Montecucco – In der Zukunft liegt Potenzial

Montecucco – Im Herzen der Toskana

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Montecucco – Im Herzen der Toskana

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Wir befinden uns in Montecucco, dem Herzen der toskanischen Maremma, genau an den Hängen des Monte Amiata, einem alten erloschenen Vulkan, dem dieses Gebiet und seine Weinberge viel von ihrem Charme und ihrer Besonderheit verdanken. Auf der gegenüberliegenden Seite des Ombrone, den Fluss der die Weinbaugebiete trennt, befinden sich die »Cousinen« Brunello di Montalcino und Morellino di Scansano. Diese Nähe schüchtert nicht ein, sondern bekräftigt die territoriale Identität dieser in der südlichen Toskana gelegenen Sangiovese-Insel umso mehr.

Große Stärke Sangiovese

»Der Sangiovese ist unsere große Stärke«, sagt der neu gewählte Präsident Giovan Battista Basile, der seit Februar an der Spitze der »DOC Amiata« steht, und fährt fort: »Unser Montecucco hat eine eigene Persönlichkeit, die sich deutlich von den anderen in Italien produzierten Sangiovese-Weinen unterscheidet. Mit dem Begriff »unterscheidbar« will ich nicht auf die intrinsische Qualität der anderen Produkte hinweisen, sondern darauf, dass unser Sangiovese – der seit 2011 den DOCG-Status tragen darf – deutlich identifizierbar und von hoher Qualität ist«.

Sangiovese vom Vulkan

Hier trägt der Sangiovese die Düfte und Facetten seines Herkunftsgebietes in sich: manchmal rau, vulkanisch-mineralisch und ungezähmt, genau wie die noch wilde und charakterstarke Natur des Amiata, aber gleichzeitig verführerisch und betörend, mit der typischen Frische des Weinbaus aus höheren Lagen, vereint mit den warmen mediterranen Zügen der Meeresbrise, die von Westen her weht. »Das ist der eigentliche Trumpf von Montecucco«, sagt Basile, »die Tatsache, dass es einen Ausdruck des Territoriums gibt, der sich vollständig im Wein widerspiegelt und zur eigentlichen Seele des Sangioveses wird. Eine Authentizität, die durch die Feinfühligkeit der Erzeuger in puncto Umwelt noch verstärkt wird: 70 % des abgefüllten Weins ist biologisch zertifiziert. Wir stehen vor einem ganzheitlichen Gebiets-Ansatz, den ich seit Ende der 90er Jahre hautnah erleben durfte: Es geht nicht nur um Weinberge, sondern auch um die Ursprünglichkeit des Territoriums, den Respekt vor der Artenvielfalt und um agronomische Praktiken im Einklang mit der Natur«.

Aus der Krise kommt die Chance

Basile weiter: »Trotz der ernsten Probleme, die durch COVID-19 verursacht wurden, muss ich sagen, dass unsere Weingüter den Schlag gut verkraftet haben. Darüber hinaus konnte das Konsortium im Jahr 2020 und dank des wertvollen Beitrags einer privaten Stiftung die Produzenten unterstützen, indem sie keine Mitgliedsbeiträge zahlen mussten und ihre Kommunikationsaktivitäten ohne Unterbrechung fortsetzen konnten. Dennoch wird jetzt der neue Vorstand mit einem sehr schwierigen wirtschaftlichen Moment konfrontiert sein. Der Sektor leidet im Allgemeinen und unsere Branche im Besonderen, da wir fast ausschließlich über den Kanal ho.re.ca kommunizieren und ungewiss auf einen Neuanfang warten. Der letzte Sommer brachte überraschenderweise einen Boom an Besuchen und Verkostungen in den Kellern mit sich, leidenschaftliche Weintouristen kamen aus ganz Europa zu uns. Wir hoffen bald zum 'face to face' mit der Öffentlichkeit zurückkehren«.

Der Weg in die Zukunft

Für das Konsortium sind und werden vor allem Kommunikationsstrategien und der internationalen Förderung sehr wichtig sein, da die Denomination mit einem Anteil von über 60 % der Produktion sehr exportfreudig ist und auf Nordeuropa, die deutschsprachigen Länder, vor allem die Schweiz und Deutschland, sowie die USA abzielt. Heute hat Montecucco 68 Mitgliedskellereien, einen Jahresdurchschnitt von mehr als 1,5 Millionen Flaschen und insgesamt etwa 750 Hektar Weinberge. Festgeschrieben im Programm des neuen Vorstandes steht auch das Ziel die Produktion zu steigern und das gesamte noch unausgeschöpfte Potenzial der Rebflächen auszuschöpfen.


Info

Weitere Informationen zum Consorzio Tutela Montecucco finden Sie unter consorziomontecucco.it/en

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