Thomas Curtius ist neuer Master of Wine

Deutschland hat einen neuen Master of Wine.

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Deutschland hat einen neuen Master of Wine.

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Thomas Curtius hat die vergangene Nacht kaum geschlafen, so aufgeregt war er. Zwei Handys lagen neben ihm, beide auf volle Lautstärke gestellt. »Ich habe praktisch auf dem Handy übernachtet«, sagt er im Gespräch mit Falstaff. Warum er keine Ruhe fand? Sieben Jahre hatte er auf diesen Morgen hingefiebert. Und dann klingelte heute wirklich das Telefon, ein Anruf aus London. Ein Sprecher der »Institute of Masters of Wines« war am Apparat, mit einer erfreulichen Nachricht: »Sie gehören jetzt zum glücklichen Kreis.« Die Jubelschreie nach dem Auflegen kann man sich vorstellen.

Denn nun ist offiziell, worauf Curtius, 50, schon länger gehofft hatte: Deutschland hat einen neuen Master of Wine (MW). Curtius bestand das Examen am Londoner »Institute of Masters of Wine«, das als schwierigste Prüfung der Weinwelt gilt. Damit wird er Mitglied in einem exklusiven Club, denn das Institut hat gerade einmal 390 Absolventen weltweit, davon neun in Deutschland. Unter den diesjährigen neuen Masters of Wine ist Curtius der einzige Deutsche, seine erfolgreichen Mitstudenten kommen aus China, Finnland, den USA und dem Vereinigten Königreich.

Noch vor dem Frühstück zwölf Weine probiert

Insgesamt sieben Jahre brauchte Curtius von der Anmeldung bis zum Abschluss. Er büffelte monatelang für die theoretische Prüfung, flog für Tastings mit seinen Mitstudenten quer durch Europa. Am Wochenende stellte ihm seine Frau noch vor dem Frühstück zwölf Weine zur Verkostung hin. Zusätzlich schrieb er seine Abschlussarbeit über Aussteller auf europäischen Weinmessen. Alles parallel zu seinem Job in der Kommunikationsabteilung eines Automobilherstellers in Stuttgart.

Thomas Curtius

Foto beigestellt

»Ursprünglich wollte ich nur schauen, wie weit ich es schaffe«, sagt Curtius, der nach seinem Diplom »Wine and Spirits« (WSET) an der Weinakademie Rust in Österreich auf den Geschmack gekommen war. »Wenn Job oder Familie darunter leidet, höre ich auf«, versprach er seiner Frau. Doch mit ihrer Unterstützung und einigen Abstrichen an die Freizeit gelang ihm der Erfolg.

Womit stößt der neue Master of Wine auf seinen Erfolg an? »Ich habe ein paar spezielle Flaschen im Keller liegen«, sagt Curtius. »Ich lasse mich inspirieren.«

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