Einzigartige Machart für Cottinis Paradewein

Das Weingut Cottini in Caprino bei Verona.

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Das Weingut Cottini in Caprino bei Verona.

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Einmalige Produktionsmethode

Der Calinverno entstand aus der tiefen Intuition Diego Cottinis: Mit Erfahrung und Kompetenz, die der Winzer bereits von der Weinbereitung seiner Valpolicella-Weine mitbrachte, entwickelte er eine neue Methode der »Trocknung in zwei Phasen«.

Der Calinverno besteht aus Corvina 70 %, Rondinella 20 %, Croatina 5 % und Cabernet Sauvignon 5 %.  Die händische Lese findet in der Regel in der ersten Novemberhälfte statt, etwa einen Monat nach der idealen Traubenreife. Was diesen Wein auszeichnet, ist sein ganz besonderes Herstellungsverfahren.

Dabei spielt die Überreife der Trauben eine zentrale Rolle. Das leichte Antrocknen am Rebstock – zarter und natürlicher als jenes in der Trockenkammer (ital. fruttaio) – sorgt für zusätzliche Komplexität: der Säuregehalt sinkt während sich der Zuckergehalt erhöht, es erfolgt eine Zunahme an Anthocyanen und intensivere Schalenfärbung. Danach werden die Trauben in kleinen Kisten in die Trockenkammer gebracht und bleiben dort für einen Zeitraum von 30 Tagen. In dieser Zeit beträgt der Gewichtsverlust zwischen 10 und 20 Prozent. Nach der Weinbereitung beträgt die Reifezeit je nach Jahrgang um die 24 Monate, bis der Wein auf den Markt kommt.

Besondere Lage

Calinverno stammt vom Südhang des Berges Zovo. Aus mikroklimatischer Sicht herrschen hier einzigartige Bedingungen: Frische Winde, die ständig aus dem Etschtal wehen, milde Temperaturen auf Grund der Nähe zum Gardasee und die vollständige Freilegung des Hangs im Süden, führt zur Erhöhung der Tagestemperatur. Zudem wird der Weinberg konstant belüftet und bleibt viele Stunden im Sonnenlicht, wodurch optimalen Bedingungen für die Traubenreife vorherrschen. Der Boden besteht hauptsächlich aus Kalk- und Sedimentgestein und ist sehr mager. Für die Qualität des Calinverno ist dies ein entscheidendes Element, denn die Reben wachsen kleiner und langsamer und erbringen nur wenig Ertragsmenge.

Dialektaler Name

Calinverno von Monte Zovo.

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Abgeleitet vom dialektalen Calinverna, bezieht sich dieser Name auf den frühen Frost, der im Spätherbst die Felder belegt. Der Winter bzw. ein sehr kalter Tag »kündigt sich an«. »Wir wollten diesem Wein einen Phantasienamen geben, die an die Redensart auf unseren Feldern in früheren Zeiten erinnert,« berichtet Diego Cottini.

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