© First Kitzbühel

Chalets sind nicht nur alpine Sehnsuchtsorte, sondern auch ein Luxus-Statement der Superlative. Ein kleiner Streifzug durch die alpine Immo-Landschaft.

07 . Januar 2021 - By Manfred Gram

Nicht selten bringen Ausflüge in etymologische Gefilde Spannendes zutage. Schaut man sich zum Beispiel an, wo denn das Wort »Chalet« genau herkommt und was es eigentlich bedeutet, stellt sich ein erhellender Moment ein: Der Begriff stammt aus der französischsprachigen Schweiz und fand dort in der Verwendung als »geschützter Ort« Eingang in den Sprachgebrauch. Ursprünglich bezeichnete man damit Sennhütten. Also mehr oder weniger
rustikale, sehr schlichte Almhütten aus Holz, die Menschen oben am Berg Schutz und Zuflucht vor den Widrigkeiten des Wetters gewährten.

Vom Zufluchts- zum Sehnsuchtsort

Nun, die Bedeutung hat sich über die Jahr-hunderte dann doch etwas verändert. Heute versteht man unter Chalet nämlich eher ein Land- und Ferienhaus in alpinen Regionen. Einen Rückzugsort, in den man eincheckt oder den man sich als Zweitwohnsitz gönnt, um sich ganz einer romantischen, winterlichen Berglandschaft hinzugeben. Und dennoch haben einige Bausteine vom Wesenskern eines Chalets überdauert. Etwa die charakteristische Architektur mit einem äußerst flachen Satteldach und die großzügige Verwendung von Holz und Stein als Baustoff. Und auch die Idee, dass ein Chalet Schutz vor alltäglicher Unbill bieten soll, hat sich erhalten. Aber mit der Erschließung der Bergregionen zum riesengroßen touristischen Winterwunderland sind aus den Berghütten von einst Sehnsuchtsorte geworden. Was heute unter Chalet firmiert, ist Luxus pur. 

Chalet-Chic

Etwa, wenn, wie beim Kitzbüheler Chalet-Projekt »The Icon«, der italienische Stararchitekt und Designer Matteo Thun mit von der Partie ist. Da kommt unterm Strich der Kreativrechnung ein Best-Practice-Beispiel heraus, das deutlich macht, worum es bei den Chalets der Gegenwart eigentlich geht: um eine Symbiose aus Tradition und Hightech-Moderne, ein gleichberechtigtes Nebeneinander von hochwertigem Interior-Design und alpenländischem Ambiente. Chalet-Chic eben, der eine gewisse ländliche Schlichtheit vorgaukelt, zwischen Kaminfeuer und Felldecken die Gemütlichkeitskarte ausspielt, aber gerade deswegen besonders extravagant rüberkommt.  

Zudem trumpfen Chalets und Nobel-Lodges modernen Zuschnitts mit Annehmlichkeiten auf, die durchschnittliche Ferienhäuser eher nicht im Bauprogramm haben: mehrere Schlafzimmer, meist mit eigenem Bad, perfekt geplante, großzügige Wohnküchen, integrierte Apartments oder Erleichterungen wie Etagenlifte. Denn schließlich kann der Weg von ganz oben unterm Sichtdachstuhl hinunter in den Weinkeller und Wellnessbereich, wo Sauna, Dampfbad und Indoor-Swimmingpool Entspannung nach einem Tag auf der Skipiste oder Loipe bieten, beschwerlich sein. Zur perfekten Entspannung – und auch darum geht es bei gelungenen Chalet-Projekten – trägt auch ein unverstellter, erhabener Blick auf die romantische Bergwelt bei. Und vielleicht sogar die eine oder andere Sennhütte. 

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