Die Thai Küche – eine Geschmacks-Explosion

Hühnerspieße

© Julian Kutos

Hühnerspieße

© Julian Kutos

Das exotische Thailand im Herzen von Südostasien ist ein Paradies: goldene Tempel, Sonne im Übermaß, tropische Früchte und aromatische Küche. Das wahrscheinlich beliebteste Thai Food der Welt ist das Thai Curry, eine cremige Köstlichkeit mit Limetten, Kokos- und Zitronengras Aroma und einer feurigen Dosis Chili. Jeder Thailand Besucher fährt überzeugt und begeistert nach Hause, mit den wohligen Erinnerungen an die einzigartigen kulinarischen Facetten des ehemaligen Königreiches Siam.

Thai Curry ist das beliebteste Gericht des südostasiatischen Landes.

Thai Curry ist das beliebteste Gericht des südostasiatischen Landes.

© Julian Kutos

Für den eigenen Thai Kochkurs zu Hause werden hier die Geheimnisse der Currypaste, Kaffir-Limette & Co gelüftet. 

Rot, Gelb oder doch Grün – so gelingt die Currypaste

Dass Curry nicht gleich Curry ist, wird einem beim Aufschlagen einer Speisekarte in Thailand sofort bewusst. Massaman, Panang, Chu Chi und weitere unbekannte Begriffe findet man neben dem Wort Curry. Die Basis aller ist die Currypaste – eine Aromabombe die jedem Gericht Farbe und Geschmack verleiht. 

Currypaste

© Julian Kutos

Die Hauptzutat jeder Currypaste sind getrocknete Chilis, die im Vergleich zu frischen Chilis noch schärfer sind, viel mehr Geschmack und vor allem eine tief rote Farbe haben. Sie werden in heißem Wasser eingeweicht und mit einem wichtigen Utensil der Thaiküche zerstoßen: dem Mörser. Schwere Mörser aus Granit sind notwendig, um Chili & Co zu einer feinen Paste zu verarbeiten. Die feinen Härchen des Ingwers werden zerrissen und die ätherischen Öle lösen sich. 

Als nächstes werden geröstete weiße Pfefferkörner und Koriandersamen zerstoßen. Im Anschluss sind Aromate wie Galgant an der Reihe. Galgant sieht ähnlich aus wie Ingwer, ist leicht scharf und süß und erinnert im Geschmack an Knollensellerie. Er wird in der Thaiküche vielfach verwendet. Ebenso beliebt in Thailand ist die schrumpelige Kaffir-Limette, die aber außer der grünen Farbe nichts mit gewöhnlichen Limetten zu tun hat. Ihr intensiv aromatischer, leicht blumiger Geruch ist einzigartig und durch kein anderes Aroma zu ersetzen. 

Kaffir-Limette.

Kaffir-Limette.

© Julian Kutos

Die Schale wird mit einem Sparschäler entfernt und ist eine weitere Schlüsselzutat für die Currypaste. Außerdem kommen noch gehacktes Zitronengras, Shrimp Paste, Schalotte und Knoblauch in den Mörser. Jetzt beginnt der eigentliche Kraftakt. Unter ständigen Stößen müssen die Zutaten zerkleinert werden, nur eine feine Paste löst sich gut im Curry auf. Nach einigen Minuten mörsern kommt die fertige Paste in den Wok, wo sie in heißem Kokosöl geröstet wird.

Durch das Rösten entsteht das finale Aroma – alle Zutaten der Paste verbinden sich zu einem himmlischen Genuss. Die Paste wird mit Kokoscreme, dem festen Teil der Kokosmilch, abgelöscht und weiter gekocht, bis sich das Fett vom Wasser trennt. Anschließend mit der Kokosmilch aufgießen. Das Curry ist nun fast fertig.

Die entstandene cremige Essenz ist die Basis für das fertige Curry. Jetzt können nach Belieben, Gemüse, Fleisch, Fisch, etc. in der Creme gekocht werden. Zum Schluss wird das Gericht noch mit frischem Thai Basilikum, das im Gegensatz zur europäischen Gattung leicht nach Sternanis riecht, sowie Kaffir-Limetten Blättern verfeinert. Ob mit Wagyu Beef, Goldbrasse, Garnelen oder Tofu – Curry schmeckt in jeder Variation.  

