Glückliche Sieger auf der Falstaff Wein Trophy 2016

And the winners are (v.l.): Victoria Lergenmüller (Newcomerin des Jahres), Ernie Loosen (Weinbotschafter des Jahres), Nina Mann (Sommelière des Jahres), Theresa Breuer (Winzerin des Jahres), Jakob Peter Kühn (Lebenswerk)

© Falstaff/Alois Müller

And the winners are (v.l.): Victoria Lergenmüller (Newcomerin des Jahres), Ernie Loosen (Weinbotschafter des Jahres), Nina Mann (Sommelière des Jahres), Theresa Breuer (Winzerin des Jahres), Jakob Peter Kühn (Lebenswerk)

© Falstaff/Alois Müller

Im vergangenen Jahr war Carolin Spanier Gillot die erste Frau, die »längst überfällig« im Rahmen der Falstaff Wein Trophy zur Winzerin des Jahres ausgezeichnet wurde. Stand sie damals noch alleine zwischen drei Männern auf der Bühne, so hat sich das Bild 2016 stark verändert. In den drei Kategorien »Winzer des Jahres«, »Newcomer des Jahres« und »Sommelier des Jahres« hat die hochkarätige Jury mit Theresa Breuer, Victoria Lergenmüller und Nina Mann gleich drei Frauen auf das Siegerpodest gehoben.

Peter Jakob Kühn, der bereits im Falstaff Weinguide 2016 mit der besten Kollektion ausgezeichnet wurde durfte sich bei der Falstaff Wein Trophy über die Auszeichnug für sein »Lebenswerk« freuen. Erstmals in der Geschichte der Falstaff Wein Trophy wurde auch der »Weinbotschafter des Jahres« ausgezeichnet: Ernie Loosen freute sich sehr über den Preis, der als solches nicht in jedem Jahr vergeben wird.

Ehrwürdiger Rahmen

Wie in den Vorjahren bot das Schloss Hugenpoet in Essen-Kettwig auch 2016 den würdigen Rahmen für die »Oscar-Nacht« der Weinszene. Zur »Winerzin des Jahres« wurde in diesem Jahr Theresa Bauer gekürt. Die heute 31-Jährige aus dem Rheingau trat 2004 das Erbe ihres überraschend verstorbenen Vaters an und hat dafür gesorgt, dass das Weingut Georg Breuer auch 2016 unverändert für einen puristischen Weinstil steht. Victoria Lergenmüller vom Weingut Sankt Annagut aus der Pfalz ist mit 24 Jahren zur »Newcomerin des Jahres« gekürt worden. Sie sorgt vor allem mit ihren markanten Rieslingen deutschlandweit für Aufsehen. »Sommelière des Jahres« ist Nina Mann, die ab März in Christian Baus Restaurant »Victor's Fine Dining« in Perl-Nennig den Weinservice leiten wird.

Nominees Dinner

Moderiert wurde die Preisverleihung von Falstaff-Herausgeber Christoph Teuner. Beim anschließenden »Nominees Dinner« durfte, neben einer Auswahl von feinen Weinen der nominierten Weingüter, freilich auch das passende Wasser nicht fehlen. »Gerolsteiner engagiert sich bereits seit vielen Jahren für die Weinkultur und die Information zum Zusammenspiel von Mineralwasser und Wein. Daher sind wir Mitinitiator der Falstaff Wein Trophy und unterstützen diese Initiative zur Förderung höchster deutscher Weinkultur bereits seit ihren Anfängen«, erläuterte Axel Dahm, Vorsitzender der Geschäftsführung der Gerolsteiner Brunnen GmbH & Co. KG.

Die Redaktion des Falstaff nominierte pro Kategorie jeweils drei Kandidaten. Bundesweit wurde eine Experten-Jury eingeladen, in geheimer Wahl jeweils einen Sieger zu ermitteln. Die fachkundigen Juroren sendeten ihre Stimmzettel an den Notar Dr. Udo Heinrich. Dieser ermittelte aus den Nominierten die Sieger der Trophy:

Winzerin des Jahres: Theresa Breuer, Rheingau

Mit gerade mal 20 Jahren hat Theresa Breuer die Verantwortung im Weingut Georg Breuer übernommen, für ihre Leistung in der letzten Dekade wurde sie nun von der Falstaff Jury geehrt. Trotz Herausforderungen, neuen Anforderungen und Umstellungen hat sie es geschafft, dass die Weine des Familienbetriebs immer noch für erstklassigen Genuss stehen. Seit dem überraschenden Tod ihres Vaters 2004 hat sich die Anbaufläche von 28 auf 34 Hektar vergrößert und der gesamte Weinberg wird heute nach Öko-Standard bewirtschaftet.

