Mit Andreas Schweiger kam Robér Assion gut zurecht / Foto: PR
Mit Andreas Schweiger kam Robér Assion gut zurecht / Foto: PR

Als »schärfstes Restaurant Österreichs« bezeichnet sich »Curry & Fritz« im südsteirischen Sankt Nikolai im Sausal selbst. Für die deutschen »Kochprofis« der gleichnamigen Sendung auf RTL2 dürfte es dort ein wenig zu heiß hergegangen sein - die Dreharbeiten mussten überraschend abgebrochen werden - das übliche Abschlussdinner entfiel.

»Als wäre ich eine Mikrowelle«
Küchenchef Robér Assion, der seine kulinarische Karriere 2007 mit einer Currywurstbude vor seiner Spedition begonnen hatte, schilderte dem Falstaff die Gründe für den Eklat: »Es war einfach alles so unpersönlich und nicht konstruktiv. Außerdem wurde alles schlecht gemacht. Ich war der böse, arrogante Koch, der nicht kochen kann.« Zudem habe Chefin Katrin Rother, die die Kochprofis gerufen hatte, »einen Nervenzusammenbruch nach dem anderen bekommen«, schilderte der gebürtige Berliner die Folgen der angeblich unangenehmen Art der »Kochprofis«: »Wir sind ständig getrennt und interviewt worden. Außerdem sind die an mir vorbeigegangen, als wäre ich eine Mikrowelle. Da habe ich die Österreicher verstanden, die sich immer aufregen, wenn die Deutschen kommen und alles besser wissen.«

Kein Kochkurs
Nur Andreas Schweiger wollte Assion von seiner Kritik ausgenommen wissen: »Der war nett«. Über die anderen beiden »Kochprofis« Frank Oehler und Mike Süsser äußerte sich der Gastronom kritischer: »Es gab keine Beratung«. Zudem sei die Absicht »Wir machen euch fertig« immer im Raum gestanden. Das Fass zum Überlaufen brachte dann ein vorgeschlagener Kochkurs, den Assion absolvieren sollte. »Dabei haben sie mir in den Tagen zuvor nicht einmal die Hand gegeben. Vielleicht haben sie geglaubt, dass sie ohnehin jeder kennt.«

»Hilfe nicht angenommen«
Hannes Gräbner von der RTL2-Pressestelle meinte zur Causa: »Es gibt ja immer einen bestimmten Grund, warum die Kochprofis kommen, etwa, wenn der Umsatz nicht mehr stimmt. Die Kochprofis haben schon in sehr vielen Fällen helfen können, in diesem Fall war das leider nicht möglich. Sie haben den Eindruck gewonnen, dass ihre Hilfe nicht angenommen wird. Da es kein Vertrauensverhältnis mehr gab, hat man vom Abschlussdinner abgesehen. Die Kochprofis bedauern das sehr.«

Ob die Sendung dennoch ausgestrahlt wird, ist Assion egal. »Ich würde das nie mehr wieder machen. Es hat nicht gefruchtet«, meint der Curry-Spezialist über seine Erfahrungen mit den TV-Köchen.

(Sascha Bunda)