Designers to watch: Minimalisten

Das Servierset »Ask Trays« ist ineinander stapelbar. Wahlweise können die Tabletts auch zur Aufbewahrungsbox werden. 

© Chikako Harada

Das Servierset »Ask Trays« ist ineinander stapelbar. Wahlweise können die Tabletts auch zur Aufbewahrungsbox werden. 

© Chikako Harada

Scandi trifft Japan

Kommt die Sprache auf skandinavisches ­Design, denkt man eigentlich zuerst immer an ­Dänemark und Schweden. Ein Manko, denn auch die Finnen haben einiges zu bieten. Das formidable Studio ­Kaksikko etwa. Das Wort bedeutet so viel wie »Duo« oder »Pärchen«, folglich stehen auch zwei Kreativköpfe dahinter. Seit gut sechs Jahren machen die Finnin Salla Luhtasela, die unter anderem am renommierten Londoner St. Martin’s College studierte, und der gebürtige Kalifornier Wesley Walters, den es über Tokio nach Helsinki verschlagen hat, gemeinsame Sache. Spezialisiert hat sich das Duo dabei auf Tableware aus Keramik und Mobiliar aus Holz. Augenscheinlich ist dabei das extreme Understatement der Formen-sprache, das sich niemals witzlos oder fade zeigt und sehr elegant nordische und japanische Einflüsse zusammenführt. Inspiration finden Luhtasela und Walters vor allem in der Natur. Dementsprechend wichtig ist es ihnen, Produktionsprozesse transparent zu machen und die Qualitäten der verwendeten Werkstoffe in Szene zu setzen.

Durchstarter

Kennt man sich schon seit frühen Jugendtagen, ist es oft kein Schaden, wenn aus einer Freundschaft auch eine ökonomische Partnerschaft entsteht. Bei den Kanadiern D. Calen Knauf und Conrad Brown ist das der Fall. 2001, da waren beide gerade einmal 18 Jahre alt, fuhr man gemeinsam auf Vancouvers Straßen und in Parks mit dem Skateboard. Neben Tricks mit dem Brett tauschten sich die Teenager über Formen, Farben, Strukturen und Funktionen von Designgegenständen aus. Die Arbeiten, die nun unter dem Label Knauf and Brown entstehen, sorgen in der Branche für Furore, denn das Duo koppelt eine strikt reduzierte, minimalistische Formensprache mit Nachhaltigkeitsgedanken. Der Schlüssel zum Erfolg ist einleuchtend: »Wenn man einen Gegenstand liebt, wirft man ihn nicht einfach weg, das schont die Umwelt«, so Knauf. Wie das geht, zeigen die beiden mit der Stehlampe ­»Water Based Light«. Die ist ultraleicht und wird in einem sehr robusten Beutel verschickt, der am Ende mit Wasser gefüllt wird und als ­Sockel für die Lampe dient. Eine gute und zu Recht preisgekrönte Idee. 

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