Georgisches Feeling im »Raskolnikoff«

Klassische Supratafel.

© Maximilian Hühnergarth

Klassische Supratafel.

© Maximilian Hühnergarth

»Raskolnikoff«-Betreiber Ralf Hiener holt sich für ein georgisches Supra zwei Kenner Georgiens ins »Wohnzimmer«, den Veranstaltungsraum des Restaurants: Maximilian Hühnergarth und Anna Hernández Götz waren vom April bis Oktober vergangenen Jahres in Georgien. Nun sind der Koch und die Kellnerin wieder in Berlin, wo sie neben ihren regulären Jobs im Sternerestaurant »Tulus Lotrek« (Anna) und im angesagten Schillerkiez-Restaurant »Barra« (Max) regelmäßig als »plötzlich-da-Konzept beete & quitte« auftauchen.

Dass die beiden nun in Dresden sind, ist kein Zufall: Maximilian Hühnergarth hat im »Raskolnikoff« gelernt. Beim Supra im Juli wollen die beiden einen Abend georgisches Feeling in die Dresdner Neustadt bringen. Ein Supra in Georgien ist ja eine ernste Angelegenheit, bei der viel gegessen, sehr viel getrunken und reichlich geredet wird. Das kann gut und gerne vier Stunden dauern.

Anna Hernández Götz und Maximilian Hühnergarth.
Anna Hernández Götz und Maximilian Hühnergarth.

© Frauke Spangenberg

Das »Raskolnikoff«-Wohnzimmer.
Das »Raskolnikoff«-Wohnzimmer.

© Ulrich van Stipriaan

Zehn Gänge und Weine aus Amphoren

Zehn Gänge sind geplant, wobei »Gänge« eigentlich falsch ist: beim Supra steht das Essen auf dem Tisch! So soll das auch in Dresden sein – »wir wollen schon eine sehr authentische Sache auf den Tisch bringen«, sagt Max Hühnergarth. Da ist es auch kein Widerspruch, dass (»als offiziell gemeinsamer Start und Ende«) Suppe und Dessert individuell eingesetzt werden. Dazwischen gibt es viel Vegetarisches und wenig mit Fleisch: »Das ist passend zum Wetter im Juli, auf der leichten Schiene – und viel Fleisch wäre auch nicht authentisch«, meint Max Hühngegarth, der schon angefangen hat, für einige der Spezialitäten Gemüse zu fermentieren und Saucen anzusetzen. Damit's auch im Detail stimmt, nutzen die beiden ihre Beziehungen: Kachetisches Öl erhalten sie beispielsweise direkt aus Georgien.

Auch die Weine kommen direkt aus den Anbaugebieten des oft als »Heimat des Weins« bezeichneten Lands. »Da geht's nicht um den einzelnen Geschmack und individuelle Speisebegleitung – der Wein steht in Amphoren bereit, da wird nicht viel gewechselt!«, weiß Anna Götz. Anders als beim originalen Supra wird's bei der Dresdner Variante vier ausgesuchte Weine geben. Vier Amphorenweine stehen zur Auswahl, von einem gar nicht maischevergorenen Weißen über einen leichten und eisenkräftigen Orange-Wein bis zu einem krachenden Rotwein. »Auch die werden nebeneinander auf dem Tisch stehen, so dass man sich aussuchen kann, was zu einem passt!«, verspricht Anna Götz. Alles solle sehr entspannt ablaufen.

Georgisches Supra
von Maximilian Hühnergarth und Anna Hernández Götz
Datum: Mittwoch, 24. Juli 2019
Zeit: 18.30 Uhr
Ort: Wohnzimmer im Raskolnikoff, Böhmische Straße 34, 01099 Dresden
Kosten: € 84,– all incl.
Reservierung: +49/(0)351/8045706

www.raskolnikoff.de