Karl-Heinz »Carlo« Wolf (1949 – 2017)

© WeinArt

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Am Freitag, den 21. April, ist Carlo Wolf seiner schweren Krankheit erlegen. Der in Bad Honnef in Deutschland geborene Unternehmer besaß eine Vielzahl an Talenten, die er stets in gelungene Aktivitäten rund um die Themen Essen und Wein umsetzen konnte. In den letzten beiden Jahrzehnten lebte der Gourmet-Tausendsassa, passionierte Waidmann und Musikliebhaber in Steinbach am Attersee, wo er im ehemaligen kaiserlichen Forsthaus die Firmen LandArt und WeinArt etabliert hatte. Viele Genießer und Weinfreunde hatten dort Gelegenheit, Carlo Wolf, den großen Gastgeber, persönlich kennen und schätzen zu lernen. Seine Großzügigkeit was ebenso legendär wie sein fachliches Wissen, das er ebenso freigiebig mit Gleichgesinnten teilte wie seine besten Weine.

Werdegang

Sein beruflicher Werdegang führte ihn über die Hotelfachschule in Bad Reichenhall zu Praxisstationen in Zürich, London und schließlich ins legendäre Negresco. Von 1975 bis 1980 war Carlo Wolf der Patron des Bonner Nobelrestaurants »Chez Loup«, das mit einem Michelin-Stern geadelt wurde. Da es mit dem Nachschub für kulinarische Produkte in der aufstrebenden Topgastronomie nicht so toll bestellt war, gründete Wolf seinen eigenen Lieferservice, den »Rungis Express«, zwei Jahre darauf seine Weinhandelsfirma »Wein Wolf«, 1988 gründete er die Firma Pommery Deutschland, nach dem erfolgreichen Verkauf seiner Firmen, folgten 1990 mit Grand Cru Select und 1992 mit Wein Art Deutschland die nächsten lukrativen Weinhandelsfirmen. 

Übersiedlung nach Österreich

Bald nach seiner Übersiedelung nach Österreich wurden LandArt und Wein Wolf Österreich ins Leben gerufen. Aber auch seine Vergangenheit als Spitzenkoch holte Carlo Wolf ein. 1998 eröffnete er das Restaurant »Tanglberg« in Vorchdorf, das in Windeseile 18 Punkte bei Gault Millau erhielt. Nach dem Verkauf von Wein Wolf Österreich wurde 2000 WeinArt gegründet und Carlo Wolf wandte sich im burgenländischen Halbturn dem Weinbau zu. Er war im Schloss Halbturn für die Umstrukturierung des Weingutes zuständig und war bis 2005 für den qualitativen Aufstieg des Betriebes bis in die Topliga der heimischen Weinproduzenten verantwortlich. 

Verbindung zu Falstaff

Im Jahr 2009 trennte sich Carlo Wolf von seinen deutschen Beteiligungen an WeinArt und Grand Cru Select und unterstützte fortan seine Tochter Katharina beim Ausbau der WeinArt Österreich. Carlo Wolf besuchte nicht nur regelmäßig die Spitzenwinzer die in seinem Portfolio vertrieben wurden, sondern auch die Topgastronomie. So konnte ihn auch das Falstaff-Magazin als Berichterstatter über prominente Adressen gewinnen, die er allerdings unter Pseudonym verfasste. Mit Carlo Wolf verliert die Gastro- und Weinwelt einen wichtigen Qualitätsmotor und einen kritischen Geist, der stets in der Lage war, selbst erfolgreich vorzuleben, wie etwas richtig gemacht gehört. Unser Mitgefühl gehört seiner Frau Susanne und seinen vier Kindern, in denen seine Kreativität und sein Unternehmergeist weiterleben wird.

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