Dr. Andrew Lorand (1957-2017)

Andrew Lorand

© Bernhard Ott

Andrew Lorand

© Bernhard Ott

Wer das Vergnügen hatte, Andrew Lorand persönlich kennenzulernen, wurde belebt. Er war der Botschafter der Biodynamie und das beinhaltete nicht nur, dass er neues Leben in die Böden der Winzer brachte. Er hatte die Lehren Rudolf Steiners verinnerlicht und konnte dadurch viele Winzer für die Biodynamie begeistern. Er hat sich in Weingärten niedergekniet und die Hände in die Erde gegraben, um zu sehen und zu riechen.

Auf der Suche nach noch besserer Traubenqualität und Schutz der Natur, verordnete er Winzern wie Bernhard Ott, Fred Loimer, Karl Fritsch, Johannes Hirsch, Gernot Heinrich, Paul Achs, Gerhard Pittnauer, Claus Preisinger , John Nittnaus, Andi Gsellmann, Fritz Wieninger, Kurt Feiler und einigen anderen Starwinzern Österreichs eine Radikalkur für ihre Weingärten. Er zeigte ihnen, wie sie ihren Böden wieder neues Leben einhauchen können und damit für ihre Weine einen Qualitätsschub erzielen. Es wurden Hörner eingegraben, die Mondzyklen beachtet, homöopathische Spritzmittel angerührt und Kompost ausgebracht. Einige Winzer haben inzwischen sogar wieder Kühe, Schafe und Pferde.

Ein Winzer bringt es auf den Punkt:

»Andrew Lorand hat die Welt der Biodynamie für uns geöffnet, häufig mit viel Humor, aber auch zur gleichen Zeit mit großem Ernst darüber, was wichtig ist. Seine enorme technische Kompetenz und besonders seine ansteckende Begeisterung machten jede Stunde, die wir mit ihm verbringen konnten zu einem unvergesslichen Erlebnis.«

Der 1957 geborene Amerikaner mit Schweizer Wurzeln war studierter Agrarökologe, Bio-Landwirt, Gärtner, Autor und Konsulent. Er beschäftigte sich seit Anfang der 70er Jahre intensiv mit den Thesen der Biodynamie und ist ein Pionier bei der Diagnose und Therapie von Böden und homöopathischen Methoden in der Landwirtschaft. Anfang der 90er-Jahre spezialisierte er sich auf den Weinbau.

Unser Mitgefühl gilt seiner Frau und seinen Kindern.