Barkultur: Mehr als ein Wermutstropfen

Daniel Gsöllpointner aus der »Goldenen Bar« in München.

© Michael Wilfling

Daniel Gsöllpointner aus der »Goldenen Bar« in München.

© Michael Wilfling

Er hat schon eine er­staun­liche Karriere hinter sich, der Wermut. Ursprünglich einer unter vielen aromatisierten Weinen, wurde er aufgrund seines geringen Preises zur alkoholischen Wegzehrung obdachloser »Wermutbrüder«. So sehr er dadurch als Purgetränk an Zuspruch verlor, so sehr gewann er bei Mixgetränken an Bedeutung. Wie ein Phönix aus der Asche erhob er sich in noblen Barkreisen als Modifier der jeweiligen Basisspirituose.

Die beiden Weltdrinks »Martini« (so heißt der Gin-Cocktail, nicht zu verwechseln mit der Marke!) und »Manhattan« wären ohne Wermut unvollständig. Er nimmt dem Gin respektive Whisk(e)y das Kantige, Grobe, ohne ihn geschmacklich zu sehr zu beeinflussen. Trotzdem gibt es auch Mixed Drinks mit Wermut als Basis – und zwar ganz am Anfang der Bargeschichte den Wermut Cocktail, und neuerdings in Rezepten der modernen Mixologen.

Ein typischer Drink, in dem Wermut nicht nur der berühmte Tropfen ist, sehen Sie hier:

ERSCHIENEN IN

Falstaff Nr. 04/2018
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