»MQ Libelle« landet auf dem Leopold Museum

© Hertha Hurnaus

© Hertha Hurnaus

Ende der 1990er Jahre haben die Architekten Laurids und Manfred Ortner bereits das MuseumsQuartier-Areal in seiner heutigen Form geplant und realisiert. Nun legen die beiden nach und präsentieren ihr neuestes Baukunstwerk, die »MQ Libelle«. Nach 1,5 Jahren Bauzeit entsteht damit ein neuer Raum für Kunst- und Kulturprojekte – und zwar über den Dächern Wiens.

Der Name leitet sich von der Form und der luftigen Situierung des Baukunstwerks ab. Die Ringe sind nämlich so angeordnet, dass sie den Umrissen einer Libelle ähneln. Die beiden Architekten und Staatspreisträger Ortner & Ortner haben die »MQ Libelle« mit gläsernem Körper und freier, abgerundeter Form bewusst als Kontrapunkt zu ihren Museumsbauten geschaffen. »Die Libelle ist ein Glücksbringer. Die Stadt liegt ihr zu Füßen«, sagt Laurids Ortner bei der Pressekonferenz am Dienstagvormittag. 

Kostenpunkt: 7,5 Millionen Euro

Die Gesamtfläche der Libelle beträgt 1350 Quadratmeter und hat eine Höhe von 7,69 Meter. Die Entstehung lag innerhalb des Zeitplanes, ebenso wie die Kosten von 7,5 Millionen Euro. Die Künstlerin Brigitte Kowanz ist die Frau hinter den Beleuchtungskörpern. »Ich habe versucht, nah an der Natur zu sein«, so Kowanz bei der Pressekonferenz. »In der Nacht bilden die drei Ringe Räume und spielen mit dem Licht. Bei Sonnenschein reflektiert das Sonnenlicht in den Metallkörpern.«

Die gläserne Außenhaut des architektonischen Meisterwerks auf dem Dach wurde von der Künstlerin Eva Schlegel entworfen. Es trägt den Titel »veiled« und besteht aus einem Geflecht aus 2.400.000 weißen Punkten unterschiedlicher Größe. Diese stellen, in abstrahierter Form, den Faltenwurf eines Seidentuchs dar. Doch die Punkte haben für Schlegel auch eine andere Funktion. »Sie dienen als Lichtschutz, damit die Nachbarn und die Umgebung nicht gestört werden«, verrät sie. 

Freier Eintritt und Kiosk

Bei freiem Eintritt bietet die Aussichtsterrasse des Leopold Museums ab dem 4. September einen unglaublichen Blick über die Innenstadt, bis zu den Wiener Hausbergen. Für Erfrischungen sorgt der kleine Kiosk »Zur Libelle«, der vom Café Leopold betrieben wird, inklusive Gastgarten. Einen Konsumzwang gibt es laut MQ Direktor Christian Strasser aber nicht. 

In den kommenden Eröffnungstagen wartet auf Besucher Kunstperformances, eine Licht- und Klanginstallation auf der Fassade des Leopold Museums. Im nächsten Jahr darf man sich auf Diskussionsveranstaltungen und Lesungen freuen. 

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