Die Europäische Union und China gehen verstärkt gegen Alkoholpanscher und Etikettenschwindler bei Wein und Spirituosen vor. Das diene dem Handel und der Gesundheit, erklärte der europäische Landwirtschaftskommissar Dacian Ciolos. Der Rumäne hatte sich zuvor in Peking mit dem chinesischen Minister für Qualitätsüberwachung, Inspektion und Quarantäne, Zhi Shuping, getroffen und mit ihm eine Absichtserklärung unterzeichnet.

Dreifacher Weg
Dabei will man auf drei Ebenen vorgehen: Informationsaustausch über den Handel mit gefälschten Erzeugnissen, Identifizieren von Fälschungspraktiken, zudem Laboranalysen und Systeme zur Rückverfolgung von Waren.

Erst vor kurzem hatte China für Aufsehen gesorgt, als es offen ankündigte, über Strafzölle auf europäischen Wein nachzudenken. Das war unschwer als Retourkutsche auf den Entschluss der EU-Kommission zu erkennen, Schutzzölle auf chinesische Solarmodule einzuführen.

(sb)

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