Lenny Kravitz designt jetzt auch Möbel

Bereits seit 2003 tritt Rockstar Lenny Kravitz als Designer in Erscheinung. Eines seiner Highlights ist das Redesign der Sesselserie »Mademoiselle« für Kartell, die ursprünglich von Philippe Starck stammt.

© Kartell

Bereits seit 2003 tritt Rockstar Lenny Kravitz als Designer in Erscheinung. Eines seiner Highlights ist das Redesign der Sesselserie »Mademoiselle« für Kartell, die ursprünglich von Philippe Starck stammt.

© Kartell

Kreativität muss man rauslassen. Sofern diese Talente mehr sind als ein bloßer Gag, um die Marketingmaschinerie am Laufen zu halten. Wenn Stars also das Kreativfach wechseln, sollte man genauer hinschauen. Bei Lenny Kravitz hat man das jedenfalls gemacht und für gut befunden, was der mehrfache Grammy-Preisträger abseits musikalischer Gefilde so treibt. Seine schauspielerischen Auftritte werden beklatscht, seine Fotoausstellungen sind gut besucht, aber so richtig gefeiert wird vor allem Kravitz’ Output als Designer.

Let Design Rule

Der 53-jährige New Yorker, der mittlerweile in Paris lebt, gründete bereits 2003 sein Label Kravitz ­Design und hat seitdem einiges auf die Beine gestellt. Kleiner Auszug aus dem Portfolio gefällig? Für Rolex hat der Rockstar im Vorjahr eine »Daytona« auf Vordermann gebracht, und auch der heimische Modeschmuck-Player Swarovski griff auf ­Lennys Dienste zurück und ließ sich einen Luster von ihm gestalten. Für Kartell gab er den kultigen Stühlen »Mademoiselle« von Philippe Starck ein neues Erscheinungsbild, und gemeinsam mit der amerikanischen Einrichtungskette CB2 ließ Kravitz die 70er-Jahre wieder auferstehen. Sinngemäß mit schrägem Glam-Rock-Mobiliar – Teppich, Pölster und Accessoires inklusive. Irgendwie hat man den Eindruck, dass Kravitz, der eben auch für mehrere Millionen Dollar die Luxusresidenz »75 Kenmare« in Manhattan als Innenarchitekt einrichtete, momentan (zumindest kommerziell) erfolg­reicher als Designer denn als Musiker ist.