Helden der Nacht: Die besten Bars und Barkeeper 2018

One Trick Pony aus Freiburg ist die Neueröffnung des Jahres.

© Baschi Bender

One Trick Pony aus Freiburg ist die Neueröffnung des Jahres.

© Baschi Bender

Der neue Falstaff Bar- und Spiritsguide ist da. Bis Ende September war die Falstaff-Community auf der Suche nach den besten Bars ­in Österreich, Deutschland und der Schweiz. Über 2.000 Adressen aus dem deutschsprachigen Raum standen zur Wahl, über 23.000 Votings gingen ein. Die 550 Bars mit den besten Bewertungen haben es in den Guide geschafft.

Längst ist der Bar- und Spiritsguide ein fixer Bestandteil der heimischen Lokalszene. Immerhin wächst diese in einem so rasanten Tempo, dass es schwerfällt, den Überblick zu behalten – hier schafft der Guide Abhilfe. Neben der Beschreibung und Bewertung von über 500 Bars wurden auch wieder Sieger in Kategorien wie Neueröffnung,  American Bar des Jahres und auch der Bartender und Rookie des Jahres ausgezeichnet.

Neueröffnung des Jahres: One Trick Pony, Freiburg

© Baschi Bender

Bloß nicht zu schick sollte sie werden – das sagte Boris Gröner noch im Vorfeld, als er sich mit Andreas Schöler und seiner ersten eigenen Bar im Keller des Hauses Oberlinden 8 selbstständig machte. Jetzt ist die Divebar »One Trick Pony« im ehemaligen »Klub Kamikaze« die angesagteste Bar-Eröffnung des
Landes. Barchef Jan Jehli setzt auf innovative Cocktails, die Küche der Bar gleicht einem Labor: Reagenzgläser, eine Zentrifuge, daneben der Entsafter, ein Umwälz-Thermalisierer und ein Rotationsverdampfer helfen dabei, einzigartige Drinks zu kreieren. Als erste Bar konnten die Überflieger gleich drei Preise bei den Mixology Awards mit nach Hause nehmen: für die beste Bar, die beste Karte und den Mixologen des Jahres.

Oberlinden 8
79098 Freiburg

www.onetrickpony.bar

Drinks 49 von 50
Ambiente 18 von 20
Service 19 von 20
Sortiment 9 von 10
GESAMT 95 von 100


American Bar des Jahres: Les Fleurs du Mal, München

Der legendäre Barkeeper Charles Schumann denkt auch mit 76 Jahren noch nicht ans Aufhören.

Foto beigestellt / Charles Schumann © Michael Wilfling

Neun Meter lang ist der Tisch aus Nussbaumholz im ersten Stock des berühmten »Schumann’s« am Hofgarten in München, gefertigt aus einem einzigen Baum. Er bildet das Kernstück der Bar »Les Fleurs du Mal« von Barlegende Charles Schumann. Sie ist der ruhende Gegenpol zur geschäftigen Bar im Erdgeschoss, ­die allabendlich aus den Nähten zu platzen scheint. Ein Raum für »kultiviertes Trinken« ­
mit dezenter Beleuchtung, mit holzvertäfelten Wänden und flauschigem Teppich, in dem es nur eine Regel gibt: Bitte sitzen! Und dafür gibt es an der langen Tafel reichlich Platz – und Raum, um die Drinks ganz persönlich mit dem Barmann zu besprechen.

Odeonsplatz 6-7
80539 München
www.schumanns.de

Drinks 50 von 50
Ambiente 19 von 20
Service 19 von 20
Sortiment 9 von 10
GESAMT 97 von 100


Hotelbar des Jahres: The Curtain Club, Berlin

Im »The Curtain Club« finden die Gäste viel edles Holz und feinste Drinks von Bar-Chef Arnd Heißen.

Foto beigestellt

Hinter schweren, gemusterten Vorhängen in einer der elegantesten Hotellobbys Berlins liegt die beste Hotelbar des Jahres: »The Curtain Club« im
 »Ritz-Carlton«. In der amerikanisch anmutenden Bar genießt man die Drinks von Bar-Manager Arnd Heißen in bequemen Sesseln, unterlegt von dickem Teppich. Die Karte
verspricht die »Reincarnation of Taste«: ein Erlebnis aus feinen Zutaten, ausdrucksvollen
Aromen und kostbaren Essenzen. Dass die Sirups und Konzentrate alle hausgemacht sind, versteht sich von selbst. Einige Kräuter, Gemüse und Früchte sollen sogar aus dem hauseigenen Garten des »Ritz-Carlton« stammen. Neben Heißens Spezialität Tee- und Kräuter-Cocktails beschäftigt er sich leidenschaftlich mit Parfümeur-Techniken und dem Zusammenspiel der Zutaten in seinen Drinks.

»The Curtain Club« ist ein Ort für Kenner und Genießer. Denn Heißen ist nicht nur ein Virtuose, was das Mixen angeht, sondern auch ein begnadeter Gastgeber. In edlem Kristall oder auch einmal im kleinen Hausaltar serviert der Mixologe des Jahres 2014 seine duftenden Kreationen, während am Wochenende eine Pianistin Jazz spielt.

