»Sticks'n'Sushi« erobert Berlin

Modern und ohne Schnörksel präsentiert sich das »Sticks’n’Sushi« in Berlin.

© Joachim Gern

Modern und ohne Schnörksel präsentiert sich das »Sticks’n’Sushi« in Berlin.

© Joachim Gern

Es dauerte zwar ein wenig, aber mittlerweile gerät Berlin zunehmend in den Fokus von erfolgreichen internationalen Gastronomen. Sie erkennen, dass Ausgehfreude, Kreativität und Internationalität einen Aufschwung der Genusskultur der Hauptstadt bedeuten. Noch nie gab es eine solche Menge an aufregenden Neueröffnungen in der Spreemetropole, wie in den vergangenen 18 Monaten. Und es geht beständig weiter. Gourmets und Galeristen erobern die Potsdamer Straße an der Grenze von Schöneberg zu Tiergarten, die lange Zeit nur für Prostitution und einen Presseverlag wahrgenommen wurde.

Lange Zeit waren die Victoria Bar und die Maultaschen-Manufaktur die einzigen Orte, deren flüssige und bissige Köstlichkeiten einen Abstecher lohnten. Zuletzt eröffneten dann die charmante Brasserie Lumières, das entzückende Panama und das Frühstücksparadies Oliv Eat, um die vernachlässigten Gaumen dieses Teils der Stadt zu verwöhnen.

Nun hält mit dem »Sticks'n'Sushi« ein faszinierendes dänisch-japanisches Speisekonzept Einzug in Berlin, das nicht nur fischige Vergnüglichkeit verspricht. 1994 beginnt die dänische Erfolgsgeschichte, als Thor Andersen und Tim Rahbek in der dänischen Hauptstadt ihr erstes »Sticks’n’Sushi« Restaurant eröffnen. Mittlerweile sind es dort elf. Fünf Weitere in London kamen hinzu. Nun ist Berlin an der Reihe. Rahbek erläutert: »Mit unserem ersten Restaurant in Berlin wagen wir uns an einen neuen Ort und bringen japanisches Essen mit nordischen Noten in die Potsdamer Straße.«

Die imposanten Räumlichkeiten auf zwei Etagen verströmen beinahe einen sakralen Charakter. Beim Eintreten fällt der Blick zunächst auf die einladende Bar, bevor aus der offenen Küche die Begrüßungsrufe des Küchenteams erschallen. Eine Handvoll Plätze bieten den faszinierenden Blick auf das quirlige Treiben der eifrigen Küchencrew. Daneben der Haupt-Gastraum mit Tischen unterschiedlicher Größe. Im Obergeschoss bietet eine Galerie weitere Plätze und einen charmanten, etwas ruhigeren, Rückzugsraum. Markante Vorhänge und ausgefeilte Lichteffekte sorgen für ein charaktervolles und zugleich unaufdringliches Design. Der optische Fokus liegt auf den Tellern. Leider sind einige Tische eher unzureichend ausgeleuchtet. Das ist schade, bieten doch die Teller und Schalen einen feinen Mehrwert fürs Auge. 

Bereits die Speisekarte ist optisch sehr ästhetisch und verlockend gestaltet. Fotos aller Gerichte lassen bereits das Wasser im Munde zusammenlaufen. Der Name des Restaurants hält sein Versprechen: Die Auswahl an Yakitori-Spießen und Sushi ist groß und reicht von traditionell bis innovativ. Köstlich der Spieß mit Jakobsmuschel und Bacon. Herausragend die Fisch-Qualität, beispielsweise beim Lachs oder der köstlichen flambierten Gelbflossenmakrele.

Opulente, farbenfrohe Salatschalen mit flambiertem Thunfisch oder marinierter Entenbrust sind auch trefflich zu mehreren Personen teilbar. Als Geheimtipp entpuppte sich das Hamachi Kama, jenes besondere Teil der Gelbschwanzmakrele, von dem an jeden Abend meist nur zwei Stück verfügbar sind. Perfekter Garpunkt trifft herausragendes Aroma.

Verantwortlich für die Küche zeichnet Küchenchef Song Lee, den Berliner bereits bestens bekannt aus dem Grand Hyatt, dem Dae Mon und seiner Auszeichnung zum »Aufsteiger des Jahres 2015« im Rahmen der Berliner Meisterköche. An seiner Seite wirbelt eine große und hochengagierte Servicebrigade um einen Restaurantleiter herum, dessen Lieblingsmerkmal seine kurze Hose zu sein scheint.

Das »Sticks’n’Sushi« bietet eine quirlige, kosmopolitische Atmosphäre mit besonderen Küchenkreationen, die optisch und geschmacklich bestens unterhalten. 

INFO

Sticks'n'Sushi
Potsdamer Straße 85,
10785 Berlin
Deutschland

Tel: +49 30 88789416
http://www.sticksnsushi.berlin/

Öffnungszeiten
So – Mi: 10-23 Uhr
Do – Sa: 10–24 Uhr

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