Klimawandel und Fine Wines

Das Weingut Mura Mura im Monferrato im Piemont

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Das Weingut Mura Mura im Monferrato im Piemont

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Mura Mura, ein junges Weingut im Monferrato war Anfang November Gastgeber der internationalen Konferenz »Climate Change and Fine Wines«. Wie Guido Martinetti und Federico Grom, die beiden Gründer des jungen Weingutes eröffneten, habe Mura Mura ein einfaches Ziel: außergewöhnliche Weine und außergewöhnlichen Menschen an einem magischen Ort zusammenzubringen und sich gegenseitig zu inspirieren. Zu den »außergewöhnlichen Persönlichkeiten«, die an der Konferenz teilnahmen, gehörten Aubert De Villaine, Miteigentümer der Domaine de la Romanée-Conti, sowie viele weitere bekannte Winzer aus verschiedenen Teilen Italiens (Langhe, Sizilien, Toskana, Trentino) und der Welt (Österreich, Bordeaux, Burgund, Champagne, Rhone, Sonoma Valley in den USA und Spanien).

Nachhaltiges Handeln

Die Konferenz wurde mit Reden von José Vouillamoz von der Académie Internationale du Vin und Carlo Petrini von Slow Food eröffnet, die auf die Folgen der globalen Erwärmung hinwiesen und die Möglichkeiten der Winzer aufzeigten, die Böden zu schützen und die biologische Vielfalt durch nachhaltiges Handeln zu bewahren, wobei, wie Petrini es ausdrückte, Nachhaltigkeit »alles bedeutet, was wir im Leben und bei der Arbeit tun, das auf eine größere Dauerhaftigkeit ausgerichtet ist«.

Extreme Wettereignisse

Aus den Vorträgen ging ein wesentlicher Punkt hervor: Die globale Erwärmung hat sich nicht in allen Gebieten der Erde in gleichem Maße bemerkbar gemacht und hatte nicht die gleichen Folgen, obwohl es überall zu einer Veränderung der Traubenerträge sowie des Säuregehalts und der Aromen der Weine gekommen ist, wie Elio Altare betonte. Gebieten mit extrem heftigen Wetterereignissen wie Bränden, schweren Hagelstürmen und Überschwemmungen, wie Sizilien, Österreich, Kalifornien und Spanien, wie Alessio Planeta (Planeta), Willi Bründlmayer (Weingut Bründlmayer), Carlo Mondavi (Raen) und Alvaro Palacios (Bodega Alvaro Palacios) ausführten, stehen Gebieten gegenüber, die von dem Temperaturanstieg sogar profitieren konnten. Mario Pojer von der Azienda Agricola Pojer e Sandri meinte, dass »unsere Produktion im Trentino dank der Bodenbeschaffenheit von der Möglichkeit wahrnahm, sich in höhere Lagen zu begeben. In den letzten Jahren konnten dank des Klimawandels und des Anstiegs der Temperaturen spät reifende Trauben wie der Cabernet, voll ausreifen.«

Die Auswirkungen des Klimawandels sind unterschiedlich, ebenso wie die agronomischen Entscheidungen und die Bewirtschaftungstechniken, für die sich jeder Erzeuger entschieden hat, um die hohe Qualität der Produktion zu erhalten, zwangsläufig unterschiedlich sein müssen. Eher der Innovation Zugeneigte wie Saskia De Rothschild, die sich auf Château Lafite mit der Entstehung von Hybridreben und der Wiederherstellung der Artenvielfalt auf dem historischen Weingut befasst, stehen Erzeuger gegenüber, die eher der Tradition verpflichtet sind und für die die Wahrung der Identität des Weins vor allen anderen Aspekten steht. Beispiele hierfür sind Aubert De Villaine, Thomas Duroux von Château Palmer und Jean-Pierre Perrin von Château de Beaucastel, die sich gegen genetische Veränderungen aussprechen und entschlossen sind, die Reinheit der Sorte zu schützen, indem sie andere Aspekte wie die Wahl der Unterlage und die Klonvielfalt nutzen.

Heißer versus kühler Jahrgang

Nach der Theorie gab es dann auch Praktisches: Von jedem der Weingüter der Redner und anderer befreundeter Winzer gab es einen Wein aus je einem heißen und einem kühlen Jahrgang zu verkosten. In der Regel waren es die Weine aus den kühleren Jahren, die besser dastanden, wie der 2004er Echezaux der Domaine der einem 2005er gegenüberstand, oder der 2004er Riesling von Bründelmayer. Es gab aber auch Ausnahmen wie den 2003er Barbaresco Asili von Ceretto oder den überraschenden 2000er Santa Caterina von Planeta.

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