Österreichs Rotweinsieger 2019 im Portrait

Die Siegerwinzer der jüngsten Falstaff Rotweinprämierung: Michael Reinisch, Kurt Angerer, Gerhard Markowitsch und Albert Gesellmann (v. l. n. r.).

© Julius Hirtzberger

Die Siegerwinzer der jüngsten Falstaff Rotweinprämierung: Michael Reinisch, Kurt Angerer, Gerhard Markowitsch und Albert Gesellmann (v. l. n. r.).

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Im Fokus der alljährlichen Prämierung der besten Rotweine aus Österreich, deren Ergebnisse Ende November 2019 bei der festlichen Falstaff Rotweingala in der Wiener Hofburg bekannt gegeben wurden, stand der Jahrgang 2017. Dank dieses sowohl qualitativ wie auch quantitativ sehr erfolgreichen Jahres war auch die Zahl der Einreichungen für die immerhin 40. Ausgabe der Falstaff Rotweinprämierung sehr groß, und schließlich konnte eine neunköp­fige Fachjury aus den jeweils besten Weine die Sieger ermitteln, die aus insgesamt 1440 Weinen ausgewählt worden waren. Das Fachpanel benötigte schließlich zwei Tage, um aus rund 200 Finalisten in den verschiedenen Kategorien und Sortengruppen in Blindverkostung die Sieger bestimmen. Sämtliche als empfehlenswert eingestuften Weine sind mit Bewertungen und Beschreibungen im neu erschienen Falstaff Rotweinguide 2020 zu finden.

An den Sommer und Herbst vor drei Jahren, in dem die Trauben für die Weine aus 2017 heranreiften, erinnern sich die österreichischen Rotweinwinzer gern. Es hatte mit dem kältesten Winter seit 30 Jahren und dem wärmsten März seit Aufzeichnungsführung begonnen. Eine erste Hitzewelle wurde im Juni verzeichnet, im Juli und August folgten vier heiße Wochen am Stück, was die Wasserreserven der Böden überstrapazierte. Das machte die Beeren der Trauben klein und dickschalig. Der September war hingegen kühl und mit Niederschlägen nicht geizig. Die Hauptlese begann früher als üblich, gute Wetterbedingungen im restlichen Herbst ließen die spätreiferen Sorten wie Blau­fränkisch oder Cabernet Sauvignon zu einem guten Ende kommen. Das Ergebnis waren hochreife und gesunde Trauben mit perfekter Tanninstruktur, die daraus entstandenen Weine verfügen über eine gute Frucht und weisen zudem eine erstaun­liche Frische auf. Harmonie und guter Trinkfluss prägen heute bereits das generelle Bild der 2017er, und man darf sich an der Spitze über langlebige Weine mit Würze und Finesse freuen.

Der Jahrgang 2017 überzeugte

Jetzt kommen wir aber zu den Resultaten der einzelnen Kategorien aus dem Jahrgang 2017. Die Gruppe mit den meisten Einreichungen war einmal mehr jene der Cuvées, es gingen hier 257 Weine an den Start. Vier Weine erreichten 96 und immerhin neun eine Bewertung von exzellenten 95 Punkten. Der erste Platz ging an Gerhard Markowitsch aus Göttlesbrunn für seinen herausragenden Ried Rosenberg 1 ÖTW 2017, eine Komposition aus Zweigelt, Merlot und Blaufränkisch, der zweite Rang ging an den Vorjahressieger dieser Kategorie, Albert Gesellmann aus Deutschkreutz, für seinen Bela Rex 2017, den dritten Rang teilen sich ex aequo Anita und Hans Nittnaus aus Gols mit Comondor 2017 und Paul Kerschbaum aus Horitschon im Mittelburgenland mit Impresario 2017.

Falstaff-Sieger: Weingut Gerhard Markowitsch

Die Cuvée aus der Ried Rosenberg aus 2017 macht Gerhard Markowitsch zum Falstaff-Sieger.

Weingut Gerhard Markowitsch
Carnuntum
Pfarrgasse 6
2464 Göttlesbrunn
T: +43 2162 8222
markowitsch.at

Weingut Gerhard Markowitsch

Weingut Gerhard Markowitsch

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Zweiter Falstaff-Sieger: Weingut Gesellmann

Mit dem stoffigen Bela Rex 2017 aus der Kategorie Cuvée wurde Albert Gesellmann zweiter Gesamtsieger.

Weingut Gesellmann
Mittelburgenland
Langegasse 65
7301 Deutschkreutz
T: +43 2613 803600
gesellmann.at

Weingut Gesellmann

Weingut Gesellmann

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Dritter Falstaff-Sieger: Weingut Johanneshof Reinisch

Das Weingut Johanneshof stellt mit Pinot Noir Ried Holzspur 2017 den dritten Gesamtsieger.

Weingut Johanneshof Reinisch
Thermenregion
Im Weingarten 1
2523 Tattendorf
T: +43 2253 81423
j-r.at

Weingut Johanneshof Reinisch

Weingut Johanneshof Reinisch

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Blaufränkisch

Die zweitgrößte Gruppe an Einreichungen gab es auch diesmal bei den Blaufränkisch, wo 193 Weine aus 2017 um den Sortensieg angetreten waren. Gleich zehn Weine erhielten Spitzenbewertungen, zwei Weine wurden mit 96 und weitere acht mit 95 Punkten ausgezeichnet. Gewinner war einmal mehr das Weingut Anita und Hans Nittnaus aus Gols, der Wein kommt wie im Vorjahr vom Leithaberg aus der Ried Joiser Gritschenberg. Den zweiten Rang ­holte sich das Weingut Kopfensteiner aus Deutsch-Schützen im Südburgenland mit dem Blaufränkisch Eisenberg DAC Reserve Ried Reihburg 2017, aus dem gleichen Ort der Erste der beiden ex aequo Drittplatzierten, das Weingut Krutzler mit Blaufränkisch Perwolff 2017 und schließlich das Weingut Ernst Triebaumer aus Rust am Neusiedler See mit Blaufränkisch Ried Oberer Wald 2017.

