Dresdner Sternerestaurant »bean&beluga« schließt

Stefan Hermann strebt einen Tapetenwechsel an.

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Stefan Hermann strebt einen Tapetenwechsel an.

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Wer auf die Online-Reservierung des Dresdner Gourmet-Restaurants »bean&beluga« geht, bekommt keine Termine mehr angeboten. Auf Falstaff-Nachfrage bestätigte Patron Stefan Hermann jetzt: »Ja, wir nehmen keine Reservierungen mehr an und werden das Gourmetrestaurant langfristig schließen.« Das Küchen-Team arbeite jetzt komplett für das »Hirsch32«, das im Erdgeschoss der Villa vor gut einem Jahr als Zweitrestaurant etabliert wurde und voraussichtlich noch bis zum Umzug in ein neues Objekt in der jetzigen Form weiterbetrieben wird. Zudem betreut die Mannschaft weitere Veranstaltungen des Genussimperiums.

»Unser Mietvertrag für die Villa läuft im kommenden Jahr aus – da war es an der Zeit zu überlegen, wie es weiter gehen soll«, sagte Stefan Hermann gegenüber Falstaff. Zusammen mit dem Team habe man überlegt und sei zum Ergebnis gekommen, dass nach 13 Jahren ein Tapetenwechsel vielleicht ganz gut sei.

Zu wenig Gäste für so viel Aufwand

Im Juli 2007 hatte Hermann das »bean&beluga« auf dem Weißen Hirsch eröffnet. Der Hirsch gilt zwar als Nobelviertel – aber den Weg in das Restaurant etwas außerhalb der Innenstadt fanden offensichtlich nie genug Genießer. An manchen Tagen war es für den Aufwand so einer Küche einfach zu leer. Stefan Hermann hatte schon lange gegen gesteuert: mit der Teilnahme am traditionsreichen Striezelmarkt und der Wiederbelebung des Konzertplatzes (auch auf dem Weißen Hirsch) schuf er populäre Genussorte. Auch die Semperoper und Großes wie Kleines Haus des Staatstheaters werden von ihm bespielt. Mit der »Villa Sorgenfrei« in Radebeul gehört nicht nur ein Hotel, sondern seit diesem Frühjahr mit Marcel Kube als Küchenchef auch ein Sternerestaurant zur Marke Stefan Hermann.
 

Wie geht es nun weiter? Stefan Hermann antwortet entspannt: »Wir haben keine Reservierungen storniert und werden vielleicht über Weihnachten und Neujahr auch spezielle Angebote im ›bean&beluga‹ machen. Aber ansonsten machen wir uns Gedanken über ein neues Konzept und suchen dann nach einer neuen Örtlichkeit, wo wir das auch umsetzen können!« Wer gourmet-like auf dem Hirsch genießen will, kann das übrigens im »Hirsch32« auch ganz gut – dort gibt's neben eher gutbürgerlicher Küche auch die Kleine Speisenreise (vier Gänge für 29 Euro) und die Große Speisenreise (sechs Gänge, 36 Euro). Für Exklusivbuchungen sowie für Themenveranstaltungen steht das »bean&beluga« bis auf Weiteres zur Verfügung.

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