Potsdamer Platz 3
10785 Berlin
www.ritzcarlton.com/berlin

Drinks 48 von 50
Ambiente 18 von 20
Service 19 von 20
Sortiment 9 von 10
GESAMT 94 von 100


Loungebar des Jahres: Imperii Bar, Leipzig

André Pintz, Imperii Bar Leipzig

Foto beigestellt

Mit dem »Imperii« hat André Pintz (vorne im Bild) vor zwei Jahren eine Loungebar der Extraklasse geschaffen. In bester Innenstadtlage am Oelßner’s Hof sind die Bar, eine gemütlich-versteckte Zigarrenlounge und eine Champagnerlounge mit Ausblick auf Leipzigs Straßen vereint.

Brühl 72
04109 Leipzig
www.imperii.de

4 Falstaff Gläser © Falstaff Verlag

Drinks 48 von 50
Ambiente 19 von 20
Service 19 von 20
Sortiment 9 von 10
GESAMT 95 von 100


Restaurantbar des Jahres: Pauly Saal Bar, Berlin

Foto beigestellt

Einst befand sich in den Räumlichkeiten eine jüdische Mädchen-schule, heute ist hier das Szene-
restaurant »Pauly Saal«, ausgezeichnet mit einem Michelin-Stern, samt einer der wohl schönsten Bars Berlins zu Hause. Der schicke Lounge- und Barbereich erinnert an den Stil der »Goldenen Zwanziger«. Zu fein abgestimmten Drinks wird fantastisches Barfood von Sternekoch Arne Anker gereicht.

Auguststraße 11–13
10117 Berlin
www.paulysaal.com

3 Falstaff Gläser © Falstaff Verlag

Drinks 47 von 50
Ambiente 18 von 20
Service 19 von 20
Sortiment 9 von 10
GESAMT 93 von 100


Lebenswerk: Stefan Gabányi, Bar Gabányi

Im zarten Alter von sieben machte Stefan Gabányi bereits seine allerersten Erfahrungen in der Gastronomie. Seine »Bar Gabányi« im Altbauviertel der Ludwigsvorstadt ist der ideale Ort für einen gepflegten Rausch.

Foto beigestellt

»Eine Bar muss wie eine Höhle sein«, hat Stefan Gabányi einmal gesagt. »Wenn sich die Türe schließt, bleibt die Welt draußen.« Der Mann mit dem imposanten Backenbart ist eine Ikone der Bar-Szene. Seit mehr
als drei Jahrzehnten steht das Münchner Urgestein bereits hinter dem Tresen. Ganze 23 Jahre davon als Barkeeper und Whisk(e)y-Experte an der Seite des großen Charles Schumann. 2012 öffneten sich dann endlich die Pforten zu seiner eigenen Bar – der »Bar Gabányi«. Neben den Cocktails sollte man unbedingt auch einen Blick auf die Whisk(e)y-Auswahl werfen.

Beethovenplatz 2
80336 München
www.bar-gabanyi.d

3 Falstaff Gläser © Falstaff Verlag

Drinks 49 von 50
Ambiente 17 von 20
Service 19 von 20
Sortiment 9 von 10
GESAMT 94 von 100


Rookie des Jahres: Daniel Gsöllpointner, Die goldene Bar, München

Die Goldene Bar, München

© Instagram/anoojanv

Eines der großen Talente der Branche ist Daniel Gsöllpointner. Dem gebürtigen Österreicher werden von der Barszene ganz besonders ausgeprägte Geschmacksknospen bescheinigt. Bevor es ihn nach München in »Die goldene Bar« im Haus der Kunst verschlagen hat, sammelte der diplomierte Jungbarkeeper fleißig Erfahrungen im »Lennox« und in der Bar »Frau Dietrich« in Linz. Gemeinsam mit seinen Kollegen gewann er 2016 den Mixology Bar Award für das beste Barteam des Jahres. Und auch für den
kommenden Award 2018 ist er wieder nominiert, diesmal solo als Bester Newcomer.

Prinzregentenstraße 1
80538 München
www.goldenebar.de

Drinks 50 von 50
Ambiente 19 von 20
Service 19 von 20
Sortiment 9 von 10
GESAMT 96 von 100


Bartender des Jahres: Stephan Hinz, Little Link, Köln

Stephan Hinz, Little Link, Köln

© Cocktailkunst

Ob Sous-vide, Cold Drip oder Fat-Washing, der Bartender des  Jahres experimentiert in seiner Bar »Little Link« mitten im bel­gischen Viertel in Köln mit allen Techniken, die ihm unterkommen. Kein Wunder, dass Stephan Hinz bereits zahlreiche Auszeichnungen der Barbranche sein Eigen nennen kann. Der gebürtige Berliner gilt als König der Cocktails, als einer,
der beim Kreieren seiner
Drinks immer wieder ganz neue, ungeahnte Dimensionen erreicht. Und auch die Barfood-Karte kann sich mit feinen
Knabbereien und Sandwiches sehen lassen.

Maastrichter Straße 20
50672 Köln
www.littlelink.de

Drinks 49 von 50
Ambiente 18 von 20
Service 19 von 20
Sortiment 9 von 10
GESAMT 95 von 100


Der Guide 2018

Der Falstaff Bar- und Spiritsguide 2018

© Falstaff Verlag

Die besten 550 Bars aus Deutschland, Österreich und der Schweiz, 470 Spirituosen und 50 Craft Beers in einem Guide. Allesamt treffsicher beschrieben, übersichtlich bewertet und größtenteils mit Foto versehen.

Der Falstaff Bar & Spirits Guide 2018 erscheint am 29. November und kann ab dann unter www.falstaff.de/guides zum Preis von 9,90 Euro bestellt werden. Abonnenten bekommen den Guide mit der Ausgabe 08/17 frei Haus geliefert.

ERSCHIENEN IN

Falstaff Nr. 08/2017
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