Ein Hoch auf Dubai

Der Immomarkt in Dubai hat die Wirtschaftskrise sichtlich überwunden. Es wird gebaut und dabei geklotzt und nicht gekleckert. 

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Der Immomarkt in Dubai hat die Wirtschaftskrise sichtlich überwunden. Es wird gebaut und dabei geklotzt und nicht gekleckert. 

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http://www.falstaff.de/nd/ein-hoch-auf-dubai/ Ein Hoch auf Dubai Der neue Bauboom in der größten Stadt der Emirate lockt Investoren aus aller Welt an. An spektakulären Wohnprojekten mangelt es in Dubai derzeit nicht. http://www.falstaff.de/fileadmin/_processed_/8/9/csm_LIVING-1705-dubai-header_f8e607cf59.jpg

Günstige Wohnungen, leistbare Wohnhäuser, vergünstigte Grundstücke – auf den meisten Immobi-lienmärkten der Welt wird die Nachfrage in den unteren Preissegmenten derzeit auf diese Weise angekurbelt. Kein Wunder, erfreuen sich doch Immobilien als Wertanlage wegen der niedrigen Zinsen -großer Beliebtheit – aber eben auch bei Investoren mit überschaubarem Budget.

Jumeirah Lake Towers

Wie ein fertiges Prestigeprojekt in Dubai aussieht, lässt sich anhand der Jumeirah Lake Towers gut demonstrieren. In wenigen Jahren Bauzeit entstand hier ein Stadtteil, der Wohn- und Bürohochhäuser umfasst. Zur Infrastruktur gehören auch Schulen, Spielplätze und Kindergärten. dmcc.ae 

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In Dubai allerdings braucht man sich in dieser Hinsicht nicht allzu große Hoffnungen zu machen, das Angebot an günstigen Immobilien ist überaus bescheiden. Nachdem die Krisenjahre nach 2009 zu einem Einbruch der Investments und einem vorläufigen Ende des Baubooms geführt hatten, ist Dubai ­heute wieder einer der Hotspots für Luxuswohnungen und -häuser. An allen Ecken und Enden des Emirats werden neue, spektaku­läre Wolkenkratzer hochgezogen, werden staubige Grundstücke von der Größe mittlerer ­österreichischer Städte in begrünte Wohnsiedlungen umgewandelt und immer wahnwitzigere Großprojekte vorgestellt. Dubai ist der wahrscheinlich irrste Immobilienmarkt der Welt – und wer das nötige Kleingeld hat, hat die Qual der Wahl, welches Projekt für die eigenen Ansprüche infrage kommt.

Damac Hills: Luxusvillen und -wohnungen in der Nähe eines Golfplatzes von Donald Trump. Es besteht sogar die Möglichkeit, eine eigene »Trump-Villa« zu beziehen. Ab 115.000 Euro gibt es Appartements, ab rund 900.000 Euro ist man bei Villen im Rennen. damacproperties.com

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Aber was ist für ausländische Investoren besonders interessant – und wo könnten sich auch europäische Dubai-Fans eine Wohnung oder eine Villa zulegen, um diese selbst zu nutzen oder auch als Geldanlage zu verwenden? Da wären beispielsweise die Damac Hills, ein Projekt des Immobilienentwicklers Damac, der in den vergangenen Jahren gegenüber alteingesessenen Firmen wie Emaar bereits viel Boden gutgemacht hat. Man will eine Art Beverly Hills für Dubai schaffen. Riesige Villen und Luxusappartements sind geplant, allesamt mit protzig-skurrilen ­Namen ausgestattet wie Golf Vita Appar­tements, Beverly Hills ­Villas oder Paramount Villas. Protzig und skurril? Da fällt einem doch gleich Donald Trump ein. Der US-Präsident und Milliardär ist bei diesem Projekt nämlich ebenfalls an Bord. Die nach ihm benannten Villas kosten knapp 900.000 Euro und sollen in rund vier Jahren bezugsfertig sein – also genau in dem Jahr, in dem seine politische Ära enden wird. Wer ­darauf lieber nicht wetten oder warten will: Die Paramount Villas sollen schon heuer fertig sein, sie kosten knapp eine Million Euro. Und wem das wiederum zu viel Geld für die unmittelbare Nachbarschaft mit Trump & Co. ist – Appartements sind ab rund 115.000 Euro zu haben. Dann heißt es aber bis 2020 warten.  

