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Nur in besonders guten Jahren werden die beiden Prestige Cuvées La Grande Année und La Grande Année Rosé im Hause Bollinger prodiziert. Der Grundwein dafür wird in mehrfach gebrauchten Barriques vinifiziert, damit der pure Geschmack nicht von Holz beeinflusst wird und sich die aromatische Vielfalt ebenso gut entfalten kann wie das enorme Reifepotenzial. Die Flaschen werden bei der zweiten Gärung mit Naturkork und nicht wie allgemein üblich mit Kronenkork verschlossen. Damit soll die Frische des Weins sowie die Klarheit der Aromen bewahrt werden. Bollinger Export-Manager Karl-Frédéric Reuter erzählt im Gespräch mit Falstaff, dass sich bei den rigorosen Kontrollen eine Quote mit 0,5 bis 1 Prozent mit Korkfehlern ergibt, die natürlich aussortiert werden. Die Lagerung auf der Feinhefe dauert sechs Jahre und mehr. Nach dem händischen Rütteln und der Entnahme der Hefe wird der Champagner mit einer Dosage von sechs Gramm pro Liter angereichert. Erst nach weiteren drei Monaten Lagerung zur Ausbalancierung der Dosage gelangt La Grande Année in den Verkauf.

Der Jahrgang 2005
Der Witterungsverlauf im Jahr 2005 brachte einen heißen Juli, einen durchwachsenen August und besorgniserregende Regenfälle Anfang September. Da die Trauben aber gesund waren, war das Botrytis-Risiko kein Problem und die Ernte erfolgte von 15. bis 27. September bei viel Sonnenschein.

La Grande Année 2005
Die Zusammensetzung des Grande Année 2005 besteht aus 70 Prozent Pinot Noir und 30 Prozent Chardonnay. Dunkles Goldgelb schimmert im Glas. In der Nase offenbaren sich dunkle Würze, Brioche, Honig und Haselnüsse, mit einer Idee von Graphit. Die mineralischen Noten verstärken sich am Gaumen, wo der Wein vor innerer Spannung fast vibriert. Im langen Nachhall wird die Geschmacksvielfalt von Dörrobst und Kletzenbirne komplettiert.

La Grande Année Rosé 2005
Die Cuvée aus 70 Prozent Pinot Noir und 30 Prozent Chardonnay schimmert kräftig lachsrosa im Glas. Die Beimengung von fünf Prozent Rotwein tragt das ihre zur intensiven Farbausprägung bei. Die Handschrift der Bollinger Kellermeister ist wieder klar zu erkennen, die Stilistik ähnelt dem oben beschriebenen Jahrgangschampagner. Das Bouquet gefällt zudem mit Blütenduft, grünen Kräutern wie Basilikum und Zuckerglasur. Am Gaumen kommt ein beeriger Charakter mit Preiselbeeren und einer Idee von Himbeereis zur Geltung. Frische Kräuter im Abgang, der nicht ganz so lange andauert wie bei der weißen Variante.

Bezugsquelle: www.hawesko.de

Bollinger Weingärten in der Champagne / Foto beigestellt

Zur Geschichte von Bollinger
1829 wurde das Haus Bollinger von Jacques Bollinger zusammen mit Athanase de Villermont in Ay gegründet. Sehr schnell erlangte das Haus einen guten Ruf auf dem internationalen Markt. Bollinger wird heute immer noch von den Familienmitgliedern geführt und ist damit eines der ganz wenigen bedeutenden Champagnerhäuser, die sich in Privatbesitz befinden. Bollinger verfügt über 151 Hektar eigene Weinberge, die sich vorwiegend in Grands- und Premiers-Crus-Lagen befinden. Die Trauben decken 70 Prozent des Bedarfs und verleihen den Weinen ihre Gleichmäßigkeit und Qualität. Die verbleibenden 30 Prozent werden von Grands-Crus- und Premiers-Crus-Weinbauern dazugekauft. Bollinger verwendet nur Cuvée-Most der ersten Pressung, der Saft der zweiten Pressung wird verkauft. Die erste Gärung der Weine, die für die Assemblage der Special Cuvee bestimmt ist, findet in Gärtanks oder Eichenholzfässern statt. In außergewöhnlich guten Jahren fermentiert das Haus Bollinger einen großen Teil seiner Weine in kleinen Eichenholzfässern und zwar Parzelle für Parzelle, Cru für Cru, Rebsorte für Rebsorte. Der Stil von Bollinger ist geprägt von Pinot Noir, der aus den prestigereichen Böden von Ay, Bouzet und Verzenay hervorgeht. Seine Typizität verleiht dem Wein Komplexität, Weinigkeit und Vollmundigkeit.

Bollinger-Stammhaus / Foto beigestellt

Lily Bollinger

Lily Bollinger
Lily Bollinger
Bollinger ist nicht zuletzt durch das legendäre Zitat von Madame Lily Bollinger bekannt: »Ich trinke Champagner, wenn ich froh bin, und wenn ich traurig bin. Manchmal trinke ich davon, wenn ich alleine bin; und wenn ich Gesellschaft habe, dann darf er nicht fehlen. Wenn ich keinen Hunger habe, mache ich mir mit ihm Appetit, und wenn ich hungrig bin, lasse ich ihn mir schmecken. Sonst aber rühre ich ihn nicht an, außer wenn ich Durst habe.«

 

(von Bernhard Degen)

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