Newcomerin des Jahres: Victoria Lergenmüller, Pfalz

Die Familie des Weingut Sankt Annaberg besitzt mit der rund 335 Meter hoch gelegenen Schieferlage Burrweiler Schäwer einen der höchstgelegenen Weinberge der Pfalz. Tochter Victoria Lergenmüller trennt nach einem Studium der Weinwirtschaft in Geisenheim, oenologischen Praktika in Südafrika und Frankreich nur noch knapp ein Jahr von dem Masterabschluss in Winemarketing und Managing (MBA) in Bordeaux. Mit dem Jahrgang 2012 hat sie die Verantwortung für die Weine des Weingut Sankt Annaberg übernommen und macht mit markanten Rieslingen von sich Reden.

Sommelière des Jahres: Nina Mann, aktuell »Zirbelstube«, Stuttgart, ab März »Victor's Fine Dining«, Perl-Nennig

Die erste Sommelière, die im Rahmen der Falstaff Wein Trophy ausgezeichnet wurde heißt Nina Mann. Der spontane Entschluss, sich 2010 in München zur Sommelière ausbilden zu lassen, war ein Guter. Von da an startete Mann durch, Zielstrebigkeit war dabei ihre wohl wichtigste Eigenschaft: Nach Stationen im »Kronenschlösschen« und im Düsseldorfer »Monkey's West« wird im »Nagaya« ihr Interesse für Sake geweckt und sie lässt sich zur »Certified Sake Sommelier« weiterbilden. Auch im Restaurant »Zirbelstube« im Hotel Althoff sorgt sie für frischen Wind und glückliche Gäste. Nach der Auszeichnung zur »Sommelière des Jahres« geht es für Nina Mann direkt weiter: Ab März übernimmt sie das Ruder im Drei-Sterne-Restaurant »Victor’s Fine Dining« by Christian Bau in Perl-Nennig und steigt in die Fußstapfen des bisherigen Chef-Sommeliers Daniel Kiowski.

»Weinbotschafter des Jahres«: Ernie Loosen, Bernkastel

Die erstmals von Falstaff vergebene Auszeichnung »Weinbotschafter des Jahres« geht an Ernst Loosen vom Weingut Dr. Loosen. Und das zu Recht: Es war Ernie Loosen, der als erster den deutschen Riesling im Ausland vertreten und damit den Grundstein für einen heute erfolgreichen Riesling-Export gelegt hat. Den Wissbegierigen in aller Welt hat Loosen jahrelang fast im Alleingang die Stufen des deutschen Prädikatssystems beigebracht. Inzwischen vertreibt der Popstar unter den Winzern mit seiner Tochterfirma Loosen Bros. Weingüter aus Nordamerika – denn sein Name steht für Qualität. 

Peter Jakob Kühn (Lebenswerk)

Das Weingut Kühn konnte bereits im Falstaff Weinguide 2016 mit der beste Kollektion punkten, jetzt wurde die konsquente Linie von Peter Jakob Kühn auch im Rahmen der Falstaff Wein Trophy 2016 ausgezeichnet. Auf den Entschluss von 1991, sich dem Ökobau zuzuwenden und dadurch auf  Herbizide und auf synthetischen Dünger zu verzichten, folgten viele gerümpfte Nasen – doch im Endeffekt hat Kühn seine Linie durchgezogen. Seine Nähe zu seinen Reben und seine tiefe und ehrliche Überzeugung von seinen Weinen gebührt es mit dem Titel »Lebenswerk« ausgezeichnet zu werden – auch wenn der Winzer sein Werk noch lange nicht mit einem abschließenden Blick würdigt.

Hinweis: Vertreter der Presse wenden sich bei Anfragen bzgl. Bildmaterial bitte an redaktion@falstaff.de.

Die Gewinner des Abends

Die Winzertische der Nominierten

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