Bollinger R.D. 2004 ab sofort erhältlich

Gilles Decôtes.

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Der vorletzte Schritt auf dem Weg zu einem Champagner nach der Méthode traditionnelle, wie sie seit hunderten Jahren in der Champagne üblich ist, ist das Degorgieren. Hier wird die Hefe, auf der der Wein mindestens 15 Monate gelegen ist, entfernt, der Wein mit der Dosage vermählt und verschlossen. Doch auch wenn die toten Hefebakterien nun nicht mehr in der Flasche sind entwickelt sich der Champagner weiter und verändert das Trinkerlebnis von Monat zu Monat.

Die Champagne Bollinger hat genau hier Mitte der 1960er Jahre angesetzt. Madame Lilly Bollinger beschloss, mit dem Jahrgang 1952 einen Wein auf den Markt zu bringen, der den Horizont der Champagne-Aficionados erweitern und sie erneut für den edlen Schaumwein begeistern sollte. Die neue Art des gefeiften Jahrgangschampagners wurde »Bollinger R.D.« getauft, wobei R.D. für »Récemment Dégorgé« stand was so viel heißt wie »kürzlich erfolgtes Degorgieren«. Um die Besonderheit dieses Zusatzes zu verstehen muss man wissen, dass Champagner zu damaligen Zeiten in der Regel nicht bereits einige Monate nach dem Degorgieren geöffnet wurde – was wohl zum Teil auch daran lag, dass der Verbraucher den Zeitpunkt des Degorgierens nicht kannte, da dieser nicht deklariert werden musste. Nach dem Degorgieren wurden die Weine von den Champagnerhäusern selbst noch eingelagert bevor sie in Umlauf gebracht wurden, von hier fanden sie den Weg in die privaten Weinkeller wo sie noch eine Weile lagerten, ehe sie genossen wurden.

Der perfekte Moment

Das Champagnerhaus bewahrt jedoch seit jeher eine Kollektion alter Flaschen zum Genuss im privaten Kreis auf. Diese Flaschen wurden bewusst erst kurz vor der Degustation degorgiert, damit die Gäste den perfekten Moment erleben können, in dem der Wein eine besondere Frische und eine üppige Aromenvielfalt bietet, heißt es in einer Presseaussendung. Um die sinkende Champagner-Nachfrage in den 1960er Jahren einzudämmen entschloss sich Madame Bollinger, den Champagnerfreunden außerhalb ihres Familien- und Bekanntenkreises ebenfalls an der Frische und dem intensiven Geschmack eines kürzlich degorgierten Champagners teilhaben zu lassen. »Das Haus erschuf den Bollinger R.D. um der Nachfrage der Verbraucher gerecht zu werden, die nach einer neuen Ebene der Qualität gesucht hatten.« wird Madame Elisabeth Bollinger zitiert.

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Nach eigenen Angaben versah Bollinger als erster Hersteller in der Geschichte das Etikett des Champagners mit dem Degorigierdatum, dem Beispiel sind bis heute einige weitere Häuser gefolgt, auch wenn es kein Muss darstellt. Damit bekommt der Käufer einen Eindruck davon, wie lange die Degorgierung zurückliegt und kann so selbst abschätzen, mit welchem Geschmackserlebnis zu rechnen ist – und anhand dessen seinen perfekten Trinkmoment steuern.

Mit dem Bolliger R.D. 2004 hat das Champagnerhaus jetzt seinen neuesten Jahrgangschampagner auf den Markt gebracht. Nach 13 Jahren Reife wurde der Champagner im Sommer 2017 degorgiert und ist ab sofort im Handel erhältlich.

Bollinger R.D. 2004 in der Datenbank

www.champagne-bollinger.com

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