Extraklasse: Conterno meets Hidalgo – Ein Dinner der Superlative

Eine Weinverkostung auf Spitzenniveau

© Simon Staffler

Eine Weinverkostung auf Spitzenniveau

Eine Weinverkostung auf Spitzenniveau

© Simon Staffler

http://www.falstaff.de/nd/extraklasse-conterno-meets-hidalgo-ein-dinner-der-superlative/ Extraklasse: Conterno meets Hidalgo – Ein Dinner der Superlative Auf Einladung von Otto Mattivi und Lissy Pernthaler pilgerten sämtliche Genussfreaks ins »AOMI« Restaurant im »Hidalgo« nach Südtirol. Denn Spitzenwinzer Roberto Conterno und sein Sohn Gabriele schenkten den Anwesenden ihre Weine aus Monforte und Gattinara ein. http://www.falstaff.de/fileadmin/_processed_/0/3/csm_Header-Was-fu__r-ein-Line-Up_-III-c-Simon-Staffler-2640_07dad873d2.jpg

Es hatte durchaus etwas Surreales. An einem Dienstagabend folgten sämtliche Genussfreaks der Einladung von Otto Mattivi und Lissy Pernthaler ins »AOMI« Restaurant im »Hidalgo« nach Südtirol. Grund war der Stargast des Abends: Spitzenwinzer Roberto Conterno und sein Sohn Gabriele, die den Anwesenden ihre Weine aus Monforte und Gattinara einschenkten. Stillerer doch nicht weniger glänzender Star des Abends waren das Wagyu- und das Bisonfleisch von lokalen und italienischen Produzenten, perfekt zubereitet aus der Küche des Hidalgo.

Zum Hidalgo

Das Restaurant »Hidalgo« gilt seit Jahrzehnten als Referenzpunkt beim Thema Fleischgenuss. Patron Otto Mattivi war der erste, der nicht alltägliche Fleischteile von unterschiedlichen Rindersorten nach Südtirol importierte. Seit ein paar Jahren hat sich Mattivi auf Wagyu-Beef spezialisiert, sogar ein eigenes »Restaurant im Restaurant« hat er hierfür eingerichtet. Im »AOMI« kann man einen tollen Verkostungsparkour dieser edlen Rinderrasse erschmecken, vom eigens produzierten Wagyu-Schinken bis zum Wagyu-Rib Eye gibt es im hier viel zu entdecken – egal ob direkt aus Japan oder vom Südtiroler Wagyu. An diesem Abend wurden alle Register gezogen und so war vom Wagyu-Apéro-Paté, Carpaccio, tollen Primi bis hin zu Bison und Wagyu-Steaks alles dabei. Ein Genuss für jeden Fleischliebhaber.

Zu Conterno

Roberto Conterno produziert in Monforte im Piemont den wohl gesuchtesten Barolo der Welt, den Monfortino. Sein Großvater Giacomo Conterno gründete das gleichnamige Weingut, sein Vater Giovanni machte es zu einem der führenden Weingüter Italiens, den Monfortino zum Icon-Wein schlechthin. Dieser Barolo ist rar und teuer: Mit über 1.000 € Endkonsumentenpreis ist er des Stiefelstaats teuerster Wein. Bekannt ist er nicht nur für seinen Preis (der vor allem seit 2010 schlagartig in die Höhe geschossen ist), sondern für seine beeindruckende Langlebigkeit. Sowohl der Monfortino stammt aus Conternos Fässern, als auch die tollen Lagen-Barolo Cerretta, Arione und Francia, sowie tiefgründige und satte Barbera. In Gattinara im Nord-Piemont produziert Conterno in den Cantine Nervi einen Rosé-Wein, einen Schaumwein namens Jefferson und zwei Gattinara Nebbiolo, den Molsino und den Valferrana – alles aus 100 Prozent Nebbiolo. Auch die letzten drei Weine gabe es an diesem Abend zu verkosten.

Ein Glas für Gattinara

Vor ein paar Jahren hatte Conterno bereits sein erstes Weinglas namens Sensory im Hidalgo vorgestellt, ideal zum Genuss von Barolo und Nebbiolo-Weinen. Für Prickelndes gibt es nun ein eigenes Schaumweinglas Namens Symphony. Beide Gläser hat Roberto selbst entworfen und in Zusammenarbeit mit der Glashütte Zwiesel herstellen lassen.

