Wenn sich nationale und internationale Spätburgunder-Experten und Erzeuger in Deutschland zum Austausch treffen, dann wird viel diskutiert, verhandelt und verkostet. Insgesamt 50 Winzer aus acht Nationen präsentieren mehr als 200 Spätburgunder-Weine. Als Weinexperte können auch Sie an den einzelnen Veranstaltungen teilnehmen.

Falstaff stellt ab sofort in einer Serie die acht Teilnehmerländer Deutschland, Österreich, Schweiz, Italien, Frankreich, USA, Neuseeland und Südafrika vor und erklärt, welchen Stellenwert der Spätburgunder in diesen Ländern hat und welche Entwicklung er genommen hat.

Teil eins: Neuseeland

Kapriziöser Hauptakteur
Einige der großartigsten Weine der Welt stammen von der Rebsorte Pinot Noir. Sie ist der rote Hauptakteur in Burgund und in der Champagne, findet sich jedoch nicht auf der Liste der am häufigsten angebauten internationalen Rebsorten. Woran liegt das? An seiner kapriziösen Persönlichkeit! Die Traube ist wählerisch, gar eine Diva, und zeigt die ganze Bandbreite ihrer einzigartigen duftenden, atemberaubenden Komplexität nur unter besten Bedingungen – wie etwa in Neuseeland. 

Der Spätburgunder in Neuseeland hat sich in den letzten 30 Jahren einen beneidenswerten Ruf verschafft. Boden, Klima, nahezu perfekte Önologie und besondere Klone haben die Winzer beflügelt, die Rebsorte in vielen unterschiedlichen Regionen des Landes anzubauen. So wie im Burgund hat die Rebsorte es geschafft, zum Aushängeschild der Weinregion zu werden – ein Schaufenster, in dem jede Region, jede Unterregion, jedes Mikroklima, jede Lage, jeder Hang und jeder Winzer sein Resultat der Welt präsentieren kann. Die Begeisterungswellen schlagen immer höher, und seit Jahren lassen die neuseeländischen Winzer ihre Muskeln auf der Weltbühne spielen. Das wird zweifellos noch über Generationen so weitergehen. Die Konstante dabei ist, dass Pinot Noir der wahre Held ist. Die Sorte stellt sehr hohe Anforderungen, ist in ihrer Liebe auch sehr großzügig. Sie gibt jeder Region eine gleichwertige Chance, sie zu teilen, so dass sie in jedem ihrer Heimatorte in Neuseeland ihr Können und ihre Schönheit zur Schau stellen kann.

Anlässlich des Spätburgunder Symposiums können Weinexperten an verschiedenen Seminaren und Workshops über neuseeländischen Spätburgunder teilnehmen. Es besteht auch die Möglichkeit, die Winzer kennenzulernen und neuseeländische Pinot Noirs zu verkosten.

Spätburgunder Symposium
8. - 9. März 2014
Dorint Parkhotel Bad Neuenahr
Hardtstraße 1
53474 Bad Neuenahr-Ahrweiler
Tel: +49 (2641) 8950

Samstag, 8.3.2014
Weltweit anerkannte Dozenten, Verkostungen, Diskussionen
120,- €

Gala: Samstag, 8.3.2014
5-Gänge-Sternemenü, 10 begleitende Spätburgunder,
Wein-Intermezzo, Bierbar
240,- €

Leistungsschau: Sonntag, 9.3.2014
50 nationale und internationale Winzer, 160-200 Spätburgunder
45,- €

Besuchen Sie auf dem Symposium:

Craggy Range Vineyards, Havelock, NZ
www.craggyrange.com

Schubert Wines, Martinborough, NZ 
www.schubert.co.nz

Johner Estate, Masterton,
www.johner-estate.com


Weitere Informationen und Buchung unter:
www.spätburgunder-symposium.de


Text von Alexander Kohnen

Wein in Neuseeland

Zahlen und Fakten:

Anzahl selbstvermarktende Weingüter: 324

Anzahl Traubenerzeuger: 1000

Anzahl Kellereien: 700

Ertragsfläche: 34.200 ha

Jahresproduktion: 179 Millionen Liter

Pinot Noir: 4828 ha (14%)

Ertragsfläche Sauvignon Blanc: 17297 ha (51%)