Neuer Geheim-Tipp für Berlin: Hawker Bar & Kitchen

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Hawker Bar & Kitchen Berlin

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Wenn die Berliner Gastro-Szene an die Schlüterstraße in Charlottenburg denkt, geht es meist um den südlichen Bereich nahe dem Kurfürstendamm, wo große Motoren vor bewährten Schickeria-Restaurants aufheulen. Kenner aber bewegen sich nordwärts, wo filigrane asiatische Küche (Good Friends, 893 Ryotei, Madame Ngo oder Lon Men's Noodle House) und im Union Jack herausragende Whiskys warten. In den diskreten nördlichsten Teil gesellt sich mit dem »Hawker« nun eine Hybrid aus Gastronomie und Bar, dem es überraschend gut gelingt, Eleganz mit Gemütlichkeit zu vermählen. Vortreffliche Getränke treffen auf herausragende Wohlfühl-Speisen im US-Stil.

Der Blick fällt auf die lang gezogenen gezackten und markant beleuchteten Metallelemente an den Wänden. Es handelt sich um Kunstwerke von Patricia Strickland, der Künstlerin, die das Hawker betreibt. Sie verwandelt die Wellen digitaler Ton-Dateien in Objekte. Und so zieren die Wände Beethovens »Ode an die Freude« und David Bowies »Heroes«. Auch ein Zitat aus Blade Runner ist dabei. Und es gilt, weitere augenzwinkernde Details in den drei Räumen zu entdecken, wie geheimnisvolle Gravuren in den Tischen und mehr. Ein beeindruckendes Händchen beweist die Gastgeber für Raumgefühl, Beleuchtung und Atmosphäre.

Gesellige Tische, romantische Nischen und ein lebhafter Bartresen – die Optionen gestalten sich mannigfaltig. Der erste Eindruck betont den einer Bar. Und tatsächlich beweist das Barteam ein Bewusstsein für klassische Cocktails genauso wie für schmackhafte Eigenkreationen. Herrlich der Hauscocktail: »Schlüter 75« mit Gin, Sherry, Basilikum, Gurke und Champagner. Balanciert und souverän gemixt auch die Klassiker um Sidecar und Old Fashioned. Die Preise der Cocktails liegen zwischen 12 und 16 Euro. Alkoholfreie Varianten schlagen mit 8 Euro zu Buche.

Knapp 20 abwechslungsreiche Still- und Schaumweine ergänzen das Sortiment. Ausgeschenkt wird in 0,15 Liter, die Preise beginnen ab 6 Euro je Glas. Vortrefflich lockt die Champagner Auswahl mit Pol Roger und Billecart-Salmon. Im offenen Ausschank sind Deutz Rosé und Perrier-Jouët geboten.

Eine wundervolle Überraschung bietet das Speise-Erlebnis, entwickelt von Chefkoch Sibusiso Mntambo. Bescheiden als »American Comfort Food« angekündigt, erleben die Gäste köstliche Deluxe-Versionen von Mac & Cheese, Fish & Chips oder Waldorf Salat. Herrlich der Old School Garnelen Cocktail und insbesondere der famose Burger mit Knochenmark, Limettendip und knusprigen Pommes Frites. Zwischen 8 und 20 Euro kosten die Speisen und auch wenn »Hawker« Straßenhändler oder Trödler bedeutet, schwingt auch die Assoziation an Edward Hoppers Bild »Nighthawks« mit. Für alle Nachtschwärmer deshalb besonders interessant: die Nighthawks-Abteilung der Karte, die nach 22 Uhr noch Cheddar- oder Parstrami-Sandwiches und Snacks anbietet. Nicht vergessen werden dürfen die süßen Köstlichkeiten vom hauseigenen Patissier Matthew, wie der American Pie à la Mode mit warmem Apfel und Eiscreme zu 7 Euro.

Insgesamt bietet das Hawker mit herzlichem Service, guten Getränken und fantastischem Essen, definitiv eine kulinarische Bereicherung für Berlin-Charlottenburg. Allerdings auch die Gefahr zwei Stunden länger zu verweilen, als man eigentlich vorhatte.

Hawker Bar & Kitchen
Schlüterstraße 75, 10625 Berlin
Dienstag bis Sonntag ab 18 Uhr
hawkerbarandkitchen.de

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