»La Lucha«: Authentisches Mexiko in Berlin

Charmant sachlich und farbenfroh kämpft das »La Lucha« gegen Klischees.

Foto beigestellt

Charmant sachlich und farbenfroh kämpft das »La Lucha« gegen Klischees.

Charmant sachlich und farbenfroh kämpft das »La Lucha« gegen Klischees.

Foto beigestellt

Unglaublich, wie sich das Paul-Lincke-Ufer auf der Kreuzberger Seite des Landwehrkanals in den letzten Jahren kulinarisch verändert und verbessert hat. Die Straße entlang des Gewässers trägt den Namen des berühmten Berliner Komponisten, dessen Komposition »Berliner Luft« durch die Operette »La Luna« gleichsam zu einer Nationalhymne der Spreemetropole wurde. Nun müssen wir »La Luna« aber gleich wieder ausblenden, wir wollen uns ja »La Lucha« widmen. Die Berliner Luft duftet am Landwehrkanal nun nach Mole und Mezcal. Die Küche Mexikos hält auf anspruchsvollem Niveau Einzug.

»Modern Mexican«

Dafür sorgt Max Paarlberg und sein sympathisches Team an Herd und Tresen. Wer das Lokal betritt, den umgibt ein zugleich sachliches und farbenfrohes Design. Ungewöhnlich und vertraut zugleich. Bunte Wandfarben und eine kantige Formensprache werden aufgelockert durch dezent folkloristische Details mexikanischer Prägung, wie Früchte, Agaven und die moderne Interpretation desselben. »Modern Mexican« lautet zudem das Motto des Restaurants, das gilt dann auch für das Dekor.

Kampf den Klischees

Paarlberg ist in der Gastro-Szene der Hauptstadt kein Unbekannter und steckte bereits hinter innovativen und zugleich fröhlichen Konzepten, wie dem Hot Dog & Whiskey-Konzept im »Bourbon Dogs« und auch bei dem peruanischen Restaurant »Chicha« war er beteiligt. Der international erfahrene Food-Enthusiast studierte eine Zeit lang in Mexiko und war Anfangs selbst verblüfft, wie großartig die dortige Küche aufzutischen vermag. Würzige und zugleich frische Impulse zeichnen das Essen aus. Es ist gar nicht dieses deftige Bohnenpamps-in-Maismehlteig Futter, mit dem sparbewusste deutsche Esser in fadenscheinigen Tex-Mex-Kaschemmen anfänglich oft in Berührung kommen.

»La Lucha« bedeutet übersetzt so viel wie der Kampf oder das Ringen. Und so nimmt das Team den Kampf auf, gegen klischeebeladene Vorurteile gegenüber der Küche Mexikos, die 2010 von der UNESCO zum Welterbe deklariert wurde.

Foto beigestellt

Die Küchencrew wahrt die Balance aus Klassik und Moderne. Weitläufig bekannte Gerichte erfahren einen neuen und zeitgemäßen Twist. So der vegane Burrito zu 6,50 Euro, zahlreiche Cevice Varianten und natürlich die Mole Poblano, eine Art Nationalgericht mit einer köstlichen Soße zum Hühnchen mit Schokolade, Gewürzen, Wassermelone und Chili.

Eine schöne Idee ist die »La Lucha Selection« zu 18,50 Euro pro Person. Für zwei oder mehr Gäste kommt eine bunte Auswahl an den aktuellen Kreationen des Küchenteams auf den Tisch, um die gesamte Bandbreite der Aromen Mittelamerikas mit Schärfe, Süße und animierender Frische kennen zu lernen. Im Lokal merkt man rasch das internationale Sprachgewirr unter den Gästen. Zahlreiche Mexikaner sind darunter und freuen sich, dass sie hier eine Anlaufstelle für ihre heimische Küche haben, die unverfälscht und original mundet.

Foto beigestellt

125 Agaven-Destillate

Das Service-Team ist mit großer Leidenschaft für die Fragen der Gäste da. Es gibt so viel zu erkunden. Auch bei den flüssigen Angeboten am Bartresen. Um die 125 Agaven-Destillate stehen im Rückbuffet der Bar, die die Gäste gleich am Eingang auf mehr als einen Margarita verführen möchte. Tequila, Mezcal, Baconara oder Sotol beweisen die Vielfalt der Trinkkultur Mexikos. Um Neugierige an die Spirituosen heranzuführen, bietet die Karte mehrere Dreier-Set, die einen feinen Einstieg ermöglichen, ganz ohne pubertäre Trinkrituale mit Salz und Zitrone.

Das »La Lucha« stellt eine wundervolle Bereicherung der internationalen Gastro-Szene Berlins dar und bietet ein hervorragendes Guckloch zu dem an, was die mexikanische Küche in Wahrheit sein kann: Großartig.

Info

La Lucha
Paul-Lincke-Ufer 39/41

10999 Berlin-Kreuzberg


www.laluchaberlin.com