Die ticken jetzt richtig!

Chopard feiert mit der »Mille Miglia 2018 Race Edition« die ersten 30 Jahre der erfolgreichen Partnerschaft mit der Mille Miglia. 5170 E

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Chopard feiert mit der »Mille Miglia 2018 Race Edition« die ersten 30 Jahre der erfolgreichen Partnerschaft mit der Mille Miglia. 5170 E

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Es geht der Branche besser, ja eigentlich sogar gut. Seit September letzten Jahres ist die Nachfrage nach Uhren weltweit wieder kräftig gestiegen. Wenn es dieses Jahr einen nochmals bestätigten Trend gibt, dann jenen, dass man mehr Uhr für sein Geld bekommt. Die Zeiten der Preiseskapaden und des Wir-verkaufen-warme-Luft sind definitiv vorbei. Der Konsument ist kritischer denn je. Der Uhrenkauf ist keine Frage von billiger, es muss vielmehr ein nachvollziehbarer Gegenwert vorhanden sein. Design, Funktionalität, Haptik und Qualität spielen dabei eine große Rolle. Zudem interessieren sich Käufer für die Geschichte der Uhr und des Herstellers. Insbesondere der anhaltende Erfolg der Ikonen dieser Industrie und der große Zuspruch, den Replikate erhalten, bestätigen dies effektiv. Schwer wird es in dem Umfeld jetzt für jene, die wenige Inhalte haben und dafür noch immer deftige Preise aufrufen. Keine Sorgen indes muss man sich um die hier gezeigten Marken machen. Die arrivierten Player wissen, worum es geht. 

Rolex hat eine Ikone wiederauf-erstehen lassen. Die stählerne »GMT-Master II« mit blau-rotem »Cerachrom«-Inlay in der Lünette knüpft nahtlos an die von Sammlern und Rolex-Aficionados als »Pepsi« bezeichnete »GMT-Master« an. Rolex stellte die Uhr mit Anzeigemöglichkeit einer zweiten Zonenzeit 1955 zuerst mit blau-roter Plexiglas-Lünette und ab 1959 mit blau-roter Aluminium-Lünette vor. 1982 folgte die »GMT-Master II« mit modifiziertem Uhrwerk und blau-schwarzer Lünette – Letztere wird übrigens liebevoll »Coke« genannt. Die 2018er »GMT-Master II« war das Gespräch der diesjährigen Baselworld und ist neben der »Daytona« jene Uhr von Rolex, auf die man ab sofort am längsten wird warten müssen.

Die Weltmesse für Uhren und Schmuck, die Baselworld, hat einmal mehr ihre Spuren in der Branche hinterlassen. Wir zeigen die Neuheiten und Zeitmesser-Highlights.

Ewiger Kalender

Nicht weniger hoch gelobt wurde die weißgoldene Patek Philippe »Nautilus« mit Ewigem Kalender und Mondphasenanzeige. Die 40 mm große »5740/1G-001« ist die erste große Komplikation aus der »Nautilus«-Familie und mit lediglich 8,42 mm Bauhöhe gleichzeitig die flachste Uhr aus der Genfer Manufaktur, die über einen Ewigen Kalender verfügt. Die Mechanik kennt alle Anomalien (Monatslängen und Schaltjahre) unseres Kalenders und muss erst im Rahmen der nächsten fälligen Korrektur des Gregorianischen Kalenders im Jahre 2100 manuell nachgestellt werden. 

Mit dem Jahreskalender »Master Collection Annual ­Calendar« hat Longines dieses Jahr den Vogel abgeschossen. Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist unüberbietbar! Trägt man die in zahlreichen Ausführungen erhältliche Uhr unentwegt, so muss nur einmal im Jahr das Datum von Hand korrigiert werden, und zwar Ende Februar, denn der Sprung vom entweder 28. oder 29. Februar auf den 1. März ist im Mechanismus nicht programmiert. Dazwischen ist die Monats- und Datumsanzeige bei 3 Uhr stets korrekt.

Gang mit Reserve

Die Omega »Seamaster Professional Diver 300M« gibt es seit 1993. Nach 25 Jahren wurde sie nun optisch sanft überarbeitet und technisch nachhaltig aufgewertet. Das 42-mm-Stahlgehäuse (Höhe 13,56 mm) kann mit einer Drehlünette in Stahl oder Sedna-Gold kombiniert werden. Das Inlay-Material ist blaue oder schwarze Keramik. Die Tauch-Skalierung des Keramik-Inlays der Lünette wird mit weißer Keramik oder Ceragold hergestellt. 14 verschiedene Varianten werden angeboten. Gemein ist allen Modellen das als »Master Chronometer« zertifizierte Omega-Automatikkaliber »8800« mit 55 Stunden Gangreserve. Es gehört zu einer neuen Generation und zum Besten, das man in Sachen Uhrwerk kaufen kann. Der Qualitätsstandard, die Widerstandskraft gegen extreme Magnetfelder (> 15.000 Gauß) und die Ganggenauigkeit lassen keine Wünsche offen. Breguet präsentiert eine neue »Marine«-Kollektion. Die Dreizeigeruhr »Marine 5517«, die Stoppuhr »Marine Chronographe 5527« und der Armbandwecker »Marine Alarme Musicale 5547« sind in drei Ausführungen erhältlich: Im Titan-, Weißgold- und Roségoldgehäuse, jeweils wahlweise mit Leder- oder Kautschukband. Passend zu den drei Gehäusematerialien auch die aufwendig gestalteten Zifferblätter: mit Wellenmuster traditionell guillochiertes Goldzifferblatt für die Weißgoldversion (blaufarben) und die Roségoldversion (silberfarben) sowie ein mit einem Sonnenschliff versehenes Goldzifferblatt für die Titanversion (schieferfarben). 

Seit 30 Jahren ist Chopard Partner und offizieller Zeitmesser der Mille Miglia. Was damals im kleinen Rahmen begann, ist heute ein riesiger Erfolg. Zum runden Geburtstag gibt es diesen Chronografen mit einem Zifferblattdesign, das historischen Armaturenbrettern nachempfunden ist. Den Gehäuseglasboden ziert die Inschrift »Chopard & Mille Miglia – 30 anni di passione«. Es werden 1000 Exemplare aus Stahl und 100 Exemplare aus Roségold hergestellt.

Alexander Linz

Der renommierte Uhrenfachjournalist und Autor schreibt in LIVING über aktuelle Zeitgeistströmungen auf dem Uhrensektor.

Der renommierte Uhrenfachjournalist und Autor schreibt in LIVING über aktuelle Zeitgeistströmungen auf dem Uhrensektor.

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