»Food for Art«: Ruinart verbindet Kunst und Kulinarik

Jens Gardthausen (GF Moët Hennessy Deutschland) und Yannick Stockhausen (»Cordo«).

© 2019 Thomas Rafalzyk

Jens Gardthausen (GF Moët Hennessy Deutschland) und Yannick Stockhausen (»Cordo«).

© 2019 Thomas Rafalzyk

Im Hause Ruinart ist es seit langem Tradition, regelmäßig zeitgenössische Künstler und Designer zu engagieren, die mit ihren Werken ihre Sicht der Geschichte von Ruinart, der Weinberge, der Arbeit der Menschen vor Ort und den von ihnen erzeugten Champagnern zum Ausdruck bringen. Schon 1896 entwarf der tschechische Künstler Alphonse Mucha ein Jugendstil-Werbeplakat für das Haus, das großes Aufsehen erregte. Heute ist Ruinart auf internationalen Kunstmessen wie der Art Basel, Fiac Paris, Frieze New York, Paris Photo, Kyotographie und vielen weiteren präsent. Jedes Jahr engagiert das Haus einen namhaften Künstler und lässt ihm freie Hand, seine Ideen zu entwickeln und künstlerisch umzusetzen.

Dieses Jahr hat Ruinart den brasilianischen Künstler Vik Muniz gewinnen können. Seine Kunst zeichnet sich durch einen sehr persönlichen Stil aus, er selbst bezeichnet sich als „Low-Tech-Illusionist“ und verwendet gern außergewöhnliche Materialien wie Schokolade, Staub, Zucker, Ketchup, Müll, Diamanten, Kaviar und Blumen. Daraus erschafft er fotografische Bilder, die oft berühmte Werke der klassischen Malerei zitieren. In seiner Heimat setzt er sich zudem für soziale Projekte ein, beispielsweise für den Aufbau einer audiovisuellen Schule für Jugendliche in einer Favela in Rio de Janeiro, und schließt zu deren Unterstützung künstlerische Partnerschaften ab.

Chef de Cave Runiart Frédéric Panaïotis.
Chef de Cave Runiart Frédéric Panaïotis.

© 2019 Thomas Rafalzyk

Für Ruinart hat Vik Muniz sieben Werke geschaffen, die in der Ausstellung »Shared Roots« in Berliner DNA Galerie gezeigt wurden. Es sind eine Serie von Bildern alter Reben, ein großes Chardonnay-Blatt sowie eine Flaschenkunstinstallation im berühmten Kreidekeller des Hauses in Reims, der zum Unesco-Weltkulturerbe zählt. Jedes Werk spiegelt seine Eindrücke wider, die er während seines Aufenthaltes bei Ruinart im Oktober 2018 sammelte und offenbart seine tiefe Faszination von der Natur, den Weinbergen mit ihren knorrigen Rebstöcken und dem menschlichen Savoir Faire des Hauses. Ausgehend von fotografierten alten Reben schuf er unter Verwendung von Materialien wie Holzkohle, geschwärztem Holz, Stöcken, Rinde, Moos und Blättern enorm ausdrucksvolle Abbildungen, die mit einer erstaunlichen Komplexität und Tiefe beeindrucken und mit der Wahrnehmung der Betrachter spielen.

Yannic Stockhausen gestaltete den kulinarischen Beitrag

Den nicht minder reizvollen kulinarischen Part des Vernissage-Abends arrangierte Yannic Stockhausen, Küchenchef des Berliner Restaurants Cordo. Er präsentierte ein eigens für die Ausstellung kreiertes »Shared Roots«-Menü, bei dem Wurzeln die Hauptrolle spielen. Den passenden Auftakt machten eingelegte ganze Karotten, garniert mit einer Schicht gerösteter Ameisen. Es folgten Schwarzwurzeln mit einer Sesamkruste und Misocreme, optisch Ästen zum Verwechseln ähnlich. Auf einer Baumrinde serviert erschienen sodann Schälchen aus frittierten Topinambur-Scheiben mit Sashimi vom Stör, gefolgt von mit Kaffeepulver bestäubtem Kartoffelschaum auf Speck und baked beans. Erfrischend anschließend der grüne Salat mit Salatwurzelscheiben, Radicchio und Comté-Espuma. Zart und saftig die gewürfelten geschmorten Ochsenbacken mit Trüffel und Spinat, Raclette und einem gerösteten Tapioka-Chip. Das Dessert verdankte seinen angenehm herben Charakter dem Sauerampfersorbet mit Buchweizen und einem hauchdünnen, feinsäuerlichen Römersalatblatt, assistiert von einer leichten Buchweizen-Espuma. Der gereichte Champagner Ruinart Blanc de Blancs glänzte mit Eleganz und Nuancenreichtum und war ein treffender Begleiter des gesamten Menüs.

Für coole Beats sorgte das DJ-Paar Nicholas Mockridge und Jasna Fritzi Bauer vom Künstlerkollektiv »Like a wild beast’s fur«, was die ausgelassene Stimmung der illustren Gäste unterstrich – darunter Frédéric Dufour, Präsident von Ruinart, Frédéric Panaïotis, Kellermeister von Ruinart, Jens Gardthausen, General Manager Ruinart Deutschland, Ralph Kretschmar, Dr. Florian Langenscheidt, Christiane zu Salm, Esther Perbandt, Alice Dwyer, Sabin Tambrea, Eva und Adele, Axel Schreiber, Paul Schrader und vielen mehr.

Ein Abend, an dem das älteste Champagnerhaus der Welt Kunst und Genusskultur zusammen exzellent in Szene setzte: »Kunst und Ruinart gehören zusammen«, unterstrich Frédéric Dufour. »Beides verlangt Leidenschaft und beides ist Ausdruck des Genießens, und genau dies zeichnet Vik Muniz und seine Kunst aus.« Seine für Ruinart geschaffenen Werke werden im Laufe des Jahres in Galerien auf der ganzen Welt gezeigt.

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