Berliner Meisterköche 2021: Das sind die Preisträger

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Event-Tipp:25 Jahre Berliner Meisterköche 2021

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Eine unabhängige Berliner Meisterköche-Jury hat am 20. August die Preisträgerinnen und Preisträger in den Kategorien Berliner Meisterkoch, Aufsteiger des Jahres, Berliner Gastgeber, Berliner Szenerestaurant, Berliner Kiez-Meister, Gastronomischer Innovator - und einer neuen Kategorie, der Berliner Barkultur, gewählt. Mit Letzterem soll die Vielfalt von Berlins Küche und Gastronomie erweitert werden und auf die hervorragenden Bars der Stadt hinweisen. 

Dieses Jahr fanden die Jubiläumsfeierlichkeiten und die Bekanntgabe der neuen Preisträgerinnen und Preisträger auf einem exklusiven Streetfood-Markt, dem »the place to taste«, im Hof der Königlichen Porzellan-Manufaktur (KPM) statt. Die Ehrung der Preisträger und die Übergabe der Auszeichnungen in Form eines handbemalten Tellers der Königlichen Porzellan-Manufaktur Berlin erfolgte im Rahmen eines bunten Programms. Die Gäste erwartete eine stimmungsvolle Atmosphäre zum Flanieren und eigens zubereitete Gerichte der Berliner Meisterköche als kulinarisches Erlebnis an den Foodtrucks und Bars. Sie hatten die Gelegenheit, die kulinarische Vielfalt der ausgezeichneten Berliner Meisterköche aus den letzten 24 Jahren zu probieren. Mit dabei waren u. a. der Sternekoch Björn Swanson, das »Borchardt«, POTS«, »Tante Fichte«, »The Cord« und noch viele andere. 

Der Streetfood-Market kann am 21. August zu drei verschiedenen Zeitslots besucht werden:

  • 12:00 – 14:30 Uhr
  • 15:30 – 18:00 Uhr
  • 19:00 – 21:30 Uhr

Tickets gibt es unter placetotaste.de und kosten 8 Euro pro Person.

Die Preisträgerinnen und Preisträger »Berliner Meisterköche 2021«

Berliner Meisterkoch 2021: Michael Schulz - »Irma la Douce« 

Aus der Begründung der Jury: »Michael Schulz ist ein Grenzgänger. Dass die Küche im »Irma la Douce« vom Handwerk her eine französische ist, hält ihn nicht davon ab, sich auch in anderer Länder Küchen umzuschauen. Und so kann es passieren, dass im ›Irma la Douce‹ Gänge auf den Tisch kommen, die indisch, türkisch oder skandinavisch geprägt sind – und doch eines gemeinsam haben: In der Küche von Michael Schulz steht das Produkt, seine Authentizität und Qualität im Vordergrund. Schulz, der nach Stationen im ›VAU‹, ›Rutz‹ und ›Golvet‹ noch immer neugierig und experimentierfreudig ist und der für seine aromenreiche, klare und ganz auf den Geschmack fokussierte Küche bekannt ist, wurde Anfang des Jahres mit einem Michelin-Stern ausgezeichnet. Wer täglich so hochwertige, ja: wertvolle Produkte verarbeitet, muss dies mit Sorgfalt und Liebe tun.«

Aufsteiger des Jahres 2021: Arne Anker - »BRIKZ«

Aus der Begründung der Jury: »Um mitten im Lockdown ein Restaurant zu eröffnen, braucht es schon ei-niges an Chuzpe. Arne Anker hat genau das getan – und setzte mit dem Take-Away-Konzept seines »BRIKZ« an der Grolmannstraße in Charlottenburg direkt neue Maßstäbe in Sachen Fine Dining für zu Hause. Die Gänge des gebürtigen Schleswig-Holsteiners erwiesen sich als so perfekt komponiert, dass sie auch ohne persönliche Beaufsichtigung des Chefs ihren Zauber entfalteten. Zugegeben, der diesjährige Aufsteiger der Berliner Meisterköche ist in der Stadt kein Unbekannter. Vier Jahre lang war er Küchenchef im Restaurant »Pauly Saal«, erkochte dort einen Stern. Nach einer kreativen Schaffenspause ist er nun zurück mit einem leichtfüßigen Konzept, das entspannten Service und eine Karte, auf der sich Tofu und Schweinebraten nicht ausschließen, miteinander vereint.«

Berliner Gastgeberin 2021: Katharina Bambach - Restaurantleiterin aus dem »Eins44«

