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Samt als Interior-It-Stoff: Was man über das Trend-Textil wissen muss

Vor einigen Jahren galt Samt noch als Stoff, der die Wohnzimmer der älteren Generation schmückt. Er hatte den Ruf altmodisch, muffig und aufdringlich zu sein. Wie jeder einstige Trend erlebt nun auch dieses Textil aber ein fulminantes Comeback im Interior-Bereich.

16 . Februar 2021

Velvet is back! Nicht nur in der Modeindustrie auch im Interior-Bereich feiert Samt ein Revival. Kein Wunder, der Stoff, der schon vor Jahren einen Hype auslöste, wirkt in Innenräumen modern, weltoffen und edel zugleich. Zudem strahlt Samt in dieser krisengerüttelten Zeit eine gewisse Ruhe und Gemütlichkeit aus. Der Trendstoff im Detail.

Herstellung

Der Name Samt stammt vom altgriechischen Wort »Hexamitos«, was sechsfädig bedeutet. Er besteht als aus einem Gewebe über dem viele, kleine Fäden - den sogenannten Polfäden - liegen. Zusammen bilden sie eine Fläche, die das typische Samtgefühl vermittelt. Früher bestand das Textil hauptsächlich aus Seiden-Gewebe, mittlerweile wird es aus Baumwolle oder Synthetik hergestellt. 

Man unterscheidet unterschiedliche Typen, die jeweils eine andere Verarbeitung vorweisen. Neben Manchester- oder Genua-Samt ist der bekannteste der Flocksamt. Er wird auch als Velvet bezeichnet und die Fäden werden lediglich aufgeklebt, wodurch die bekannte Samtoberfläche nur nachgeahmt wird.

Herkunft

Samt-Arten gibt es wie Sand am Meer. Dies ist der langen Geschichte des Stoffes geschuldet. Bereits im Spätmittelalter importierten italienische Handelsleute Samt aus dem Morgenland nach Europa, wo er durch seine edle Struktur bei den Adelshäusern bald sehr gefragt war. Der Stoff wurde zum absoluten Hype-Stoff und wurde überall dort eingesetzt, wo man es sich leisten und erlauben konnte. Von Möbel und Zierkissen über Tapeten bis hin zur Mode fand er Einsatzgebiete. Der Stoff erhielt relativ schnell den Beinamen »Königsstoff«.

Pflege

Entscheidet man sich für ein Interior-Piece aus Samt, möchte man seine Schönheit lange erhalten. Dafür muss auf die richtige Pflege geachtet werden. Da Samt heutzutage meist aus Baumwolle oder synthetischen Fasern besteht, geht die Reinigung zum Glück recht leicht von der Hand. Insbesondere, wenn der Trend-Stoff als Couch-Bezug eingesetzt wird, kann er bei Verschmutzung abgesaugt werden. Trockener Schmutz und Staub entfernt man mit einer Polsterbürste, wobei man hier mit dem Strich bürstet, um Muster zu vermeiden. 

Flecken sollten rasch mit einem feuchten Tuch und (wenn vorhanden) Polsterschaum entfernt werden. Kleinere Accessoires sollten nur mit der Hand und einem geeigneten Feinwaschmittel gewaschen werden und niemals in der Waschmaschine landen. Anschließend den Stoff mit einem Handtuch antrocknen und aufhängen. 

Der perfekte Partner für Samt

Möbelstücke aus Samt erzeugen in der Wohnung Wärme, Gemütlichkeit und einen Glamour-Faktor. Das Trend-Textil ist ein schwerer Stoff und braucht daher einen Gegenpart, der sich verspielt unterordnet. Seide eignet sich dafür etwa optimal, da sie Modernität und Leichtigkeit ausstrahlt, dem Samt aber nicht seine Eleganz nimmt. Ein extravagantes Paar, das sich mit seiner unterschiedlichen Haptik vereint und ein luxuriöses Raumgefühl wie in einem Sterne-Hotel erzeugt.

Profis können mehrere Samtteile miteinander kombinieren, dabei ist viel Fingerspitzengefühl gefragt, um den Raum nicht zu überladen. Für einen modernen und schlichten Look kombiniert man Samt und Seide aus einer Farbfamilie in unterschiedlichen Nuancen. Das wirkt harmonisch und trotzdem durchdacht.

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