milcheis mit Lavendel und Brioche. Das Menü gibt es ab 38 Euro für drei Gänge, sechs Gänge kosten 65 Euro. Die Weinbegleitung ist erstklassig und spannend – das ist auch Stephanie Döring geschuldet, die nur eine Tür weiter die TVino Wein-Bar und den Weinladen St. Pauli betreibt.

Paul-Roosen-Straße 31
22767 Hamburg
www.facebook.com/tarterie/

Petit Bonheur

 

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Gastgeber Ergün Uysal und sein Chef de Cuisine David Rohlfinger freuen sich über zahlreiche Auszeichnungen für ihre französische Küche, die im besten Sinne klassisch ist und von bestem Handwerk zeugt. Alles ist sehr französisch hier, vom Champagner-Wagen bis zur Käseauswahl, dazwischen locken Fines de Claires, Kaviar von Prunier, Salade Niçoise mit Thunfisch-Sashimi frische Meeresfürchte, zart-würzige Froschschenkel, Französische Blutwurst vom Grill mit Calvados-Äpfeln, Morchelcremesuppe, Entrecôte mit sautiertem Kalbsbries, getrüffeltem Blattspinat und Pommes Musseline. Die Karte ist groß und verführerisch, das gilt auch für die Desserts wie »L'amour mystérieuse du Patron« oder die Eis-Macarons, auf die man hier zu Recht stolz ist.

Hütten 85-86
20355 Hamburg
www.petitbonheur-restaurant.de

Brasserie La Provence

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Das Restaurant wird mit schöner Regelmäßigkeit von den Stadtmagazinen als »bester Franzose Hamburgs« ausgezeichnet, nun schon zum fünften Mal in Folge – das mag einerseits am lässigen Ambiente und dem freundlichen Service liegen, die südfranzösische Brasserie-Küche von Küchenchef Stephan Hippe und Gastgeber Boris Krivec ist aber auch einfach formidable! Und immer mit dem Quentchen mehr, wenn beispielsweise zum Rindertatar auf geröstetem Brioche noch ein knuspriger Wachtelschenkel geboten ist, wenn die knusprig, zarte Ziegenfrischkäse-Tarte mit Wachholderschinken und Nizza-Gemüseconfit serviert wird. Oder der Paul Bocuse-Klassiker »Loup en croute« hier zum modern interpretieren »Winterkabeljau-Filet und feine Scampi-Farce in Basilikum-Blätterteig mit Noilly Prat Lauch und luftiger Sauce Choron« wird. Zum »Käse des Monats«, im März ein Blauschimmelkäse aus der Auvergne, werden konfierte Winterbeeren gereicht und ein Glässchen Frischhopfen Bier der Von Freude-Brauerei aus Hamburg ausgeschenkt. Gute Weine gibt es selbstverständlich auch!

Eulenstraße 42
22765 Hamburg
www.brasserielaprovence.org

Casse-Croûte

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Das Restaurant in der Innenstadt ist mittlerweile ein Klassiker und liefert seit nun schon über zwanzig Jahren seinen Beitrag zur Vertiefung der deutsch-französischen Freundschaft: in Restaurant und Bistro serviert man eine außergewöhnliche Mischung aus französischer Bistroküche und (nord-)deutscher Hausmannskost. Einträchtig stehen da die Königsberger Klopse neben gratinierten Austern mit Spinat und Sauce Mornay, auf der Karte findet sich eine Bouillabaisse des Nordens mit heimischen Fischen, das Labskaus ist vom Kalb und getrüffelt. Seit 20014 ist Kristian Zrno Gastgeber, Chefkoch ist Christian Möller, Sommelier Marco Jüchert zeichnet für Weinauswahl verantwortlich.

Büschstraße 2
20354 Hamburg
www.casse-croute.de

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