Die Sieger der Falstaff Rioja-Trophy 2018

Die Rioja umfasst drei Untergebiete: Rioja Alta, Rioja Baja und Rioja Alavesa.

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Die Rioja umfasst drei Untergebiete: Rioja Alta, Rioja Baja und Rioja Alavesa.

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Als im Bordeaux des späten 19. Jahrhunderts die Reblaus und der Mehltau wüteten, flohen einige Weinproduzenten über die Pyrenäen und brachten ihre Methoden in die Region Rioja. Ein Glücksfall und ein sehr entscheidender Moment für die Region im Nordosten Spaniens. Bis heute prägt die Reifung im traditionellen Barriquefass die Weine aus der Rioja und verhilft ihnen zu einem einzigartigen Geschmacksprofil – egal, ob moderne oder klassische Interpretationen.

In kaum einer anderen Weinregion auf unserem Planeten hat man den Umgang mit dem Barrique derart perfektioniert wie hier. Man kann getrost soweit gehen und den Ausbau im Holz zum Terroirausdruck der spanischen Paraderegion zählen. Denn schliesslich prägen nicht nur der Boden und das Klima den Wein, sondern vor allem der Mensch. Es ist der Winzer, der mit seinen Entscheidungen im Weinberg und im Keller den Geschmack eines Weines maßgeblich beeinflusst. Der Umgang mit dem Barriquefass zählt in der Rioja zu den zentralen Kompetenzen eines Weinmachers, einige Bodegas produzieren ihre Fässer dann auch gleich selbst.

Die Sieger der Rioja-Trophy (v.l.n.r.): 2. Platz: Bodegas Muga, Torre Muga 2014 | 1. Platz: Bodega Torre de Oña, Martelo Reserva 2014 | 3. Platz: Bodegas Lopéz de Heredia Viña Tondonia, Viña Bosconia Tinto 2005

Foto beigestellt

Wie hoch die Weinqualität der riojanischen Gewächse ist, zeigte die erste Falstaff Rioja Trophy eindrücklich auf. Verkostet wurden Weine, die von Weinhändlern eingereicht wurden. An der Spitze stehen drei Bodegas, die sich seit jeher durch höchste Qualität auszeichnen: Torre de Oña aus Laguardia in der Rioja Alavesa, Muga aus Haro in La Rioja und Lopez de Heredia, ebenfalls aus Haro. Alle drei bestechen mit Weinen, die es schaffen, die alten Traditionen sowie modernen Strömungen in der Region zu vereinen. Diese Weine gehören zu den zeitlosen Klassikern.

Die klassischen Rebsorten der Region, –Tempranillo, Garnacha, Mazuelo und Graciano – bringen zwar viel Kraft und Struktur in die Weine. Doch das alleine reicht nicht für einen großen Wein. Harmonie erreicht in Rioja nur, wer seinen Weinen ihre Zeit lässt. Dann aber erreicht man einen Zustand der Perfektion, in dem nichts heraussticht und nichts zu kurz kommt. Die ersten drei Plätze der Falstaff Rioja Trophy sprechen für sich.

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Falstaff Nr. 08/2018
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