Aus der Begründung der Jury: »Sie hat ihren ganz eigenen Weg gesucht, sie hat internationale Erfahrungen gesammelt und ist zurück nach Berlin gekommen. Katharina Bambach hat eine klassische Ausbildung absolviert, vom Commis de Rang bis zur Restaurantleiterin. Auf Augenhöhe kommuniziert sie, schon fast übersinnlich erfüllt sie die Wünsche der Gäste, die kaum etwas sagen müssen. Und sie kann herrlich lachen. Katharina Bambach könnte auch in den diplomatischen Dienst treten. Sie ist diejenige, die zwischen Gast, Service-Team und Küche vermittelt. Denn was die Küche will und was alle anderen wünschen ist nicht immer dasselbe. Sie beweist außerordentliche Souveränität im Umgang mit Sterneköchen, die sich oft als Künstler verstehen. Heute setzt sie als Gastgeberin im ›Eins44‹ – Küchenchef ist Daniel Achilles – neue Maßstäbe. Sie setzt die Reihe von Frauen fort, die mit Weitblick einen Beruf mit neuen, zeitgemäßen Inhalten füllen. Mit dem Ziel vor Augen, dass Respekt, Zuvorkommenheit, Höflichkeit den Begriff Service neu definieren. Sie ist eine Leitfigur der Branche, die es in diesen Zeiten schwer hat.«

Berliner Szenerestaurant 2021: »KINK Bar & Restaurant« 

Aus der Begründung der Jury: »Um mitten in der größten Pandemie das größte Risiko einzugehen und seine Lebensversicherung zu verpfänden, um ein Restaurant aufzumachen – dafür muss man entweder etwas verrückt sein oder einfach nur das perfekte Gespür und Konzept haben. Auf die beiden jungen Gastronomen Daniel Scheppan und Oliver Manseray trifft sicherlich beides zu. Ihr neues Szene-Restaurant ›KINK‹ bietet auf über 600 Quadratmeter so ziemlich alles, was Berlin gerade gastronomisch so besonders macht: Ein Casual Fine Dining Restaurant mit experimentellen Gängen wie ein Carpaccio mit Kirsche und Lapsangtee, ein nachhaltiges Tagescafé, eine Bar samt Mixology-Labor für maßgeschneiderte Drinks und ein Club mit Live Acts und DJs, weil Genuss und Unterhaltung hier unbedingt zusammengehen. Ein großer Dank an die beiden Freunde, die sich seit Kindertagen kennen, sie haben das einstige Brauerei-Areal Pfefferberg endlich wieder zur Szene gemacht!«

Berliner Kiezmeister 2021 »Du Bonheur« in Mitte 

Aus der Begründung der Jury: »Anna Plagens ist die Betreiberin der Konditorei ›Du Bonheur‹ und ihre Paradestücke sind die Macarons, Kategorie Die besten auf der Welt, außen mit zartem Knusper, innen betörend samtig, nicht zu süß, von ungemein feinem Aroma. Eine Liebesgabe. Anna Plagens ist eine Meisterin der Petitesse, der Kleinigkeit, die glücklich macht, hergestellt mit überragend handwerklichem Können. Geschult wurde sie von der K. u. K. Hofzuckerbäckerei ›Demel‹ in Wien sowie von Pierre Hermé in Paris. 2013 eröffnete sie das ›Du Bonheur‹ in Berlin-Mitte und knüpft seither an die große Tradition der Berliner ›Conditoreien‹ seit Beginn des 19. Jahrhunderts an – an ehemalige Berühmtheiten wie ›Josty‹, ›Stehely‹ und ›Kranzler‹.«

Berliner Barkultur 2021: »Green Door Bar« 

Aus der Begründung der Jury: »Alleine die Namen! Einmal ›Green Door Bar‹  – zur Zeit der Prohibition ein Merkmal für US-amerikanische Speakeasy, ein Zeichen dafür, dass illegal Spirituosen ausgeschenkt werden. Die Berliner ›Green Door Bar‹ ist ein Zitat einer American Bar - das Mobiliar wurde in den Neunzigern aus New York importiert. Gegründet wurde sie von Andrea Kuhn und ihrem Partner Fritz Müller-Scherz, der leider verstorben ist. Andrea Kuhn hat an der Green Door und an der Tradition des guten Trinkens festgehalten. Wir und die Stadt Berlin können ihr nur für diese Bereicherung der Barkultur danken. Und jetzt kommen wir zum zweiten speziellen Namen: Maria Gorbatschova ist Mixologin, Autorin und Produktdesignerin. Während des Studiums an der UDK hatte sie sich für Barkultur interessiert. Und eine Serie für Gläser, im Speziellen ein Martini-Glas entwickelt. Sie ist intelligent und eloquent, sie hat ein ungeheures Wissen von Spirituosen, sie veranstaltet Tastings bei denen schon mal 14 Spirituosen verkostet werden – und sie schmeckt den Unterschied. Bei den Drinks und Cocktails geht es für sie prinzipiell um Aroma, um Qualität sowohl bei der Arbeitsweise als auch bei den verwendeten Spirituosen. Maria Gorbatschova jedenfalls besitzt ein seltenes Talent – The power of positive drinking