Blauer Zweigelt

Deutlich über der Zahl der Einreichungen des Vorjahres lag auch der Blaue Zweigelt, wo gleich 149 Muster ins Rennen gingen. Als Sieger der Gruppe wurde Philipp Grassl aus Göttlesbrunn für seinen Zweigelt Ried Schüttenberg 1ÖTW gefeiert, der wie im Vorjahr mit 94 Punkten den ersten Platz erreichte. Ebenfalls 94 Punkte und die Silbermedaille gab es für Hans Schwarz in Andau und den Zweigelt Schwarz Rot 2017, den dritten Rang mit gleicher Punktzahl holte im Stechen Pannobile-Winzer Gernot Leitner aus Gols für den Zweigelt Ried Altenberg 2017.

Pinot Noir

Bei den Pinot Noirs gab es auf Platz eins auch einen Wiederholungstäter. Den Sieg holten sich die Reinisch-Brüder vom Johanneshof in Tattendorf in der Thermenregion mit Ried Holzspur 2017, Platz zwei ging an Gerhard Markowitsch für Pinot Noir Reserve 2017. Mit seinem Pinot Noir Grand Select 2017 trug sich auch Fritz Wieninger aus Wien-Stammersdorf als Dritter in die Siegerliste ein. Mit satten 95 Punkten sicherten sich die Reinisch-Brüder auch den klaren Sortensieg beim St. Laurent, einmal mehr aus der Toplage Ried Holzspur, Markus Iro aus Gols sicherte sich mit St. Laurent Ried Herrschaftswald 2017 den zweiten Rang, Philipp Grassl brachte seine Alten Reben 2017 erfolgreich als dritter über die Ziellinie.

Cabernet-Sauvignon

Die Cabernet-Sauvignon-Gruppe gewann Erich Scheiblhofer aus Andau mit The Cabernet Sauvignon, Platz zwei geht an des Weingut Taferner aus Göttlesbrunn in Carnuntum für den Cabernet Sauvignon Tribun, Dritter wurde der Winzerhof Kiss aus Jois mit dem Ried Neuberg 2017. Bei den sortenreinen Merlots holte sich das Weingut Gager aus Deutschkreutz den ersten Platz, das Weingut Horvath aus Gols belegte mit Merlot Ried Altenberg Reserve den zweiten Rang, Platz drei geht an die Kremser Weinmanufaktur Wandraschek für den Merlot Grand Reserve V 2017. Mit 34 Startern war die Gruppe der Syrahs gerade groß genug, um Sortensieger zu vergeben, die besten Vertreter erreichen aber längst internationales Niveau. Sieger aus dem Jahrgang 2017 ist das Weingut Artner aus Höflein mit Syrah and ever 2017, gefolgt von Erich Scheiblhofers The Shiraz 2017 und Franz und Christine Netzl aus Großhöflein mit Syrah 2017.

Gut gereift zum Erfolg

Die Vergabe der Falstaff Reserve Trophy, für die diesmal nicht weniger als 265 Weine eingereicht wurden, war ein weiteres großes Highlight der Gala. Die Grundvoraussetzung für eine Teilnahme in dieser Kategorie ist die Tatsache, dass ein Wein frühestens drei Jahre nach dem Erntezeitpunkt auf den Markt gebracht wird und daher an der regulären Falstaff-Prämierung nicht teilnehmen kann. Der glückliche Sieger kam diesmal aus dem Kamptal in Niederösterreich. Kurt Angerer aus Lengenfeld konnte sich den Titel mit seinem Syrah RedGranite Limited Edition aus dem Jahrgang 2015 sichern.  Den zweiten Rang belegt Uwe Schiefer vom Weingut schiefer.pur in Welgersdorf mit dem Blau­fränkisch Reihburg R2. Auf dem dritten Platz landete das Weingut Artner aus Höflein in Carnuntum mit dem massive a. aus dem Jahrgang 2016. Alle Weine mit ausgezeichnetem Preis-Leistungs-Verhältnis sind gesondert im jüngst erschienenen Guide extra ausgezeichnet.

Sieger der Falstaff Reserve Trophy: Weingut Kurt Angerer

Kurt Angerer aus Lengenfeld holte mit dem Syrah RedGranite 2015 die begehrte Reserve Trophy.

Weingut Kurt Angerer
Kamptal
Annagasse 101
3552 Lengenfeld
T: +43 676 4306901
kurt-angerer.at

Weingut Kurt Angerer

Weingut Kurt Angerer

© Julius Hirtzberger

Der Falstaff Rotweinguide 2020 ist ab sofort im Handel und online zum Preis von € 14,90 erhältlich.

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    Weingut Gerhard Markowitsch
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    Weingut Taferner
    2464 Göttlesbrunn, Niederösterreich, Österreich
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    Weingut Gager
    7301 Deutschkreutz, Burgenland, Österreich
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    Weingut Horvath
    7122 Gols, Burgenland, Österreich
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    Wandraschek Weinmanufaktur
    3500 Krems, Niederösterreich, Österreich
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    Weingut Artner
    2465 Höflein, Niederösterreich, Österreich
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  • Weingut
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    7503 Welgersdorf, Burgenland, Österreich
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