Achtzehn amerikanische Spirituosenhersteller – die meisten davon Mikro-Distillerien und Whiskey-Produzenten – sind im Oktober dieses Jahres nach Deutschland gekommen, um ihre Produkte hier bekannt(er) zu machen. Die Stationen waren Frankfurt, Düsseldorf und Berlin. Angeführt wurde die Gruppe von Frank Coleman, dem Chef des Verbandes »Distilled Spirits Council of the United States«.  

Der unbestrittene Star der Gruppe war Chris Morris, der Master Distiller von Brown-Forman und Woodford Reserve aus Kentucky. Er ist der siebte seiner Zunft seit der Gründung von Brown-Forman in 1870. Die anderen Produzenten waren kleinere und mittelgroße Hersteller, wie etwa der sympathische Don Garrison, von der gleichnamigen texanischen Distillery, die auf dem deutschen Markt Fuß fassen möchten. »In den letzten zehn Jahren ist auf dem deutschen Markt für amerikanische Spirituosen, insbesondere Whiskey, eine Umsatzsteigerung von 84% zu verzeichnen«, sagte Frank Coleman.

Whiskey shut down
In Berlin musste der Empfang und das Pressebriefing in der amerikanischen Botschaft mit dem Botschafter leider kurzfristig umorganisiert und in ein Berliner Hotel verlegt werden – wegen der amerikanischen Budgetkrise. Das tat jedoch dem Erfolg der Veranstaltung keinen Abbruch. Der Schwerpunkt in Berlin war der Bar Convent Berlin (BCB) am 7. und 8. Oktober. Hier war der »Distilled Spirits Council of the United States« mit einem eigenen Stand vertreten, der den amerikanischen Spirituosen Produzenten hervorragende Möglichkeiten bot, ihre Produkte dem Fachpublikum vorzustellen. Alle amerikanischen Produzenten waren sehr zufrieden und viele wollen nächstes Jahr wiederkommen. Der Bar Convent Berlin hat sich seit seiner Gründung vor sieben Jahren zu einer der wichtigsten Plattformen für die Bar und Spirituosen Branche in Deutschland entwickelt.

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Frankfurt und Düsseldorf
Den vier Tagen in Berlin waren Veranstaltungen mit Frank Coleman und Chris Morris in Frankfurt und Düsseldorf vorausgegangen. In Düsseldorf hatte der Falstaff im »Im Schiffchen« eine Whiskey Probe mit Abendessen organisiert. Chris Morris führte durch eine unterhaltsame und lehrreiche Probe mit vier völlig unterschiedlichen amerikanischen Whiskeys. Ziel der Probe war es, einen breiten Überblick über die Welt der amerikanischen Whiskeys zu geben. Im Anschluss an das Tasting wurden die Gäste mit einem exzellenten Vier-Gänge Menu verwöhnt.

Es war ein grandioser Abend und wird allen, die dabei waren, als eine äußerst gelungene Symbiose von deutschen und amerikanischen Leckerbissen in Erinnerung bleiben.

(von Dr. Christian G.E. Schiller)

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