Thai Lebensmittel in Europa kaufen

Um Thai Küche authentisch in Europa zubereiten zu können, sind natürlich die passenden Zutaten notwendig. Da immer mehr Asiaten nach Europa ziehen, bringen sie ihre Kultur und Küche mit. Einige Zutaten wie Sojasauce, Reisnudeln, Limetten oder Zitronengras sind im normalen Supermarkt erhältlich, außergewöhnliche Ingredienzien wie Kaffir-Limettenblätter oder Tamarindenpaste finden sich in einem Asia-Markt.

Exotische Zutaten der Thai-Küche.

Exotische Zutaten der Thai-Küche.

© Julian Kutos

Einige Zutaten lassen sich auch gut mit Produkten aus dem normalen Supermarkt ersetzen, die dem ursprünglichen Geschmack sehr nahe kommen. Kaffir-Limettenblätter beispielsweise gibt es gefroren in jedem Asia-Laden. Doch der Geschmack lässt sich durch Limettenzeste ersetzen, wenn auch nicht ganz so intensiv wie das Original. Frische Kaffir-Limetten sind bei uns leider sehr schwer bis gar nicht erhältlich – manche Gärtnereien oder Gartencenter verkaufen Kaffir-Limettenbäume.

Chilipaste ist eine dicke rote Sauce, die Schärfe und Farbe verleiht und kann durch Chiliöl ersetzt werden. Tamarinde ist eine süß-saure Sauce die aus einer braunen Bohne gewonnen wird. Sie kann durch etwas Balsamico und Limettensaft ersetzt werden. Korianderwurzel kann durch Selleriewurzel ersetzt werden.

Frische Zutaten wie Koriander mit Wurzel, Thai Basilikum, Zitronengras, Chili oder Galgant lassen sich sehr gut einfrieren. Beim nächsten Einkauf großzügig zugreifen, einfrieren und nach Bedarf direkt in jedes Gericht geben. Eingefrorene Zutaten können nur verkocht verwendet werden und eignen sich nicht für Salate & Co. Abgepackte Zutaten wie Sojasauce und Fischsauce sind meist ungekühlt haltbar und bringen dadurch viel Würze für zahlreiche Currys. 

Bangkok Thai Cooking Academy

Die beste Art, Thai Küche hautnah und authentisch kennenzulernen ist natürlich direkt in Thailand. Bei einem zweiwöchigen Intensiv Kochkurs in der Bangkok Thai Cooking Academy lernt man in kurzer Zeit mehr als 50 Speisen zuzubereiten, darunter Klassiker wie Curry, Pad Thai, Frühlingsrollen oder Sticky Rice. 

Bangkok Thai Cooking Academy Kochkurs mit Tahsanee Tahsanavitoonkrit.

Bangkok Thai Cooking Academy Kochkurs mit Tahsanee Tahsanavitoonkrit.

© Julian Kutos

Der Kurs beginnt mit einem Besuch am Markt. Frische Kaffir-Limetten so weit das Auge reicht, riesengroße Säcke gefüllt mit duftenden Chilis, viele frische Kräuter und Kuriositäten sind die Grundlage für die Thai Küche. Der Marktbesuch ist ein perfekter Einstieg um die Zutaten kennenzulernen und die thailändische Marktkultur zu erleben. 

Chef Tahsanee Tahsanavitoonkrit

© Julian Kutos

Chef Tahsanee Tahsanavitoonkrit teilt ihr Wissen aus 20 Jahren Küchenerfahrung mit ihren Schülern. Ihre Demonstration macht bewusst, dass viele Handgriffe wie der Umgang mit dem Mörser, Anbraten im Wok oder filetieren einer Limette vom Laien oft falsch oder zu kompliziert ausgeführt werden. Das wohl Wertvollste der Ausbildung stellt die Möglichkeit dar, jeden Arbeitsschritt selbst zu machen. In Kleinstgruppen wird den Schülern intensive Betreuung durch den Koch zuteil, das erzielt maximale Lernergebnisse.

Neben den Intensivkursen bietet die Bangkok Thai Cooking Academy auch Tages- sowie Privatkurse oder Frucht-Schnitzkurse an, damit ist für jeden kochinteressierten Thailand Besucher das Richtige dabei.

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