Gastronomische Innovatoren 2021:

»Berlin Food Week«
Aus der Begründung der Jury: »Die ›Berlin Food Week‹ überzeugte durch ihre Leidenschaft, Expertise und ihren kreativen Einsatz für die Gastronomie, Produzenten und Besucher. Sie präsentiert die Hauptstadt als internationale Food-Metropole und will das Bewusstsein für gute Produkte und Genuss verstärken. Modern, innovativ und frisch begeistert sie seit 2014 schon Gourmets und Neugierige – und strahlte schon früh weit über Berlin hinaus. Nachhaltigkeit, Regionalität und Saisonalität: vom 20. bis 26. September ruft sie zur Kulinarischen Klimakampagne auf – und das sogar bundesweit. Ein städteübergreifendes kulinarisches Austauschprogramm, das beliebte Stadtmenü und das House of Food, der Markt für Start-ups und Manufakturen zeigen Berlin auch in diesem Jahr von der appetitlichsten Seite.«

»Kantine Zukunft« 
Aus der Begründung der Jury: »Die Berliner Gemeinschaftsgastronomie soll gesünder und nachhaltiger werden. Nach dem Kopenhagener Modell wird in vielen Kantinen der Bio-Anteil derzeit deutlich erhöht. Das Ziel: 60 Prozent vom Gesamtwareneinsatz, möglichst ohne Mehrkosten. Das interdisziplinäre Team der Kantine Zukunft steht den Betrieben als Partner im Transformationsprozess zur Seite. Mit Workshops, Mitarbeit im laufenden Betrieb und mit vielen frischen Ideen sorgt es dafür, dass der Wandel nachhaltig gelingt und alle mitgenommen werden. Von den Küchenteams, die motiviert und kreativ arbeiten, bis zu den Gästen, die sich über leckere Speisen freuen dürfen. Und ja, auch der Kraftriegel Currywurst findet in der Kantine der Zukunft seinen Platz.«

»Kochen für Helden« 
Aus der Begründung der Jury: »März 2020 – Die Gastronomie im gesamten Land muss pandemiebedingt schließen. Und was machen Berliner GastronomInnen? Kochen einfach weiter! Sie kochen für Helden, für Menschen in Funktionsberufen von der Feuerwehr bis zur Krankenhausstation. Was mit einem vollen Vorratsraum im »tulus lotrek« von Max Strohe —Aufsteiger des Jahres 2016— und Ilona Scholl —Berliner Gastgeberin 2017— spontan begann, entwickelte sich zu einer landesweiten Bewegung, an der über 100 Restaurants teilnahmen. In Berlin wurde es schnell professionell, mit koordinierter Logistik und – dank der Unterstützung von Zulieferern – täglich leckerem, gesunden Essen für die Tatkräftigen. Rein ehrenamtlich. Das ist gelebte Solidarität

Der anwesende regierende Bürgermeister von Berlin, Michael Müller, zeigte sich begeistert von der kulinarischen Energie seiner Stadt: 

»Ich gratuliere den Berliner Meisterköchen zum 25-jährigen Jubiläum und natürlich allen frisch gekürten Preisträgerinnen und Preisträgern sehr herzlich. Hinter den 25 Jahren Berliner Meisterköche stecken viel Engagement, Know-how und Können. In Berlin versammeln sich Kochkünstlerinnen und Kochkünstler der Extraklasse. Diese enorme Vielfalt und hohe Qualität der Gastronomieszene zählt zu den Anziehungspunkten für Gourmets und Freunde guten Essens aus aller Welt. Nicht umsonst sprechen wir von Berlin inzwischen auch als internationaler und exquisiter Food-Metropole. Die Berliner Meisterköche haben mit ihrer Arbeit einen wichtigen Anteil an dieser erfreulichen Entwicklung. Dafür gilt Ihnen mein Dank.«

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