Nach dem Sekt-Apéro geht es mit einem kurzen Abstecher in die Langhe und mit zwei Jahrgängen Barbera Francia weiter. Von moussierend bis stark konzentriert findet man Barbera im Piemont in allen Formen und Farben, schließlich ist sie die meist angepflanzte Rebsorte der Region. Conternos Barbere bestechen durch ihre Tiefgründigkeit.

Zurück ins nördliche Piemont. Italo Nervi hatte keine Nachkommen und so kaufte 2011 eine norwegische Familie die Cantine Nervi. Ein Jahr nach dem Kauf, wandte sich der norwegische Besitzer an Roberto und bat ihm um Hilfe bei der Produktion. Kurze Zeit später kaufte Conterno die Cantine Nervi. Stichpunkt ist bei den Gattinara – wie bei den Barolo - Eleganz und Finesse. Beeindruckend ist der Ausdruck im Glas: Das Tannin ist samtiger, geschliffener, fast kaum wahrnehmbar, sehr elegant und mit viel Frucht unterlegt – und das bei exakt gleichen Analyse-Werten. Der Molsino präsentiert sich zugänglicher und floraler, der Valferana besticht durch sein salziges Tannin.

Die Langhe

1974 kaufte Robertos Vater Giovanni das Weingut Cascina Francia in der Gemeinde Serralunga, welches vorher nur Trauben produzierte und keinen eigenen Wein. Giovanni war Teil der ersten Generation, die den Trend von Traubenproduzenten zu Weinproduzenten einleiteten. Die Weine, die Roberto an jenem Abend mitbringt sind alle aus dem Jahrgang 2015, der weitum als einer der besten und ausgewogensten Jahrgänge der letzten Dekade gezählt wird. Kleines Highlight des Abends: Ein Wein, den es eigentlich nicht gibt, den Arione Charity Project Nebbiolo 2015. Die Lage Arione wird von einer Straße geteilt. Ein Teil der Lage liegt in der Gemeinde Serralunga (wo Barolo produziert werden darf), auf der anderen Seite befindet sich Roddino. Diese Gemeinde befindet sich außerhalb der Barolo DOCG, somit darf hier »nur« Nebbiolo d’Alba produziert werden. Für Roberto ist dieser Wein der wichtigste und wertigste, den er je gemacht hat; auch weil es bloß ein einziges 1500-Liter-Fass davon gab. Abgefüllt wurde der Wein nur in Magnum und Jeroboam, alle Flaschen wurden versteigert. Der Reinerlös ging zur Gänze an ein Charity-Projekt.

Zur Verkostung

Zwischen Cerretta, Francia und Arione beeindruckt Letzterer am meisten. Zwar ist der Francia tiefgründiger und der Cerretta zugänglicher, doch der Arione wirkt als Mittelweg zurzeit toll ausbalanciert und spannt einen harmonischen Bogen zwischen Frucht, Struktur und Tannin. Der Arione Nebbiolo Charity Project, den wir aus der Magnum Flasche genießen, öffnet sich fleischig-würzig, nach Rosenblatt, am Gaumen zart balsamisch, mit merklichem Holztannin, dennoch gut ausgewogen und bereits zugänglich.

Legende Monfortino

Das größte Highlight waren dann doch die drei Jahrgänge Monfortino 1990 (Magnum), 1997 und 2015. Der Monfortino 1990 war bis vor sechs Jahren komplett verschlossen, jetzt beginnt er sich zu öffnen und gibt all seine Finesse und Tiefgründigkeit preis. Der 1997er stammt aus einem trocknen Jahrgang, er zeigt sich bereits sehr zugänglich und immediat. Dann Monfortino 2015: Dies ist der erste Jahrgang bei dem 80 Prozent aus Francia stammen, die anderen 20 Prozent aus Arione. Der Wein ist integer, toll, hat alles, was ein großer Wein braucht – »perfekt«. Bisher bestand der Monfortino aus einer Selektion der besten Trauben aus der Cascina Francia. Ursprünglich und vor 1974 war der Monfortino eine Selektion der besten Trauben aus der Gemeinde Monforte, deshalb der Name Monfortino.

Perfekt gelungen war auch dieser Abend im Hidalgo zwischen großem Nebbiolo und vorzüglichen Fleisch-Stücken. Die beiden Altmeister Mattivi und Conterno haben einmal mehr bewiesen: Sie können’s!

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