Mitarbeitermangel: Kommt zurück!

Auf die Fragen antworten Profis aus der Branche.

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Gastronomie und Hotellerie sind am Limit. Es fehlt Personal. Laut dem U.S. Job Market Report möchten 58 Prozent der Gastro-Mitarbeiter bis Anfang des Jahres kündigen (Falstaff Profi berichtete), 25 Prozent die Branche sogar dauerhaft verlassen. Einer der Hauptgründe sei der Umgang mit den Mitarbeitern während der Pandemie, ein weiterer die fehlende bzw. unzureichende Work-Life-Balance. Was es nun zu tun gilt.

Stimmen aus der Branche

»First of all, die Gastronomie mit all ihren Facetten ist sicher die schönste Branche der Welt, jedoch ebenso eine mitunter harte; das muss auch kommuniziert werden. In Schulen wird meiner Meinung nach zum Teil nicht mehr zeitgemäß gelernt, was heutzutage als Kellner oder Koch wichtig ist. Heutzutage ist man viel mehr am Gast, muss die Rolle des Gastgebers übernehmen und ein Gespür für die Gäste haben. Diese Werte werden in der Ausbildung und in Schulen vernachlässigt.«
Daniel Schicker, Sommelier »Mühltalhof«

»Wir müssen die Gastro wieder so zeigen, wie sie eigentlich ist: Ein spannender und abwechslungsreicher Beruf mit einem ganz besonderen Miteinander sowie die Liebe zu Lebensmitteln und hochwertigen Produkten – und das zu fairer Entlohnung und geregelten Arbeitszeiten.«
Hans Reisetbauer, Reisetbauer Qualitätsbrand

»Wir müssen alle gemeinsam dafür sorgen, die Gastronomie in ein viel besseres Licht zu rücken, die Schattenseiten hinter uns zu lassen und den jungen Menschen bewusst machen, dass Gastronomie der geilste Berufszweig ist, den es gibt. Lehrlinge in meinem Betrieb haben von Anfang an volle Verantwortung für die jeweils zugeordneten Posten. Unter anderem ist mir der Zusammenhalt und der freundliche Umgang im Team sehr wichtig, der den Lehrlingen von Anfang an gelehrt wird und den sie spüren. Ein freundlicher und professioneller Umgang ist und sollte überall Grundvoraussetzung sein.«
Daniel Hutsteiner, »Kirchenwirt« in Diersbach

»Ich denke, es ist wichtig, den jungen Menschen Perspektiven zu bieten und ihnen aufzuzeigen, in welche Richtung sie sich in der Gastronomie entwickeln können. Bei einer guten Ausbildung wird es in unserer Branche mittelfristig auch möglich sein, richtig gut zu verdienen. Zusätzlich gibt es keine Branche, wo man so viel von der Welt sehen kann, wie die Gastronomie. Und wir alle müssen uns bemühen, das Image der Dienstleistungsbranche weiterhin zu verbessern, unter dem bekannten Motto von Ritz-Carlton: ›We are ladies and gentlemen serving ladies and gentlemen.‹«
Manfred Kröswang, Kröswang

»Indem wir vermehrt und gemeinsam die Werbetrommel rühren, die Chancen und Möglichkeiten in der Gastronomie aufzeigen und all jene vor den Vorhang holen, die beispielhafte Karrieren gemacht haben. Zeitgeistige Modelle wie Lehre mit Matura sollten wir forcieren und die Vielfalt an Berufen aufzeigen.«
Thomas Panholzer, Transgourmet

»Wichtig ist, das Image der Berufe im Tourismus allgemein wieder in das richtige Licht zu rücken. Es wird viel zu wenig über die schönen Dinge, die entscheidenden Gründe, warum man einen Beruf in der Gastronomie oder Hotellerie wählt, gesprochen: Die hohe Wertschätzung und Dankbarkeit der Gäste, die vielen sozialen Kontakte, das gemeinsame Arbeiten im Team in Situationen, die ausschließlich schöne Erinnerungen schaffen. Man erntet Freude, in dem man Freude schenkt.«
Elisabeth Hauser-Benz, Juniorchefin Bio-Hotel »Stanglwirt«

»Wenn wir ganz ehrlich zueinander sind, braucht es neue Arbeitszeitmodelle und bessere Kollektivlöhne. Was uns fehlt, ist Wertschätzung und der Mut, komplett neue Wege in der Ausbildung zu gehen, mal Vorreiter zu sein, statt wieder etwas aus anderen Ländern zu kopieren.«
Philipp Stohner, Fachbereichsleiter Küche, WIFI der WK Tirol

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Falstaff Profi Magazin 06/2021
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