Leben im Turm

Aykon City: Mit Aykon City entsteht auf sechs Türme verteilt eine Stadt in der Stadt. Vier Türme sind bereits fertiggestellt. Die Stadtstadt liegt an der wichtigsten Verkehrsstraße in Dubai. Neben Hotels, Wohnungen, Serviced Residen-ces und Büros gibt es hier vor allem eine großartige Aussicht auf die pulsierende Metropole. damacproperties.com

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Von Damac wird ein weiteres spektakuläres Projekt mit Wohnimmobilien durchgeführt: Aykon City nennt sich das Vorhaben, eine Stadt in der Stadt zu errichten. Es handelt sich konkret um sechs Türme, von denen vier bereits fertiggestellt wurden. Tower A beherbergt ein Hotel und Serviced Residences (also Appartements mit Hotelservice), der B-Turm ebenfalls Appartements mit Service, und im Tower C wird es frei verkäufliche Wohnungen geben. Im Turm D sind ausschließlich Büros vorgesehen. Interessant ist die Verkehrslage: ­Aykon City befindet sich im sogenannten Goldenen Quadranten an der Sheikh Zayed Road, der Hauptschlagader des autoverrückten Emirats. Ein weiteres Verkaufsargument ist die Aussicht auf die Skyline von Dubai, die vor ­allem nachts beeindruckend und bisweilen erschreckend ist. Und man kann sicher sein, dass sich diese Aussicht von Monat zu Monat ändert, denn Kräne gehören inzwischen zu Dubai wie die Hitze zum Sommer. 

Das Kleine im Großen

Marasi Riverside nennt sich ein Projekt des Entwicklers Dubai Properties im Viertel ­Business Bay. Das Luxushochhaus liegt direkt am Kanal, von den Balkonen der Wohnungen aus lassen sich Sehenswürdigkeiten wie der Burj Khalifa und in wenigen Jahren der Dubai Creek Tower bewundern, der dann das höchste Gebäude der Welt sein wird. 

Marasi Riverside: Luxuswohnhaus am Meeresarm, Wohnungen mit Luxusausstattung. Zentrale Lage und ausreichend Infrastruktur in der Umgebung. An Design wird bei der Ausstattung der Appartements nicht gespart werden. Detail am Rande: Hier wird es auch Wohnungen ab 60 Quadratmetern geben. Für Dubai-Verhältnisse durchaus eine Besonderheit. dp.ae

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Die zentrale Lage ist eines der Argumente für betuchte Käufer. In kurzer Zeit ist man bei der Metro oder im Geschäftsviertel. Noch wichtiger könnte aber die Innenausstattung der Appartements sein, denn beim Design soll nicht gespart werden. Die Preise stehen noch nicht fest, allerdings wird es auch kleinere Wohnungen ab circa 60 Quadratmetern zu kaufen geben – auch nicht alltäglich für Dubai.

Eine Alternative zu den mehr oder weniger monströsen Vorhaben in und vor Dubai ist Tilal City, das so wie Aykon City eine eigene Stadt werden soll – allerdings nicht direkt in der Stadt selbst, sondern im Emirat Sharjah, das etwa eine Dreiviertelstunde Fahrt entfernt liegt. Dort profitiert man vom neuerlichen Bauboom in Dubai und hat bereits einige Investoren aus dem Ausland anlocken können. 

Tilal City: Eine Alternative für Investoren ist das Projekt Tilal City im benachbarten Emirat Sharjah, rund 45 Minuten -Autofahrt von Dubai entfernt. Es entsteht eine eigene Stadt, die mit allen City-Annehmlichkeiten aufwartet. Bonus: Für Ausländer sind hier Investitionen leichter zu tätigen als in Dubai. tilaluae.com

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Die Besonderheit: Bei Tilal City wird auch die Möglichkeit geboten, Grund zu leasen und darauf zu bauen etwas, das in Dubai fast nie gegeben ist. Jedenfalls soll das neue Gebiet in fünf Zonen aufgeteilt werden, eine davon ist für Wohnbauten und Geschäftslokale vorgesehen. Investitionen von Ausländern sind hier generell leichter möglich als in Dubai – insofern ist Tilal City eine interessante Alternative zu den Dubai-Projekten.

Fix ist jedenfalls, dass der Bauboom in den Emiraten so rasch nicht abreißen dürfte, weil derzeit so viel Investorengeld nach sicheren und attraktiven Häfen sucht. Bleibt abzuwarten, wie sich Preise und Nachfrage in den nächsten Jahren entwickeln werden.

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